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Weltkirche

Metropolit Hilarion zur Bischofssynode



Heiligkeit,
Seligkeiten, Eminenzen und Exzellenzen,

im Namen Seiner Heiligkeit Kyrill, des Patriarchen von Moskau und der ganzen Rus, und der ganzen russischen orthodoxen Kirche richte ich unseren brüderlichen Gruß an euch alle anläßlich der XIV. Generalversammlung der Bischofssynode der katholischen Kirche, die dem Thema der Familie gewidmet ist.

In unserer turbulenten und beunruhigenden Welt, braucht der Mensch solide und unerschütterliche Grundlagen, auf die er sich stützen kann, um auf ihnen voll Vertrauen das eigene Leben aufbauen zu können. Die laizistische Gesellschaft, die in erster Linie auf die Befriedigung der individuellen Wünsche ausgerichtet ist, kann dem Menschen keine moralisch klaren Orientierungen geben. Die Krise der traditionellen Werte, die wir in der Konsumgesellschaft erleben, führt zu einem Widerspruch zwischen den verschiedenen Vorlieben, auch in den familiären Beziehungen. Wenn einerseits der extreme Feminismus in der Mutterschaft ein Hindernis für die Selbstverwirklichung der Frau sieht, wird andererseits der Kinderwunsch immer mehr als Recht betrachtet, das mit jedem Mittel verwirklicht werden kann. Immer häufiger wird die Familie als Verbindung zwischen zwei Personen unabhängig von ihrem Geschlecht gesehen, und man ist der Meinung, daß das Individuum die Zugehörigkeit zum einen oder zum anderen Geschlecht nach seinem persönlichen Geschmack wählen kann.

Andererseits treten neue Probleme auf, die direkt die Fundamente der traditionellen Familie betreffen. Die bewaffneten Konflikte der modernen Welt verursachen einen Massenexodus aus den vom Krieg betroffenen Regionen in Richtung den reicheren Ländern. Die Auswanderung führt häufig zum Bruch der familiären Bindungen und schafft gleichzeitig ein neues soziales Umfeld, in dem Verbindungen entstehen, die häufig interethnischen und interreligiösen Charakter haben.

Diese Herausforderungen und Bedrohungen sind für alle christlichen Kirchen gleich, die die Antworten suchen müssen, indem sie sich auf den ihnen von Christus anvertrauten Auftrag stützen, jenen, den Menschen zum Heil zu führen. Leider hören wir auch in christlichen Kreisen häufig Stimmen, die eine „Modernisierung“ des kirchlichen Gewissens fordern, also die Ablehnung der christlichen, scheinbar obsoleten Lehre über die Familie. Dennoch, wir dürfen die Worte des Apostels Paulus an die Christen in Rom nicht vergessen: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist: was ihm gefällt, was gut und vollkommen ist.“

Die Kirche ist gerufen, ein Licht und ein Leuchtturm im Dunkel dieser Welt zu sein, und die Christen sind gerufen, das „Salz der Erde“ und das „Licht der Welt“ zu sein. Wir alle dürfen nicht die erschütternde Ermahnung des Erlösers vergessen: „Wenn das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man es wieder salzig machen? Es taugt zu nichts mehr; es wird weggeworfen und von den Leuten zertreten“ (vgl. Mt. 5,13-14). Ein solches Salz, das die Kraft des eigenen Geschmacks verloren hat, werden in dieser unserer Zeit einige protestantische Gemeinschaften, die sich christlich nennen, aber moralische Ideale predigen, die mit dem Christentum unvereinbar sind. Wenn eine Gemeinschaft von dieser Art, den Ritus der Segnung homosexueller Verbindungen einführt, und eine lesbische Frau, die sich selbst als „Bischof“ bezeichnet, dazu auffordert, aus den Hafenkirchen die Kreuze zu entfernen und sie durch islamische Halbmonde zu ersetzen, kann eine solche Gemeinschaft als „Kirche“ bezeichnet werden? Vor unseren Augen wird das Christentum verraten von jenen, die bereit sind, das Spiel der säkularisierten, entklerikalisierten und gottlosen Gesellschaft zu spielen.

Die Staatsführungen verschiedener Staaten Europas und Amerikas verfolgen, trotz zahlreicher Proteste, auch durch katholische Gläubige, weiter eine Politik, die mit Absicht auf die Zerstörung des Verständnisses von Familie abzielt. Nicht nur die homosexuellen Verbindungen werden legal der Ehe gleichgestellt. Man geht soweit, jene strafrechtlich zu verfolgen, die wegen ihres christlichen Glaubens es ablehnen, diese Verbindungen zu registrieren. Gleich nach dem Ende des Besuches von Papst Franziskus, hat der amerikanische Präsident Barack Obama offen erklärt, daß die Rechte der Homosexuellen wichtiger sind als die Religionsfreiheit. Das zeigt deutlich die Absicht der säkularisierten Autorität, den Angriff gegen die gesunden Kräfte der Gesellschaft fortzusetzen, die die traditionellen Werte der Familie verteidigen. Die Katholiken stehen in vorderster Linie in diesem Kampf, und gerade gegen die katholische Kirche ist eine regelrechte Kampagne der Diskreditierung und der Lüge im Gange. Daher sind die Kraft im Verteidigen der christlichen Überzeugung und die Treue zur Tradition der Kirche heute besonders notwendig.

Heute wird die Gesellschaft immer ähnlicher dem dummen Mann, „der sein Haus auf Sand baute“ (vgl. Mt 7,26). Es ist Pflicht der Kirche, die Gesellschaft an ihren festen Grund zu erinnern – die Familie als Bund zwischen Mann und Frau, der die Geburt und die Erziehung der Kinder zum Ziel hat. Nur eine solche Familie, vom Herrn zum Zeitpunkt der Erschaffung der Welt selbst festgelegt, ist imstande, das Abgleiten der modernen Gesellschaft in den Abgrund des moralischen Relativismus zu verhindern, oder zumindest zu verlangsamen.

Die orthodoxe Kirche, so wie die katholische, ist in ihrer Lehre über die Familie immer der Heiligen Schrift und der Heiligen Tradition gefolgt und hat das Prinzip der Heiligkeit der Ehe bekräftigt, das auf den Worten des Erlösers selbst gründet (vgl. Mt 19,6; Mk 10,9). In unserer Zeit muß diese Position vereinter und einstimmiger sein. Wir müssen gemeinsam verteidigen im Dialog mit den gesetzgebenden und ausführenden Gewalten der einzelnen Länder und auf der Ebene der internationalen Institutionen, wie der UNO und dem Europarat. Wir können uns nicht nur auf Ermahnungen beschränken. Wir müssen den rechtlichen Schutz der Familie vollkommen sicherstellen.

Die Solidarität der Kirche und aller Menschen guten Willens ist unerläßlich zum Zweck, die Familie vor den Bedrohungen der laizistischen Welt zu schützen und so unsere Zukunft zu sichern. Ich hoffe, daß eine Frucht dieser Synodenversammlung eine Weiterentwicklung der katholisch-orthodoxen Zusammenarbeit in dieser Richtung sein wird.

Ich wünsche euch den Frieden, den Segen Gottes und Erfolg bei eurer Arbeit!

Übersetzung: Giuseppe Nardi

Quelle: www.katholisches.info

Papst Franziskus setzt Akzente

Quelle: presidencia.gov.ar

Worte des Heiligen Vaters an die österreichischen Bischöfe anlässlich des Ad-Limina-Besuches im Jänner 2014:

Liebe Mitbrüder,

ich freue mich, dass ich durch diese intensive Begegnung mit Euch im Rahmen Eures Ad-limina-Besuchs von den Früchten der Kirche in Österreich beschenkt werde und dass auch ich ihr etwas schenken darf. Ich danke Eurem Vorsitzenden Kardinal Schönborn für die zuvorkommenden Worte, die mir versichern, dass wir den Weg der Verkündigung des Heils Christi gemeinsam weitergehen. Jeder von uns bildet Christus ab, den einzigen Mittler des Heils, erschließt der Gemeinde sein priesterliches Wirken den Sinnen nach und hilft somit, die Liebe Gottes in der Welt immer wieder neu gegenwärtig zu machen.

Acht Jahre ist es her, dass die Österreichische Bischofskonferenz das letzte Mal aus Anlass des Ad-Limina-Besuchs zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus gepilgert und zu Konsultationen mit der Römischen Kurie zusammengetroffen ist. Bei dieser Gelegenheit sind die meisten von Euch auch meinem geschätzten Vorgänger Benedikt XVI. begegnet, der damals erst wenige Monate im Amt war. Die unmittelbar folgenden Jahre waren durch eine Sympathie seitens der Österreicher für die Kirche und für den Nachfolger Petri geprägt. Das zeigte sich beispielsweise beim Papstbesuch anlässlich des 850-Jahr-Jubiläums des Heiligtums von Mariazell im Jahr 2007 mit der trotz der Wetterunbilden überaus herzlichen Aufnahme durch die Bevölkerung. Es folgte dann für die Kirche eine schwierige Phase, deren Symptom unter anderem ein rückläufiger Trend beim Anteil der Katholiken an der österreichischen Gesamtbevölkerung ist. Dieser Trend hat verschiedene Ursachen und hält schon seit mehreren Jahrzehnten an. Die Entwicklung darf uns nicht tatenlos sehen, sondern muss im Gegenteil unser Bemühen um die stets notwendige neue Evangelisierung anfachen. Auf der anderen Seite ist ein ständiger Zuwachs der Solidarität zu beobachten, Caritas und andere Hilfswerke werden mit großzügigen Gaben bedacht. Auch der Beitrag der kirchlichen Einrichtungen im Bereich der Erziehung und Gesundheit wird allseits geschätzt und stellt einen nicht wegzudenkenden Teil der Gesellschaft Österreichs dar.



Wir dürfen Gott dankbar sein für das, was die Kirche in Österreich zum Heil der Gläubigen und zum Wohl vieler Menschen wirkt, und ich selber möchte jedem von Euch und durch Euch den Priestern, Diakonen, Ordensleuten und engagierten Laien, die bereitwillig und großherzig im Weinberg des Herrn arbeiten, meinen Dank aussprechen. Wir dürfen aber nicht das Erreichte und Vorhandene bloß verwalten, das Feld Gottes muss ständig bearbeitet und bestellt werden, damit es auch in Zukunft Frucht bringt. Kirche sein heißt nicht verwalten, sondern hinausgehen, missionarisch sein, den Menschen das Licht des Glaubens und die Freude des Evangeliums bringen. Vergessen wir nicht, dass die Triebfeder unseres Einsatzes als Christen in der Welt nicht die Idee einer Menschenfreundlichkeit, eines unbestimmten Humanismus ist, sondern eine Gabe Gottes, nämlich das Geschenk der Gotteskindschaft, die wir in der Taufe erhalten haben. Und diese Gabe ist zugleich ein Auftrag. Kinder Gottes verstecken sich nicht, sie tragen die Freude ihrer Gotteskindschaft in die Welt hinaus. Und das bedeutet auch, sich darum zu bemühen, ein heiligmäßiges Leben zu führen. Das sind wir zudem der Kirche schuldig, die, wie wir im Glaubensbekenntnis bezeugen, heilig ist. Sicher, »die Kirche umfasst Sünder in ihrem eigenen Schoß«, wie es das Zweite Vatikanische Konzil formuliert (Lumen gentium, 8). Aber das Konzil sagt an der gleichen Stelle, dass wir uns nicht mit der Sünde abfinden sollen, dass nämlich »Ecclesia sancta simul et semper purificanda«, die heilige Kirche immer wieder zu reinigen ist. Und das heißt, dass wir um unsere eigene Reinigung – im Sakrament der Versöhnung – stets bemüht sein sollten. Die Beichte ist der Ort, wo wir Gottes barmherzige Liebe erfahren und Christus begegnen, der uns die Kraft zur Umkehr und zum neuen Leben gibt. Und wir wollen als die Hirten der Kirche den Gläubigen beim Wiederfinden dieses wunderbaren Sakraments einfühlsam und verständnisvoll zur Seite stehen und ihnen gerade in dieser Gabe die Liebe des Guten Hirten spüren lassen. So bitte ich Euch, werdet nicht müde, die Menschen zur Begegnung mit Christus im Sakrament der Buße und der Versöhnung einzuladen.

Ein wichtiges Feld unseres Wirkens als Hirten ist die Familie. Sie ist ein Herzensanliegen der evangelisierenden Kirche. »Die christliche Familie ist ja die erste Gemeinschaft, der es obliegt, dem heranwachsenden Menschen das Evangelium zu verkünden und ihn durch eine fortschreitende Erziehung und Glaubensunterweisung zur vollen menschlichen und christlichen Reife zu führen« (Familiaris consortio, 2). Der Grund, auf dem sich ein harmonisches Familienleben entfalten kann, ist dabei vor allem die eheliche Treue. Leider sehen wir in unserer heutigen Zeit, dass in den Ländern der westlichen Welt die Ehe und die Familie eine tiefe innere Krise durchmachen. »Im Fall der Familie wird die Brüchigkeit der Bindungen besonders ernst, denn es handelt sich um die grundlegende Zelle der Gesellschaft, um den Ort, wo man lernt, in der Verschiedenheit zusammenzuleben und anderen zu gehören, und wo die Eltern den Glauben an die Kinder weitergeben« (Evangelii gaudium, 66). Die Globalisierung und der neuzeitliche Individualismus fördern einen Lebensstil, der die Entwicklung und die Stabilität der Bindungen zwischen den Menschen sehr erschwert und der Entfaltung einer Kultur der Familie nicht günstig ist. Hier tut sich ein neues Missionsgebiet für die Kirche auf, z. B. in Familienkreisen, wo Raum geschaffen wird für Beziehungen unter Menschen und Beziehungen mit Gott, wo eine echte Gemeinschaft wachsen kann, die jeden auf gleiche Weise annimmt und sich nicht in Elitegruppen einschließt, die Wunden heilt, Brücken baut, sich wirklich auf die Suche nach den Fernstehenden macht und mithilft, dass »einer des anderen Last trage« (Gal 6,2).

Die Familie ist also ein vorrangiger Ort der Evangelisierung und der lebendigen Weitergabe des Glaubens. Tun wir alles, damit in unseren Familien gebetet wird, der Glaube als Teil des täglichen Lebens erfahren und weitergegeben wird. Die Sorge der Kirche um die Familie beginnt mit einer rechten Vorbereitung und Begleitung der Eheleute wie auch mit der getreuen und klaren Darlegung der kirchlichen Lehre zu Ehe und Familie. Als Sakrament ist die Ehe Geschenk Gottes und Auftrag zugleich. Die Liebe zweier Brautleute wird durch Christus geheiligt, und die Partner sind dazu aufgerufen, diese Heiligkeit durch ihre Treue zueinander zu bezeugen und zu pflegen.

Ausgehend von der Familie, der Hauskirche, wenden wir uns kurz der Pfarrei zu, dem großen Feld, welches der Herr uns anvertraut hat, um es mit unserer seelsorglichen Arbeit fruchtbar zu machen. Die Priester, die Pfarrer sollten sich immer wieder bewusst machen, dass ihre Leitungsaufgabe ein zutiefst geistlicher Dienst ist. Es ist immer der Pfarrer, der die Pfarrgemeinde leitet, wobei er zugleich auf die Unterstützung und den wertvollen Beitrag verschiedener Mitarbeiter und aller Gläubigen zählt. Wir sollten nicht Gefahr laufen, den sakramentalen Dienst des Priesters zu verdunkeln. In unseren Städten und Dörfern gibt es mutige und schüchterne Menschen, gibt es missionarische und schlafende Christen. Und es gibt die vielen, die auf der Suche sind, auch wenn sie es sich nicht eingestehen. Jeder ist gerufen, jeder ist gesandt. Aber es ist nicht gesagt, dass der Ort dieses Rufs nur das Pfarrzentrum ist. Es ist nicht gesagt, dass sein Moment notwendig die gemütliche Pfarrveranstaltung ist. Der Ruf Gottes kann uns genauso erreichen am Fließband und im Büro, im Supermarkt, im Stiegenhaus, also an den Orten des alltäglichen Lebens.

Von Gott reden, die Botschaft von der Liebe Gottes und der Erlösung in Jesus Christus zu den Menschen bringen, ist Aufgabe eines jeden Getauften. Und diese umfasst nicht nur das Sprechen mit Worten, sondern alles Handeln und Tun. Unser ganzes Dasein muss von Gott reden, selbst in den unscheinbaren Dingen. Dann ist unser Zeugnis echt, dann wird es auch in der Kraft des Heiligen Geistes stets neu und frisch sein. Damit dies gelingt, muss die Rede von Gott zuallererst Rede mit Gott sein, Begegnung mit dem lebendigen Gott in Gebet und Sakrament. Gott lässt sich nicht nur finden, sondern er macht sich in seiner Liebe selbst auf, dem Suchenden entgegenzugehen. Der Mensch, der sich an die Liebe Gottes klammert, versteht, die Herzen der anderen für die göttliche Liebe zu öffnen, um ihnen zu zeigen, dass nur in der Gemeinschaft mit Gott das Leben in Fülle ist. Gerade in unserer Zeit, wo wir zu einer »kleinen Herde« (Lk 12,32) zu werden scheinen, sind wir als Jünger des Herrn berufen, als eine Gemeinschaft zu leben, die Salz der Erde und Licht der Welt ist (vgl. Mt 5,13-16).

Maria, die unsere Mutter ist und die Ihr als Magna Mater Austriae besonders verehrt, sie helfe uns dabei, damit wir wie sie uns ganz dem Herrn öffnen und so fähig sind, anderen den Weg zum lebendigen und Leben spendenden Gott zu erschließen.

(übernommen von kath.net)

Zeichentrickfilm über Papst Franziskus

HABEMUS PAPAM

Erste Worte und erster Segen von Papst Franziskus.

Beginn des Konklave

Am Dienstag, 12. März ziehen die 115 wahlberechtigten Kardinäle um 16.30 in die Sixtinische Kapelle ein. Sobald ein Papst gewählt ist, wir weißer Rauch von der Sixtinischen Kapelle aufsteigen.

Gebet für den Papst und das Konklave

Letzte Generalaudienz vom Papst Benedikt XVI

Letzte Worte des Papstes an die Priester von Rom



Papst "plaudert" zum Abschied mit römischen Priestern : "Ich werde für die Welt verborgen bleiben"

Papst Benedikt XVI. hat sich als Bischof von Rom von den Geistlichen seines Bistums verabschiedet. Es sei für ihn ein "Geschenk", vor seinem Rücktritt noch einmal mit seinem Klerus zusammenzutreffen.

"Herr, erbarme dich": Mit der Allerheiligenlitanei auf dem Petersplatz bereiten sich die Priester und Seminaristen des Bistums Rom auf die Begegnung mit ihrem scheidenden Bischof vor. "Herr, erbarme dich" - man könnte es für einen Hilferuf halten in einem Moment, in dem angesichts von Benedikts Rückzug viel Betroffenheit und Verwirrung herrschen. Als der Papst am Donnerstag in der Audienzhalle erscheint, brandet unter den rund 5.000 Priestern, Diakonen und Ordensleuten Beifall auf und das "Tu es Petrus" wird gesungen, "Du bist Petrus" – vielleicht zum letzten Mal für diesen Papst. "Danke für eure Zuneigung, für eure Liebe zur Kirche und zum Papst", sagt Benedikt, als "Viva il Papa" gerufen wird

"Unsere Begegnung heute hat eine ganz besondere Bedeutung", sagt der Generalvikar des Bistums Rom, Kardinal Vallini, in einem Grußwort an Benedikt XVI. "Wir fühlen uns heute so ähnlich wie die Gemeinde von Ephesus, die Paulus vor seinem Aufbruch als Gefangener nach Rom noch ein letztes Mal zu sich ruft. "Alle brachen in Tränen aus", berichtet die Apostelgeschichte, "fielen dem Apostel um den Hals und küssten ihn." Wir erleben derzeit ein Wechselbad der Gefühle – Trauer und Respekt, Bewunderung und Bedauern, Zuneigung und Stolz." Vielleicht auch Bitterkeit, aber davon spricht der Kardinal nicht. Er würdigt das "sanfte und starke Lebensbeispiel", das der Papst gebe. "Sie haben uns in den letzten Jahren immer um unseren Beistand im Gebet gebeten, und in diesen schwierigen Tagen – wie Sie formuliert haben – ist ihre Bitte noch dringender. Ich versichere Ihnen im Namen aller römischen Priester, dass wir Sie wirklich lieben und noch stärker für Sie beten werden!"

"Ich spüre euer Gebet fast physisch"
Dann spricht Benedikt: Es sei für ihn ein "Geschenk der Vorsehung", vor seiner Aufgabe des Petrusdienstes noch einmal seinem Klerus zu begegnen. "Es ist immer eine Freude, zu sehen, wie die Kirche lebt und wie lebendig sie in Rom ist! … Ihr habt heute Morgen vor dem Grab des heiligen Petrus das Glaubensbekenntnis gesprochen; das scheint mir eine sehr passende Geste. So wächst die Kirche: Gemeinsam mit Petrus Christus bekennen und ihm nachfolgen!"

Er sei den römischen Priestern "sehr dankbar für euer Gebet, das ich fast physisch spüre". "Auch wenn ich mich jetzt zurückziehe, bin ich doch im Gebet euch allen immer nahe, und ich bin mir sicher, dass auch ihr mir nahe sein werdet, auch wenn ich für die Welt verborgen bleiben werde. Für heute konnte ich angesichts meiner Umstände, meines Alters, keine große Rede vorbereiten, wie man sich das vielleicht hätte erwarten können. Stattdessen denke ich eher an ein kleines Gespräch über das Zweite Vatikanische Konzil, und wie ich es erlebt habe."

Der scheidende Papst war während des Konzils vor genau fünfzig Jahren theologischer Berater des damaligen Kölner Kardinals Joseph Frings; er ist also einer der letzten großen Zeitzeugen des Konzils in der Kirche. Seinen Konzilsbericht, um den ihn die Priester des Bistums Rom für die diesjährige Audienz gebeten hatten, begann Benedikt mit einer Anekdote: "1959 hat man mich zum Professor an der Uni Bonn ernannt, wo die Priesteramtskandidaten aus dem Erzbistum Köln und anderen umliegenden Bistümern studieren. So bin ich in Kontakt gekommen mit Kardinal Frings, und als dieser von Kardinal Siri von Genua 1961 gebeten wurde, einen Vortrag über das Konzil und die moderne Welt zu halten, hat Kardinal Frings mich, den jüngsten unter den Professoren, gebeten, ihm dazu einen Entwurf zu schreiben. Der hat ihm gefallen, und so hat er ihn in Genua genauso vorgetragen." Kurz darauf habe Johannes XXIII. Frings zu einer Audienz in den Vatikan bestellt. "Und er war voller Angst, ob er vielleicht etwas Unkorrektes oder Falsches gesagt haben könnte. Er fürchtete, dass man ihm jetzt Vorwürfe machen oder ihm sogar den Kardinalspurpur wieder entziehen könnte." (Lachen bei den Zuhörern) "Ja! Als sein Sekretär ihn für die Audienz angekleidet hat, sagte er ihm: Vielleicht tragen Sie das Zeug ja zum letzten Mal." (Lachen bei den Zuhörern) "Dann geht er hinein, und Papst Johannes geht ihm entgegen, umarmt ihn und sagt: "Danke, Eminenz, Sie haben genau das gesagt, was ich sagen wollte, aber ich habe nicht die Worte dafür gefunden!" (Lachen, Beifall)

"Es gab unglaubliche Erwartungen an das Konzil"
Daraufhin habe Frings ihn, Ratzinger, dazu eingeladen, ihn nach Rom auf das Konzil zu begleiten. Seit Ende 1962 sei er sogar offizieller Peritus, also Berater, des Konzils gewesen, so Benedikt XVI. "Wir sind", so der Papst, "damals mit Enthusiasmus zum Konzil gegangen."

"Es gab eine unglaubliche Erwartung – wir hofften darauf, dass alles sich erneuern würde, dass ein neues Pfingsten heraufziehen würde, eine neue Ära der Kirche. Die Kirche war damals noch ziemlich robust, der sonntägliche Messbesuch war noch gut, auch die Priester- und Ordensberufungen gingen zwar schon ein bisschen zurück, waren aber noch ausreichend. Dennoch spürte man: Die Kirche geht im Moment nicht vorwärts, sondern schrumpft ein, sie scheint eher eine Realität der Vergangenheit und nicht die Trägerin der Zukunft."

Die Beziehung der Kirche zur modernen Welt sei damals "konfliktreich" gewesen, sagte Benedikt, "angefangen mit dem Irrtum der Kirche im Fall Galilei"; man habe gehofft, das Konzil werde die Kirche zur "Kraft des morgen" machen und den "wahren Fortschritt" einleiten. Als "Negativbeispiel" habe damals die Synode des Bistums Rom gegolten, auf der angeblich "nur vorbereitete Texte abgelesen und dann per Akklamation beschlossen wurden". "Die Bischöfe haben gesagt: Nein, so werden wir das nicht machen! Wir sind Bischöfe, wir sind die Handelnden, wir wollen nicht nur das Vorbereitete beschließen, sondern selbst die Träger des Konzils sein! Auch Kardinal Frings, der für seine absolute Treue zum Heiligen Vater bekannt war, hat gesagt: Der Papst hat uns als Konzilsväter, als Handelnde zusammengerufen, um die Kirche zu erneuern, und so wollen wir unseren Teil dazu leisten."

Diese "Haltung" habe sich "schon am ersten Tag bei der Wahl der Kommissionen gezeigt", erinnerte sich der Papst. "Die Konzilsväter haben sofort gesagt, wir wollen nicht nur einfach über vorbereitete Namenslisten abstimmen", und darum seien schon die ersten Abstimmungen verschoben worden. "Das war kein revolutionärer Akt, aber ein Akt des Bewusstseins der Verantwortung von Seiten der Konzilsväter." Er habe damals im Priesterkolleg von Santa Maria dell`Anima gewohnt und viele Kardinäle, Kirchenleute, Theologen kennengelernt: Das Konzil sei aus "vielen kleinen Begegnungen gemacht" gewesen – für ihn "eine Erfahrung der Universalität der Kirche".

Vor dem Konzil "fast zwei parallele Liturgien"
Die am besten auf das Konzil vorbereiteten Bischöfe seien aus Frankreich, Deutschland, Belgien und Holland gekommen, "die so genannte rheinische Allianz". Sie hätten den ersten Teil des Konzils geprägt. Die Debatte über eine Liturgiereform sei ausgegangen von der liturgischen Bewegung in Westeuropa nach dem Ersten Weltkrieg. "Das war eine Wiederentdeckung des Reichtums und der Tiefe der Liturgie, die bislang sozusagen im Römischen Missale des Priesters eingeschlossen war, während die Leute mit eigenen Gebetbüchern beteten. Diese waren ein Versuch, die hohen Worte der klassischen Liturgie in die emotionaleren Worte der Menschen zu übersetzen, dem Herzen des Volkes näher. Aber es waren fast zwei parallele Liturgien! Der Priester mit den Messdienern, der nach dem Missale zelebrierte, und die Laien, die gleichzeitig nach ihren eigenen Gebetbüchern beteten." Die liturgische Bewegung habe wieder dazu geführt, "dass es wirklich einen Dialog zwischen Priester und Volk gibt, dass die Liturgie wirklich eine einzige wurde – eine aktive Teilhabe, damit die Reichtümer zum Volk gelangen und so die Liturgie wiederentdeckt, erneuert werde".

"Ich finde jetzt im Rückblick, dass es sehr gut war, mit der Liturgie anzufangen: So wird der Primat Gottes sichtbar, der Vorrang der Anbetung. Opere Dei nihil praeponatur – dem Gottesdienst nichts vorziehen, dieses Wort aus der Regel des heiligen Benedikt erscheint so als die oberste Regel des Konzils. Einige haben kritisiert, das Konzil habe über allerlei Dinge gesprochen, aber nicht über Gott. Doch, es hat über Gott gesprochen! Und das war der erste, substantielle Akt des Konzils, das ganze heilige Volk für die Anbetung Gottes zu öffnen, in der gemeinsamen liturgischen Feier von Leib und Blut Christi."

"Prinzipien" der Liturgie-Konstitution des Konzils seien "die Verständlichkeit und auch die aktive Teilhabe" gewesen. "Leider wurden diese Prinzipien auch missverstanden. Verständlichkeit bedeutet nicht Banalität, denn die großen Texte der Liturgie – auch wenn er Gott sei Dank in der Muttersprache proklamiert werden – sind nicht einfach zu verstehen. Sie brauchen eine ständige Bildung des Christen, damit er immer mehr in die Tiefe des Geheimnisses eindringt und versteht… Wer würde denn behaupten, dass er die biblischen Texte sofort versteht, nur weil sie in der eigenen Sprache sind? Nur eine ständige Bildung des Herzens und des Geistes kann wirklich Verständlichkeit schaffen und eine Teilnahme, die nicht nur äußerlich ist, die wirklich ein Eintreten der Person in die Gemeinschaft der Kirche und so in die Gemeinschaft mit Christus bedeutet."

Kirche: Nicht (nur) Organisation, sondern Organismus
Zweites großes Thema des Konzils sei die Kirche gewesen – laut Benedikt ein Desiderat, seit das Erste Vatikanische Konzil abgebrochen worden war. "Gott sei Dank" hätten die Väter des Ersten Vatikanums noch Zeit gefunden, die Lehre zum päpstlichen Primat zu definieren: "Das war sehr notwendig für die darauf folgende Zeit. Aber es war nur ein Element einer größeren Lehre von der Kirche, die schon vorbereitet worden war, von der jetzt allerdings nur ein Fragment blieb. Man konnte sagen: Wenn das Fragment so bleibt, wie es ist, tendieren wir zum Unilateralen… Darum ging es beim Zweiten Vatikanischen Konzil darum, eine komplette Ekklesiologie zu entwerfen." Die Voraussetzungen dafür seien günstig gewesen, Guardini habe davon gesprochen, dass "die Kirche in den Seelen erwacht"; es ging darum, erläuterte der scheidende Papst, die Kirche "nicht als Organisation oder etwas Strukturelles, Juridisches" zu zeichnen, sondern "als Organismus, etwas Lebendiges". Schon damals hätten viele proklamiert "Wir sind Kirche", und das stimme natürlich auch, wenn man die Formel erweitere: "Wir Gläubige zusammen mit Christus sind Kirche".

"Nicht eine Gruppe, die sich zur Kirche erklärt – nein, "Wir sind Kirche" erfordert mein Eingefügt-Sein ins große Wir der Glaubenden aller Zeiten und Orte!" Die Diskussionen über den Begriff "Kollegialität" erscheinen Papst Benedikt im Rückblick "etwas übertrieben": "Vielen schien das ein Machtkampf zu sein, und vielleicht haben einige das wirklich auf dem Konzil so gesehen. Aber im wesentlichen ging es nicht um Macht, sondern um Komplementarität und Vollständigkeit des Leibes der Kirche mit den Bischöfen, als Nachfolger der Apostel tragende Elemente… Einige kritisierten den Begriff der Kirche als "mystischer Leib" Christi, weil er ihnen zu exklusiv erschien; das Konzil hat mit Recht den Begriff von der Kirche als "Volk Gottes" akzeptiert, der bei den Kirchenvätern als Ausdruck für die Kontinuität zwischen Altem und Neuem Testament erscheint und im Neuen Testament bis auf wenige Ausnahmen das jüdische Volk meint. Wir Heiden sind nicht automatisch Volk Gottes – wir werden Söhne Abrahams, wenn wir in Gemeinschaft mit Christus treten…"

Der Begriff "Volk Gottes" impliziere "Kontinuität der Testamente", habe aber auch ein "christologisches Element": "Nur durch Christologie werden wir Volk Gottes, und so gehen die beiden Vorstellungen zusammen." Nach dem Konzil habe sich allmählich herausgestellt, dass "communio", Gemeinschaft, das eigentliche Wesen der Kirche sei.

"Ohne die Kirche ist die Schrift nur ein Buch"
Papst Benedikt sprach auch von der Arbeit ("einem schwierigen Kampf") an der Offenbarungslehre des Zweiten Vatikanums: Während die Protestanten "die großen exegetischen Entdeckungen machten", hätten sich katholische Exegeten "ein bisschen in Schwierigkeiten befunden, behindert durch die Notwendigkeit, sich dem Lehramt zu unterwerfen". Das Konzil habe – vor allem auf Initiative von Papst Paul VI. – deutlich gemacht, dass "die Kirche unter der Schrift steht, dass die Schrift aber ohne die Kirche nur ein Buch ist, das sich so oder so interpretieren lässt, aber keine letzte Klarheit gibt". "Es ist ein Offenbarungs-Dokument geschaffen worden, das eines der schönsten und innovativsten des ganzen Konzils ist. Es sollte noch intensiver studiert werden, denn auch heute tendiert die Exegese dazu, die Schrift außerhalb der Kirche und außerhalb des Glaubens zu lesen, nur im Geist der so genannten historisch-kritischen Methode. Diese Methode ist wichtig, aber nie ausreichend, um letzte Gewissheit zu geben. Nur wenn wir sehen, dass das im letzten nicht menschliche, sondern Gottesworte sind, … können wir die Heilige Schrift gut interpretieren." Da sei, wie er ja auch in der Einleitung zu seinem ersten Jesusbuch geschrieben habe, "noch viel zu tun, um zu einer Lektüre im Geist des Konzils zu kommen".

Bekenntnis zu Ökumene und interreligiösem Dialog
Der Papst würdigte ausdrücklich das Ökumenismus-Dekret des Konzils, sein Bekenntnis zur Religionsfreiheit sowie "Gaudium et Spes", das "die Fundamente der christlichen Ethik erneuert" habe. Als noch "konkreter" habe sich allerdings "Nostra Aetate" erwiesen: "Von Anfang an waren unsere jüdischen Freunde als Beobachter anwesend, die unter anderem uns Deutschen sagten: Nach den traurigen Ereignissen dieses Nazi-Jahrzehnts muss die katholische Kirche ein Wort über das Alte Testament und das jüdische Volk sagen. Sie sagten: Auch wenn die Kirche nicht für die Shoah verantwortlich war, so waren es doch zu einem großen Teil Christen, die diese Verbrechen begangen haben. Es galt also, das christliche Gewissen zu erneuern, auch wenn wir wussten, dass die wahren Gläubigen immer widerstanden hatten."

Bischöfe aus dem arabischen Raum seien "nicht sehr glücklich" über das Vorhaben gewesen, sondern hätten "gewissermaßen eine Glorifizierung des Staates Israel befürchtet". "Das wollten sie natürlich nicht, aber ein wirklich theologisches Wort über das jüdische Volk sahen auch sie als gut und notwendig an. Sie wünschten sich dann allerdings dann auch ein Wort über den Islam – nur so würde es ein Gleichgewicht geben. Wir haben das damals noch nicht ganz verstanden; heute wissen wir, wie notwendig das war." Der Konzilstext über den interreligiösen Dialog habe schließlich "vorausgenommen, was sich erst etwa dreißig Jahre später in seiner ganzen Intensität und Wichtigkeit gezeigt hat".

Eine große Stegreif-Rede von Papst Benedikt, beinahe zu seinem Abschied vom Amt. Wohl auch mit Blick auf die Piusbrüder bekräftigt er: "Die zwei Dokumente über Religionsfreiheit und Nostra Aetate, zusammen mit Gaudium et Spes, sind eine wichtige Trilogie, deren Bedeutung sich erst im Lauf der Jahrzehnte herausgestellt hat, und wir arbeiten noch jetzt daran, diese Verbindung zwischen der Einzigkeit der Offenbarung Gottes, der Einzigkeit des einen, in Christus fleischgewordenen Gottes und der Vielfalt der Religonen besser zu verstehen."

"Es gab auch ein Konzil der Medien"
Neben dem Konzil der Väter habe es auch ein "Konzil der Medien" gegeben, so der Papst abschließend: "Und das war fast ein Konzil für sich selbst. Die Welt hat das Konzil über die Medien wahrgenommen. Das unmittelbar auf die Menschen wirkende Konzil war das der Medien, nicht das der Väter." Dieses Medien-Konzil sei, anders als das wirkliche, keine Glaubensveranstaltung gewesen, sondern habe "den Kategorien der Medien von heute gehorcht, außerhalb des Glaubens, mit einem anderen Verstehensschlüssel". "Das war ein politischer Schlüssel: Für die Medien war das Konzil ein Machtkampf zwischen verschiedenen kirchlichen Flügeln." Ergebnis seien "Banalisierungen der Idee des Konzils" mit Auswirkungen auf die liturgische Praxis und auf die Schriftauslegung. Die dominierende Konzilsdeutung habe "viele Schwierigkeiten und Probleme geschaffen": "Schließende Seminare, schließende Klöster, eine banalisierte Liturgie".

"Und das wahre Konzil hatte Schwierigkeiten, sich zu verwirklichen – das virtuelle Konzil war stärker als das wirkliche. Aber die wahre Kraft des Konzils war doch da, und allmählich wird sie immer mehr Wirklichkeit und wird zur wahren Kraft, die dann auch wahre Reform ist, wahre Erneuerung der Kirche. Mir scheint, wir sehen fünfzig Jahre nach dem Konzil, wie dieses virtuelle Konzil zerbricht und sich verliert, und das wahre Konzil taucht auf mit seiner ganzen spirituellen Kraft. Das ist unsere Aufgabe: dafür zu arbeiten, dass das wahre Konzil Wirklichkeit wird und die Kirche wirkliche Erneuerung erfährt."

Im letzten Satz noch mal ein Hinweis Benedikts XVI. auf seinen bevorstehenden Abschied: "Ich werde immer bei euch sein, auch wenn ich im Gebet zurückgezogen sein werde. Der Herr siegt."

Papst Benedikt XVI. tritt zurück

Am 11. Februar, dem Gedenktag von Unserer Lieben Frau von Lourdes und dem Welttag der Kranken, verlautbarte Papst Benedikt XVI, dass er mit 28. Februar 20.00 Uhr sein Papstamt niederlegen wird.

Die Erklärung des Heiligen Vaters kann hier im Wortlaut nachgelesen werden.

Weltjugendtag 2013 in Rio de Janeiro

Pfingstpredigt von Papst Benedikt XVI

Weihnachtspredigt des Hl. Vaters

hier nachlesen



PAPST BENEDIKT KÜNDIGT JAHR DES GLAUBENS AN

Anlässlich des bevorstehenden 50. Jahrestages des Beginns des Zweiten Vatikanischen Konzils kündigte Papst Benedikt XVI kürzlich ein Jahr des Glaubens an. Dieses soll vom 11. Oktober 2012 bis zum 24. November, dem Christkönigsfest, 2013 dauern, dies kündigte der Heilige Vater beim Abschlussgottesdienst des Neuevangelisierungskongresses an. Nach dem Paulusjahr und dem Priesterjahr ist dieses Jahr des Glaubens das dritte besondere Jahr im Pontifikat Papst Benedikts XVI., der sich dadurch neue Impulse für die Mission und Neuevangelisierung erhofft.

Seine Intention erklärt der Heilige Vater in einem Apostolischen Schreiben in Form eines Motu proprio, das hier nachgelesen werden kann.

Ankündigung des Jahr des Glaubens durch den Papst

Die besten Bilder vom Weltjugendtag 2011

Was bleibt vom Weltjugendtag?

Der Weltjugendtag in Madrid ist zu Ende, was bleibt sind die beeindruckenden Bilder von hunderttausenden friedlichen und fröhlichen Jugendlichen, die Hoffnung und Zuversicht vermitteln. Die Kirche ist jung und die junge Generation, die Jugendlichen, die Jesus lieben und bezeugen, sind viele. 1,5 Millionen junge Christen sind dem Heiligen Vater begegnet und wurden durch seine Worte bestärkt und gesendet. Zu ihnen, aber auch zu uns allen hat er in klaren, tiefen und erbauenden Worten gesprochen. Es sei jedem die Lektüre der Ansprachen und Predigten, allen voran jener beim Abschlussgottesdienst herzlich empfohlen.

Die Papstpredigt von Schlussgottesdienst kann hier nachgelesen werden.

Im nächsten Pfarrbrief wird ein persönlicher Bericht der Weltjugendtagsteilnehmer aus unserer Pfarre folgen.

Der Weltjugendtag naht!

In wenigen Tagen beginnt der Weltjugendtag in Madrid. Auch eine kleine Gruppe aus unserer Pfarre wird in Spanien den Heiligen Vater treffen und sich auf eine Begegnung mit dem lebendigen Gott einlassen. Für die Teilnehmer und vor allem auch diejenigen, die zuhause bleiben, gibt es wichtige Infos und aktuelle Neuigkeiten hier zusammengefasst.

Beileidstelegramm von Papst Benedikt XVI.

Beileidstelegramm von Papst Benedikt XVI. anlässlich des Todes S.k.u.k.H. Erzherzog Otto von Österreichs

Pöcking 9. Juli 2011: Anläßlich des Todes von Dr. Otto von Habsburg sandte Papst Benedikt folgendes Telegramm an Karl von Habsburg:

Seiner Kaiserlichen Hoheit
Erzherzog Karl von Österreich

Mit tiefer Anteilnahme habe ich vom Heimgang Ihres Vaters S.k.k.H. Erzherzog Otto von Österreich Kenntnis erhalten. In der Stunde der Trauer über diesen schmerzlichen Verlust verbinde ich mich mit Ihnen und der gesamten kaiserlichen Familie im Gebet für den Verstorbenen. In einem langen und erfüllten Leben ist Erzherzog Otto zum Zeugen der wechselvollen Geschichte Europas geworden. In Verantwortung vor Gott und im Bewusstsein eines bedeutenden Erbes hat er sich als grosser Europäer unermüdlich für den Frieden, das Miteinander der Völker und eine gerechte Ordnung auf diesem Kontinent eingesetzt. Gott, der Herr, möge ihm sein vielfältiges Wirken zum Wohle der Menschen reichlich lohnen und schenke ihm das Leben in Fülle in seinem himmlischen Reich. Auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria erteile ich den Angehörigen und Allen, die um Erzherzog Otto trauern und für sein ewiges Heil beten, von Herzen den apostolischen Segen.

Benedictus PP. XVI

Diamantenes Priesterjubiläum des Heiligen Vaters

Vor 60 Jahren, genauer gesagt, am Fest der Apostel Petrus und Paulus, dem 29. Juni 1951 empfing Josef Ratzinger gemeinsam mit seinem Bruder Georg und 43 weiteren Kandidaten im Freisinger Mariendom das Sakrament der Priesterweihe. Anlässlich des Diamantenen Priesterjubiläums von Papst Benedikt XVI. hat die vatikanische Kleruskongregation alle Diözesen weltweit zu einem Gebetsgeschenk für den Heiligen Vater aufgerufen. In jeder Diözese soll es zwischen dem 29. Juni und dem 1. Juli eucharistische Anbetungen mit der Gebetsintention um Priesterberufungen und für den Heiligen Vater geben. Für jedes Priesterjahr sollte eine Stunde angebetet werden.

Es kann aber auch jeder Gläubige persönlich dem Heiligen Vater eine Stunde Gebet vor dem Allerheiligsten schenken.
Dazu gibt es in unserer Pfarre die Möglichkeit am Donnerstag, 30. Juni von 9.00 bis 17.00 Uhr und am Freitag, 1. Juli von 18.00 bis 19.00 Uhr.

Besuch des Hl. Vaters in Kroatien

Anfang Juni besuchte Papst Benedikt XVI. Kroatien, ein Land mit langer katholischer Tradition. Bei dieser Gelegenheit zelebrierte er eine Messe im Rahmen des Familientreffens in Zagreb. In der Predigt verwies er auf den Beitrag der Familien zur Evangelisierung und ermutigte die Eltern besonders, ihre Kinder das Beten zu lehren. Es breite sich eine Mentalität aus, die Liebe auf gefühlsselige Gemütregungen und die Befriedigung der eigenen Triebe reduziere, eine Mentalität, die das Leben am Beginn und am Ende bedrohe und die fortschreitende Säkularisierung greife die Fundamente der Ehe und Familie als ganzes an.

In dieser Zeit sei das Zeugnis der Familien besonders wichtig. Als Ermutigung rief der Heilige Vater den Familien zu:

"Zeigt mit eurem Lebenszeugnis, daß es möglich ist, wie Christus ohne Vorbehalte zu lieben, daß man keine Angst haben muß, einem anderen Menschen gegenüber eine Verpflichtung einzugehen! Liebe Familien, freut euch über die Elternschaft! Das Offensein für das Leben ist ein Zeichen für das Offensein gegenüber der Zukunft, für Vertrauen in die Zukunft, so wie die Achtung der natürlichen Moral den Menschen befreit, anstatt ihn zu beeinträchtigen!"
Die gesamte Predigt könnt ihr hier [33 KB] im Wortlaut nachlesen. Alle Ansprachen von Papst Benedikt XVI beim Kroatienbesuch findet ihr unter http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/index_ge.htm

Tag des Gebetes für die Kirche in China

Papst Benedikt XVI. hat zum Gebet für die Kirche in China aufgerufen. Die Religionsfreiheit in dem asiatischen Land ist immer noch stark eingeschränkt. In China gibt es mehr als 10 Millionen Katholiken, die sich seit 1957 in eine vom Staat verfolgte romtreue Untergrundkirche und in die staatlich kontrollierte "Patriotische Vereinigung" aufteilt. Besondere Einschränkungen bzw. Einmischungen der Regierung gibt es beispielsweise bei der Besetzung von Ämtern. So wurden und werden Bischöfe der Patriotischen Vereinigung ohne Rücksprache mit dem Vatikan eingesetzt. Die Gläubigen - vor allem bei Gebildeten und Intellektuellen gibt es einen großes Zulauf zum Katholizismus - ermutigt der Heilige Vater zur Treue gegenüber dem Papst und der Weltkirche.

Heiliger Josef Freinademetz, du großer Missionar und Freund der Chinesen, bitte für die Kirche in China!

Konstitiution über die Liturgie



Im Pfarrgemeinderat beschäftigen wir uns derzeit mit der Liturgie vor und nach dem II. Vatikanischen Konzil. Die Kontitiution über die Heilige Liturgie "Sacrosanctum Concilium" ist sehr empfehlenswert, um die Intention des Konzils bezüglich der Liturgie besser zu verstehen. Da nur wenige die Konzilstexte im Original gelesen haben, gibt es immer wieder Unsicherheiten darüber, das das Konzil eigentlich wollte, deshalb soll hier die Möglichkeit gegeben werden, selbst nachzulesen.

Im Vorwort heißt es:

1. Das Heilige Konzil hat sich zum Ziel gesetzt, das christliche Leben unter den Gläubigen mehr und mehr zu vertiefen, die dem Wechsel unterworfenen Einrichtungen den Notwendigkeiten unseres Zeitalters besser anzupassen, zu fördern, was immer zur Einheit aller, die an Christus glauben, beitragen kann, und zu stärken, was immer helfen kann, alle in den Schoß der Kirche zu rufen. Darum hält es das Konzil auch in besonderer Weise für seine Aufgabe, sich um Erneuerung und Pflege der Liturgie zu sorgen.

2. In der Liturgie, besonders im heiligen Opfer der Eucharistie, "vollzieht sich" "das Werk unserer Erlösung" (1), und so trägt sie in höchstem Maße dazu bei, daß das Leben der Gläubigen Ausdruck und Offenbarung des Mysteriums Christi und des eigentlichen Wesens der wahren Kirche wird, der es eigen ist, zugleich göttlich und menschlich zu sein, sichtbar und mit unsichtbaren Gütern ausgestattet, voll Eifer der Tätigkeit hingegeben und doch frei für die Beschauung, in der Welt zugegen und doch unterwegs; und zwar so, daß dabei das Menschliche auf das Göttliche hingeordnet und ihm untergeordnet ist, das Sichtbare auf das Unsichtbare, die Tätigkeit auf die Beschauung, das Gegenwärtige auf die künftige Stadt, die wir suchen (2). Dabei baut die Liturgie täglich die, welche drinnen sind, zum heiligen Tempel im Herrn auf, zur Wohnung Gottes im Geist (3) bis zum Maße des Vollalters Christi (4). Zugleich stärkt sie wunderbar deren Kräfte, daß sie Christus verkünden. So stellt sie denen, die draußen sind, die Kirche vor Augen als Zeichen, das aufgerichtet ist unter den Völkern (5). Unter diesem sollen sich die zerstreuten Söhne Gottes zur Einheit sammeln (6), bis eine Herde und ein Hirt wird (7).

3. Darum beschließt das Heilige Konzil, für die Förderung und Erneuerung der Liturgie folgende Grundsätze ins Gedächtnis zu rufen und praktische Richtlinien aufzustellen. Unter diesen Grundsätzen und Richtlinien sind manche, die sowohl auf den römischen Ritus wie auf alle Riten angewandt werden können und müssen. Indes sind die folgenden praktischen Richtlinien so zu verstehen, daß sie nur für den römischen Ritus gelten, es sei denn, es handle sich um Normen, die aus der Natur der Sache auch die anderen Riten angehen.

4. Treu der Überlieferung erklärt das Heilige Konzil schließlich, daß die heilige Mutter Kirche allen rechtlich anerkannten Riten gleiches Recht und gleiche Ehre zuerkennt. Es ist ihr Wille, daß diese Riten in Zukunft erhalten und in jeder Weise gefördert werden, und es ist ihr Wunsch, daß sie, soweit es not tut, in ihrem ganzen Umfang gemäß dem Geist gesunder Überlieferung überprüft und im Hinblick auf die Verhältnisse und Notwendigkeiten der Gegenwart mit neuer Kraft ausgestattet werden.


Der gesamt Text kann hier [140 KB] nachgelesen werden.

Alle weiteren Konzilstexte und wertvolle Dokumente wie zB alle Enzykliken von Johannes Paul II und Benedikt XVI können unter www.vatican.va nachgelesen werden.

Botschaft zum Weltgebetstag um geistliche Berufe

Am 15. Mai begeht die Katholische Kirche den Weltgebetstag um geistliche Berufungen. Hier kann die Botschaft von Papst Benedikt XVI [30 KB] zu diesem Anlass nachgelesen werden.

Gebet und Bitte um geistliche Berufungen

Herr Jesus,
berufe viele junge Menschen
zu deiner Mitarbeit.
Hilf ihnen, die Schwierigkeiten, die sich
der Jugend heute stellen, zu überwinden.
Und wenn du jemanden berufst,
um ihn ganz deinem Dienst zu weihen,
möge diese Berufung von der ersten Regung an
im Feuer deiner Liebe erglühen,
wachsen und andauern bis ans Ende. Amen

Papst Johannes Paul II.



Herr Jesus Christus,
sende Arbeiter in deine Ernte!
Laß viele junge Menschen
deine Liebe erfahren,
und schenke ihnen
eine tiefe Sehnsucht,
dir nachzufolgen.
Führe alle, die du zu deinem Dienst
im Priester- und Ordensstand
erwählt hast,
zum Ziel ihrer Berufung.
Heiliger Geist, wirke du
in den Herzen aller Gläubigen,
und entzünde in ihnen
das Feuer deiner Liebe.
Maria, du Mutter aller,
begleite uns auf dem Weg
unserer je eigenen Berufung.
Amen.

www.kamillianer.at)

Besonders eignet sich auch das Engelbertgebet.

Seliger Johannes Paul II.

Mehr als eine Million Gläubige, darunter viele Staatsoberhäupter, Politiker, Kardinäle, Bischöfe, Priester und Ordensleute und vor allem Verehrer des geliebten polnischen Papstes Johannes Paul II. hatten sich am 1. Mai in Rom versammelt um voll Freude der Seligsprechung des verstorbenen Heiligen Vaters beizuwohnen.

Um dieses wunderbare Ereignis noch nachwirken zu lassen, kann hier [43 KB] die Predigt von Papst Benedikt XVI. nachgelesen werden.

Johannes Paul II seliggesprochen!

Gebet zum neuen Seligen:

O heilige Dreifaltigkeit!
Wir danken dir, dass Du der Kirche Papst Johannes Paul II. geschenkt hast und dafür, dass Du in ihm die Zärtlichkeit Deiner väterlihen Liebe, die Herrlichkeit des Kreuzes Christi und den Glanz des Geistes der Liebe hast erstrahlen lassen.
Er hat sich ganz und gar Deiner unbegrenzten Barmherzigkeit sowie der mütterlichen Fürbitte Mariens anvertraut und gab uns so ein lebendiges Bild von Jesus, dem guten Hirten.
Er hat uns die Heiligkeit als hohen Maßstab für ein christliches Leben im Alltag aufgezeigt, welches auf diese Weise ein Weg zur ewigen Gemeinschaft mit Dir werden kann.
Gewähre uns, wenn es Deinem Willen entspricht, durch seine Fürbitte die Gnade, die wir in der Hoffnung erflehne, dass er bald unter Deine Heiligen gezählt wird. Amen.

(aus Novene - 9 Tage mit dem seligen Papst Johannes Paul II.)


Hommage an Johannes Paul II.

Anlässlich der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. hat der Vatikan eine eigene Website mit Bildmaterial, Gebeten, Zitaten, Videoausschnitten und Texten vom Heiligen Vater erstellt. Die Seite bietet die wunderbare Gelegenheit, die Biographie des polnischen Papstes zu studieren, sein Pontifikat Revue passieren zu lassen und sich in seine Schriften zu vertiefen. Alle Verehrer von Papst Johannes Paul II. werden eine große Freude mit dieser Seite haben und sollten unbedingt auf http://www.giovannipaoloii.va/de/ vorbeischauen.

Segen Urbi et orbi

Am Hochfest der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus spendet der Heilige Vater nach dem Angelus-Gebet den apostolischen Segen "Urbi et orbi". Der Segen kann über Radio, Fernsehen oder Internet empfangen werden. Mit dem Empfang des Segens können alle Gläubigen guten Willens unter den üblichen Bedingungen (Beichte, entschlossene Abkehr von der Sünde, Kommunionempfang und Gebet auf Meinung des Hl. Vaters) einen vollkommenen Ablass gewinnen.

Kreuzweg mit dem Papst

Alljährlich betet der Papst am Karfreitag den Kreuzweg am Kolosseum. In diesem Jahr stammt der Text der Betrachtungen zu den Kreuzwegstationen von einer Frau, der Augustiner-Nonne Sr. Maria Rita Piccione, O.S.A.

Der Text kann unter http://www.vatican.va/news_services/liturgy/documents/index_via-crucis_ge.html nachgelesen werden.

Gebet für den Papst

16. April - Geburtstag des Heiligen Vaters


Herr, wir glauben und bekennen voll Zuversicht,
dass du deiner Kirche Dauer verheißen hast,
solange die Welt besteht.

Darum haben wir keine Sorge und Angst um
den Bestand und die Wohlfahrt deiner Kirche.

Wir wissen nicht, was ihr zum Heile ist.

Wir legen die Zukunft ganz in deine
Hände und fürchten nichts, so drohend
bisweilen die Dinge auch scheinen
mögen.

Nur um das eine bitten wir dich innig:
Gib deinem Diener und Stellvertreter,
dem Heiligen Vater,
wahre Weisheit, Mut und Kraft.

Gib ihm den Trost deiner Gnade in diesem Leben
und im künftigen die Krone der Unsterblichkeit.

John Henry Newman
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22. Oktober Gedenktag für Johannes Paul II

Der Vatikan hat bekannt gegeben, dass der offizielle Gedenktag für Papst Johannes Paul II. der 22. Oktober, das Datum seiner Papstwahl im Jahr 1978, sein wird. Gegen den Todestag, den 2. April sprach vor allem, dass er häufig in die Fastenzeit fällt. Das Gedenken ist für Rom und Polen verpflichtend, andere Diözesen können darum ansuchen, dass auch in ihrem Gebiet der Gedenktag festgeschrieben wird. Ist die Eintragung des Seligen in den diözesanen liturgischen Kalender erfolgt, gibt es auch die Möglichkeit Kirchen dem seligen Johannes Paul II. zu weihen.

Neuer Jugendkatechismus erschienen

Unter der Redaktion von Kardinal Christoph Schönborn wurde unter Einbeziehung von Jugendlichen aller Alters- und Bildungsstufen ein eigener Jugendkatechismus mit dem Titel YOUCAT erarbeitet und kürzlich in Wien vorgestellt. Mit Hilfe des Katechismus soll das Glaubenswissen vertieft und gefestigt werden. Näheres über den YOUCAT erfahrt ihr im kommenden Glaubensboten.

Österreichische Bischöfe begrüßen Kreuzurteil

In der Presseerklärung zur Frühjahrsvollversammlung der österreichischen Bischofskonferenz von 21. bis 24. März 2011 in Brixen (Südtirol) äußern sich die Bischöfe erfreut über die kürzlich gefällten Urteile bezüglich der Anbringung von Kreuzen im öffentlichen Raum. Dazu heißt es wörtlich:

1. Das Kreuz im öffentlichen Raum
Mit bahnbrechenden Urteilen haben sowohl der österreichische Verfassungsgerichtshof als auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in zwei unterschiedlichen Fällen bekräftigt, dass das Kreuz seinen Platz im öffentlichen Raum hat. Beide Urteile anerkennen das Kreuz als religiöses und kulturelles Symbol, das in den vom Christentum geprägten Ländern Europas ein wichtiges Element einer gemeinsamen Identität ist. Gleichzeitig wird klar festgehalten, dass vom Kreuz kein Zwang ausgeht: Als „passives Symbol“ indoktriniert es nicht, haben 15 von insgesamt 17 Richtern der Großen Kammer des EGMR mit deutlicher Mehrheit festgehalten.
Die österreichischen Bischöfe begrüßen beide Grundsatzurteile und sehen darin eine Stärkung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit und eine Wahrung der Rechte von Eltern und Kindern auf religiöse Erziehung. Die Entscheidungen der Höchstrichter stärken das Vertrauen der Bürger in die durch Verfassung und Menschenrechtskonvention garantierten Grundrechte. Die Bischofskonferenz dankt allen, die sich um das Zustandekommen der Klarstellungen bemüht haben. Der österreichische Gesetzgeber hat in dieser Frage bereits in der Vergangenheit eine klare rechtliche Basis geschaffen, die für das Zusammenleben in einer pluralen und multireligiösen Gesellschaft einen verlässlichen Rahmen bietet und gelebte Toleranz ermöglicht. Zu erinnern ist auch an die am 19. November 2009 mit den Stimmen von SPÖ, ÖVP, FPÖ und BZÖ angenommene parlamentarische Entschließung, die sich für „die Präsenz von religiösen Symbolen im öffentlichen Raum“ und „die Anbringung von Kreuzen in den Schulklassen“ ausgesprochen hat.
Religiösen Symbolen ist es eigen, dass sie eine vielschichtige Bedeutung in sich tragen. Im Klassenzimmer wie im Gerichtssaal gibt es Beurteilungen und Urteile - das Kreuz hält den Blick offen, dass solch menschliche Entscheidungen keine letztgültigen sind. Es entlastet und relativiert zugleich. Das Kreuz im Krankenzimmer, in dem sich oft unerbittlich die Sinnfrage stellt, steht als Garant einer letzten Hoffnung, denn beim Kreuz ist auch die Auferstehung. Das Kreuz mahnt an, zu welchen Grausamkeiten der Mensch gegenüber Unschuldigen fähig ist und es erinnert gleichzeitig an die Lebenshingabe für Menschen in Liebe. Durch das Kreuz wird deutlich, dass hier Menschen wirken, die sich unter Gott wissen und sich selbst nicht zum Maß der Dinge erheben. Auch für die Andersgläubigen kann sich so eine gemeinsame Basis des Vertrauens ergeben, die für das Zusammenleben sehr wichtig ist.
Es gibt daher nicht nur gläubige Christen, sondern auch Menschen aus anderen Religionen und auch solche, die von sich sagen, dass sie nicht an Gott glauben, die beide Urteile begrüßen. Dies unterstreicht die lebensbejahende und friedensstiftende Botschaft des Kreuzes, die für jeden Menschen zur Quelle der Hoffnung werden kann. Christen sehen darin mit Blick auf Ostern die Botschaft von der Auferstehung und von der Liebe Gottes zu den Menschen.
Es liegt an jedem Christen, die Botschaft des Kreuzes Jesu Christi durch das eigene Leben zu bezeugen, damit das Symbol eine lebendige Realität bleibt.
Hier weiterlesen. [214 KB]




Treffpunkt Weltkirche

Der von Kirche in Not veranstaltete Kongress Treffpunkt Weltkirche, der am Sonntag in Würzburg zu Ende gegangen ist, zeichnete sich durch hochrangige Referenten, aktuelle Themen und echte Katholizität aus.

Hier einige Links für Vorträge zum Nachlesen bzw. Nachhören:

Abschlusspredigt von Kardinal Meisner

Hervorragender Vortrag von Gabriele Kuby

Zusammenfassung des Vortrags von DDDr. Peter Egger

Abschlussrede von P. Karl Wallner



Programm der Papstreise

Die deutsche Bischofskonferenz hat das grobe Programm für den Besuch von Papst Benedikt XVI. im September in Deutschland bekanntgegeben und das offizielle Motto "Wo Gott ist, da ist Zukunft" vorgestellt.

Donnerstag, 22. September 2011
Ankunft des Papstes in Berlin-Tegel, offizielle Begrüßung durch den Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue
Rede des Papstes vor dem Deutschen Bundestag
Eucharistiefeier in Berlin

Freitag, 23. September 2011
Ankunft des Papstes in Erfurt, offizielle Begrüßung durch die Ministepräsidentin
Eucharistiefeier auf dem Domplatz zu Erfurt
Marienlob an der Wallfahrtskapelle Etzelsbach im Eichsfeld

Samstag, 24. September 2011
Ankunft des Papstes in Lahr und Transfer nach Freiburg, Begrüßung des Papstes auf dem Münsterplatz
Vigilfeier mit Jugendlichen

Sonntag, 25. September 2011
Eucharistiefeier und Angelusgebet des Papstes auf dem Flughafengelände von Freiburg
Rede des Papstes im Freiburger Konzerthaus
Rückflug nach Rom

Die Erklärung des Logos findet ihr auf der Seite der Deutschen Bischofskonferenz unter
http://www.dbk.de/themen/papst-in-deutschland/



Botschaft von Papst Benedikt XVI. zur Fastenzeit



In der Einleitung schreibt Papst Benedikt XVI. an die Gläubigen:

Liebe Brüder und Schwestern!


Die Fastenzeit, die uns zur Feier des heiligen Osterfestes hinführt, ist für die Kirche eine überaus kostbare und wichtige liturgische Zeit. Im Hinblick darauf freue ich mich, ein besonderes Wort an euch zu richten, da sie mit entsprechendem Eifer gelebt werden soll. Während die Gemeinschaft der Kirche der endgültigen Vereinigung mit ihrem Bräutigam beim ewigen Ostern entgegenharrt, verstärkt sie, unermüdlich im Gebet und in Werken der Liebe, ihre Anstrengungen auf dem Weg der Reinigung im Geist, um mit größerer Fülle aus dem Geheimnis der Erlösung das neue Leben in Christus zu schöpfen (vgl. Präfation für die Fastenzeit I).

Den gesamten Text könnt ihr hier [34 KB] nachlesen.

Übertritt in die katholische Kirche

Rund 20 Priester und 600 Laien treten ins neu errichtete katholische Personal-Ordinariat "Our Lady of Walsingham" ein



London (kath.net/KAP) In Großbritannien bereiten sich ab Aschermittwoch insgesamt 33 größere Gruppen von Anglikanern auf den Übertritt zur katholischen Kirche in den Ostertagen vor. Es handelt sich dabei um rund 20 Priester und 600 Laien, die dem neuerrichteten katholischen Personal-Ordinariat "Our Lady of Walsingham" beitreten wollten, berichtete die italienische katholische Nachrichtenagentur SIR am Dienstag. Nach einer mehrwöchigen Vorbereitungszeit können die Konvertiten am Gründonnerstag oder zu Ostern mit dem Empfang des Sakraments der Firmung offiziell in die katholische Kirche aufgenommen werden. Die ersten Priesterweihen für das neue Ordinariat sollen demnach zu Pfingsten erfolgen.


Der Vatikan hatte im November 2009 mit dem Papst-Erlass "Anglicanorum coetibus" eigene Kirchenstrukturen für übertrittswillige Anglikaner ermöglicht. Sie erlauben den Konvertiten die Beibehaltung einer Reihe von anglikanischen Traditionen. Mitte Jänner 2011 war in Großbritannien das erste Personal-Ordinariat errichtet und der frühere anglikanische Bischof Keith Newton zum Leiter ernannt worden. Weitere Ordinariate könnten demnächst in den USA, in Kanada und Australien errichtet werden, hieß es in Rom.

Der Vatikan hat mehrfach unterstrichen, dass die neuen Strukturen keine Belastung für den ökumenischen Dialog zwischen Katholiken und Anglikanern sein dürften. Es gehe nicht um das aktive Abwerben von Mitgliedern anderer Kirchen; jedoch wolle man Personen, die ihrerseits um Aufnahme nachsuchen, eine neue geistliche Heimat anbieten.

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Alle Rechte vorbehalten.



Ermordeter pakistanischer Minister "echter Christ"



Ermordeter Minderheiten-Minister "ein Märtyrer" - "Er ist getötet worden, weil er Christ war"
06.03.2011

Vatikanstadt (KAP) Für Kurienkardinal Jean-Louis Tauran ist der am Mittwoch ermordete Minderheiten-Minister Shahbaz Bhatti ein Märtyrer. "Er ist getötet worden, weil er Christ war", sagte der Präsident des interreligiösen Dialog-Rates am Wochenende gegenüber "Radio Vatikan". Bhatti sei ein "echter Christ" gewesen, der nie ein negatives Wort gegen seine Widersacher geäußert habe. Tauran berichtete, er habe Briefe von muslimischen Botschaftern erhalten, die sich gegen die Täter wandten. Dies sei "nicht der Islam" gewesen, sondern "Personen, die den Islam gebrauchen und derart irrige Taten verüben", zitierte der Kardinal aus den Briefen.
Ebenfalls über "Radio Vatikan" wurde ein Schreiben von Bhatti publik, das Tauran als eine Art "geistliches Testament" bezeichnete. Darin schrieb der Politiker, ihm seinen höhere Regierungsämter angeboten worden, falls er seinen Kampf für die Christen aufgäbe. Er habe abgelehnt, auch wenn er sich damit in Lebensgefahr begeben habe.
Ihm gehe es nicht um Popularität oder Macht, hatte Bhatti geschrieben. Er wolle Christus nachfolgen, "für ihn leben und für ihn sterben". Obwohl Extremisten ihn und seine Familie mehrmals bedrohten und versuchten, ihn einzusperren und zu töten, habe er keine Angst in Pakistan, so die Worte Bhattis.

copyright 2011 Katholische Presseagentur Österreich www.kathpress.at

Beatus Ioannes Paulus II.

Die Seligsprechung am 1. Mai 2011.

Kath.Net dokumentiert in einer eigenen Übersetzung die Stellungnahme der Selig- und Heiligsprechungskongregation zur Seligsprechung von Johannes Paul II.

Rom (kath.net)
INFORMATION DER KONGREGATION FÜR DIE SELIG- UND HEILIGSPRECHUNGSPROZESSE ÜBER DEN VERLAUF DES SELIGSPRECHUNGSFALLES DES VEREHRUNGSWÜRDIGEN DIENERS GOTTES JOHANNES PAUL II . (KAROL WOJTYŁA)

Am 14. Januar 2011 hat der Heilige Vater Benedikt XVI. während der Seiner Eminenz, dem hochwürdigsten Herrn Kardinal Angelo Amato, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, gewährten Audienz dieselbe Kongregation bevollmächtigt, das Dekret über das Wunder zu promulgieren, das der Fürbitte des ehrwürdigen Dieners Gottes Johannes Paul II. (Karol Wojtyła) zugeschrieben wird. Dieser Akt beschließt den Weg, der dem Ritus der Seligsprechung vorausgeht, über dessen Datum der Heilige Vater entscheiden wird.

Wie bekannt, begann das Verfahren durch päpstliche Dispens vor dem Ablauf der von der geltenden Gesetzgebung verlangten fünf Jahre nach dem Tod des Dieners Gottes. Diese Vorgehensweise wurde vom gewaltigen Ruf der Heiligkeit ausgelöst, dessen sich Papst Johannes Paul II. im Leben, im Sterben und nach dem Tod erfreute. Für alle anderen Bereiche wurden die allgemeinen kirchenrechtlichen Bestimmungen für die Selig- und Heiligpsrechungsprozesse vollständig beachtet.

Von Juni 2005 bis April 2007 wurden daher sowohl die diözesane römische Hauptuntersuchung als auch die Untersuchungen in verschiedenen anderen Diözesen (durch Rechtshilfe) vorgenommen, was das Leben, die Tugenden und den Ruf der Heiligkeit sowie die Wunder betrifft. Die rechtliche Gültigkeit der kanonischen Verfahren wurde mit Dekret vom 4. Mai 2007 durch die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse anerkannt. Nach Prüfung der entsprechenden Positio äußerten sich dann neun theologische Konsultoren des Dikasteriums im Juni 2009 positiv in Bezug auf den heroischen Grad der Tugenden des Dieners Gottes. Im darauffolgenden November wurde unter Beachtung der üblichen Prozedur dieselbe Positio dem Urteil der Kardinäle und Bischöfe der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse unterworfen, welche sich mit zustimmendem Urteil äußerten.

Weitere Informationen auf www.kath.net

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Internationales Ministrantentreffen in Rom

Bei der Generalaudienz am Mittwoch, den 4. August sprach Papst Benedikt besonders zu den über 50 000 Ministranten, die sich derzeit zu einer Wallfahrt in Rom befinden. Auszüge aus der Ansprache des Heiligen Vaters findet ihr in unserer Rubrik Ministranten.

Papst Benedikt XVI. hat die Gründung einer Behörde zur Neu-Evangelisierung in der säkularisierten westlichen Welt angekündigt.

Rom (kath.net/KNA)
Papst Benedikt XVI. hat die Gründung einer Behörde zur Neu-Evangelisierung in der säkularisierten westlichen Welt angekündigt. Die neue Kurienstelle solle die Verkündigung der Botschaft Jesu in jenen Ländern fördern, die eine lange christliche Tradition besäßen, gegenwärtig jedoch von einer fortschreitenden Säkularisierung geprägt seien, sagte der Papst am Montag bei einem Gottesdienst in der römischen Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Nach den Worten Benedikt XVI. soll die neue Behörde die Form eines «Päpstlichen Rates» haben.

In seiner Predigt am Vorabend des Hochfestes Peter und Paul betonte der Papst, dass der Prozess der Säkularisierung in einigen Regionen der Welt zu einer «schweren Krise» des christlichen Glaubens und der Kirche geführt habe. Zugleich erfülle jedoch auch den Menschen des Dritten Jahrtausends in den «Wüsten der säkularisierten Welt» ein «Hunger nach Gott». Der Wunsch nach einem erfüllten Leben in Wahrheit, Freiheit und Liebe jenseits der rein materiellen Bedürfnisse sei nach wie vor verbreitet. Der Papst sagte, es gehe nicht darum, neue Inhalte zu verkünden, sondern den christlichen Glauben in der gegenwärtigen Situation mit «adäquaten Mitteln» zu erneuern.

Zugleich nannte Benedikt XVI. die Kirche eine maßgebliche Kraft der Erneuerung in der Welt. Dies verdanke sie nicht ihren eigenen Bemühungen, sondern der Kraft des Evangeliums. Die gegenwärtigen historischen, sozialen und vor allem spirituellen Herausforderungen gingen über das menschliche Vermögen hinausgingen, so der Papst.

Er betonte, die Neuevangelisierung müsse mit verstärkten Bemühungen um die Einheit der Christen einhergehen. Als «hoffnungsvolles Zeichen» auf diesem Weg wertete er die Anwesenheit einer Delegation des Patriarchen von Konstantinopel bei den Feierlichkeiten zum römischen Patronatsfest.

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Papst Johannes Paul II.

In Erinnerung an den 5. Todestag am 2. April!

Hirtenbrief

PDF-Datei zum Download!

Predigt zum Aschermittwoch

Vatikan

"Tugendgrad" für Johannes Paul II. u. Pius XII.

Bedeutender Schritt in den Seligsprechungsverfahren für beide Päpste
19.12.2009

Vatikanstadt (KAP) Papst Benedikt XVI. hat seinen beiden Vorgängern Pius XII. (1939-58) und Johannes Paul II. (1978-2005) den heroischen Tugendgrad zuerkannt. Damit ist das Seligsprechungsverfahren für beide Päpste einen entscheidenden Schritt weitergegangen. Vor einer Seligsprechung ist jedoch noch der Nachweis einer Wunderheilung erforderlich.

Insgesamt bewilligte Papst Benedikt XVI. am Samstag 21 Dekrete der Seligsprechungskongregation. Darin erkennt er unter anderem das Martyrium des 1984 vom polnischen Geheimdienst entführten und ermordeten Priesters Jerzy Popieluszko an, der der damals verbotenen Gewerkschaft Solidarnosc nahestand. Zudem bestätigte der Papst in einem Dekret den heroischen Tugendgrad für die englische Ordensgründerin Mary Ward (1585-1645). Die Mary-Ward-Schwestern, die sich früher als "Englische Fräulein" bezeichneten, sind heute besondere im Erziehungs- und Bildungsbereich tätig.

Quelle: www.kathpress.co.at
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Papstbrief über das Priesterjahr [69 KB]

Weitere Dokumente unter www.stjosef.at.
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Aus aktuellem Anlass Auszüge aus der Rede Mutter Teresas anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises 1979

[.. Heute, da ich diesen großen Preis erhalte - ich persönlich bin äußerst unwürdig – bin ich glücklich wegen unserer Armen, glücklich, dass ich die Armen verstehen kann, genau gesagt die Armut unserer Leute. Ich bin dankbar und sehr glücklich, ihn im Namen der Hungrigen, der Nackten, der Heimatlosen, der Krüppel, der Blinden, der Leprakranken zu erhalten. Im Namen all' derer, die sich unerwünscht, ungeliebt, nicht umsorgt fühlen, die aus der Gesellschaft ausgestoßen sind, die eine Last für die Gesellschaft und von jedem ausgeschlossen sind. Ich nehme den Preis in ihrem Namen an und bin sicher, dieser Preis wird eine neue verstehende Liebe zwischen den Reichen und den Armen bringen. Hierauf bestand Jesus, darum kam er auf die Welt, diese frohe Botschaft den Armen zu bringen.

Ich habe eine Überzeugung, die ich Ihnen allen mitteilen möchte: der größte Zerstörer des Friedens ist heute der Schrei des unschuldigen, ungeborenen Kindes. Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind in ihrem eigenen Schoss ermorden kann, was für ein schlimmeres Verbrechen gibt es dann noch, als wenn wir uns gegenseitig umbringen. Sogar in der Heiligen Schrift steht: "Selbst wenn die Mutter ihr Kind vergessen könnte, ich vergesse es nicht". Aber heute werden Millionen ungeborener Kinder getötet, und wir sagen nichts. In den Zeitungen lesen wir dieses und jenes, aber niemand spricht von den Millionen von Kleinen, die empfangen wurden mit der gleichen Liebe wie Sie und ich, mit dem Leben Gottes. Und wir sagen nichts, wir sind stumm.

Für mich sind die Nationen, die Abtreibung legalisiert haben, die ärmsten Länder. Sie fürchten die Kleinen, sie fürchten das ungeborene Kind. Und das Kind muss sterben, weil sie dies eine Kind nicht mehr haben wollen - nicht ein Kind mehr - und das Kind muss sterben. Und ich bitte Sie hier im Namen der Kleinen: rettet das ungeborene Kind, erkennt die Gegenwart Jesu in ihm!

Als Maria Elisabeth besuchte, hüpfte das Kind vor Freude im Schoss der Mutter in dem Augenblick, als Maria ins Haus kam. Das Ungeborene brachte Freude. Daher versprechen wir hier, jedes ungeborene Kind zu retten. Gebt jedem Kind die Gelegenheit, zu lieben und geliebt zu werden. Wir bekämpfen Abtreibung mit Adoption. Mit Gottes Gnade werden wir es schaffen. Gott segnete unsere Arbeit. Wir haben Tausende von Kindern gerettet, sie haben ein Heim gefunden , in dem sie geliebt werden, wo sie erwünscht sind, wohin sie Freude gebracht haben.

Deshalb fordere ich Sie heute auf, Majestäten, Exzellenzen, meine Damen und Herren, Sie alle, die aus vielen Ländern der Erde gekommen sind: Beten Sie, dass wir den Mut haben mögen, das ungeborene Leben zu schützen. Hier in Norwegen haben wir nun die Gelegenheit, dafür einzutreten. Gott segnete Sie mit Wohlstand, aber in vielen Familien hier haben wir vielleicht jemanden, der nicht hungrig ist nach einem Stück Brot, der sich jedoch vergessen oder ungeliebt fühlt, der Liebe braucht. Liebe beginnt zu Hause, dort zuerst.

So bete ich für Sie, dass Sie das Gebet in Ihre Familien bringen. Die Frucht des Gebetes wird sein, dass wir glauben, dass wir es für Christus tun. Wenn wir wirklich glauben, werden wir anfangen zu lieben, und wir werden dann natürlich einander lieben, zuerst in unserem eigenen Heim, dann unseren nächsten Nachbarn, dann die Menschen in dem Land, in dem wir leben. Lassen Sie uns alle in das Gebet einstimmen: "Gott, gib uns den Mut, jedes ungeborene Kind zu schützen". Denn das Kind ist das größte Geschenk Gottes für die Familie, für ein Volk und für die Welt. Gott segne Sie!