Allerseelen 2011
Predigt zu Allerseelen 20011 in Zell am Ziller
L: Phil 3,20-21; Ev.: Joh 14,1-6
Liebe Gläubige aus der Pfarre! Lieb heimgekehrte Gäste!
Zu Allerheiligen und Allerseelen trifft man viele Menschen, die sozusagen
heimgekommen sind, um einen Besuch beim Grab zu machen, Menschen die hier
eine Heimat hatten, hier Heimat gefunden haben und deshalb immer wieder
hierher zurückkommen. Vieles hier macht Heimat wieder bewusst, die
Landschaft, unsere schöne Pfarrkirche und natürlich der Friedhof, in dem
unsere Vorfahren begraben sind.
Heimat ist Identität
Mit Heimat verbinden wir Menschen vor allem Identität, da sind wir, wer wir
sind, da können wir sein, wie wir sind. Diese Identität spüren wir an Orten,
die uns vertraut sind, sie hängt zusammen mit Begebenheiten und Erlebnissen,
die uns geformt haben und vor allem ist Heimat dort, wo Beziehungen
gewachsen sind, in der Familie, in der Schule, in Kultur und Vereinen, mehr
noch in Freundschaften und vor allem auch auf der geistlichen Ebene.
Dieser Gedanke führt uns weiter zur heutigen Lesung, in der Paulus den
Philippern sagt: Unsere Heimat ist im Himmel. Heute sind diese Worte an
uns gerichtet. Diese Heimat und die Wohnung im Haus des Vaters, von der
Jesus im Evangelium spricht, ist in einem noch viel tieferen Sinne Heimat,
denn hier gibt es die wirkliche, wahre und tiefste Identität. Hier wird der
Mensch, wozu er geschaffen und bestimmt ist, wo er ganz glückselig sein
kann. Unsere Heimat ist im Himmel, weil Gott uns im Augenblick der Zeugung
eine unsterbliche Seele erschaffen hat, weil wir sein Abbild in uns
tragen, unsere Heimat ist im Himmel, weil wir durch die Taufe gerufen
wurden, Kinder Gottes zu sein und IHM ähnlich zu werden.
Das Verhältnis irdischer und ewiger Heimat
So haben wir Christen eine irdische Heimat und zugleich eine ewige Heimat,
die in einer Beziehung zueinander stehen. Die irdische Heimat ist
vergänglich, die ewige Heimat beginnt bereits mitten in der irdischen
Heimat. Die irdische Heimat müssen wir einmal zurücklassen. Die ewige Heimat
haben wir vor uns. Unsere irdische Heimat kann zum Vorzimmer der ewigen
Heimat werden.
Irdische Beheimatung kann gut oder auch weniger gut gelingen. Wenn irdische
Heimat gut gelingt, dann kann die Gefahr auftreten, dass sich der Mensch
damit begnügt, im rein Irdischen aufgeht und so das Eigentliche, die ewige
Heimat ausblendet oder gar verfehlt. Dann ist die irdische Heimat zum
Gottersatz, zum Götzen geworden. Gelungene irdische Beheimatung sollten wir
Christen dankbar als einen Vorgeschmack auf die ewige Heimat erkennen, um
uns so noch mehr nach der ewigen Heimat auszustrecken. Ein besonderes
Beispiel ist die Ehe zwischen Mann und Frau. Sie soll ein Abbild sein
zwischen der Liebe Christi zur Kirche. Der junge Kaiser Karl sagte am
Hochzeitstag zu seiner Frau: Jetzt können wir uns gemeinsam helfen, in den
Himmel zu kommen. Er hatte ein tiefes Verständnis von Ehe.
Wenn irdische Beheimatung schlecht gelingt, dann besteht die Gefahr, dass
wir überhaupt den Begriff Heimat verlieren, andererseits fällt es einem
vielleicht leichter, sich nach der größeren, ewigen Heimat auszustrecken.
Letztlich führt der Weg zum Himmel über die Bereitschaft, alles irdische
loszulassen. Als Christen können wir sogar manche Widerwärtigkeiten,
Schwierigkeiten und Leiden als Möglichkeiten oder als Mittel betrachten, uns
schon jetzt fester in der ewigen Heimat zu verankern.
Die heilige Kirche Vorzimmer des Himmels
Die ewige Heimat wird bereits in diesem Leben grundgelegt. Ihr Ort ist vor
allem die heilige Kirche. Sie lässt uns z. B. in der Feier der Eucharistie
bereits mit einem Fuß im Himmel stehen. Sie schenkt uns Jesus Christus, der
unser Weg, die Wahrheit, das Leben und damit Inbegriff der ewigen Heimat
ist. Die heilige Kirche hilft uns, jetzt in diesem Leben Gott in den
Mittelpunkt zustellen und zu IHM eine lebendige Beziehung aufzubauen. Sie
hilft uns damit, die Erde zum Vorzimmer des Himmels zu machen. In Ihr
bereitet uns Christus den Platz im Himmel vor.
Der Himmel beginnt dort, wo Gott in der Mitte ist, wo sein Wille erkannt und
angenommen wird.
Sinn des Gebets für unsere lieben Verstorbenen
Liebe Gläubige! Am heutigen Tag wollen wir insbesondere jetzt bei der
Heiligen Messe für unsere Verstorbenen beten. Wenn wir Gewissheit hätten,
dass sie bereits in Gott vollendet sind, dass sie eben schon zur Fülle der
Heiligkeit gelangt sind, dann bräuchten wir nicht für sie beten, weil unsere
Gebete der ewigen Fülle nichts mehr hinzufügen und in ihr nichts mehr
verändern können. Wenn wir die Gewissheit hätten, dass unsere Verstorbenen
sich endgültig von Gott abgewandt hätten und verloren wären, dann bräuchten
wir nicht für sie zu beten, weil es nichts nützen könnte. Weil wir aber
annehmen, dass unsere lieben Verstorbenen auf dem Weg zu letzten Vollendung
noch der Läuterung, der Reinigung bedürfen, hat es einen tiefen Sinn, dass
wir für sie beten, ihnen unsere Liebe, gute Werke und auch unsere Leiden
schenken, die wir in diesem Geiste annehmen.
Die Beziehung zu den Verstorbenen in rechter Weise pflegen
Unser Gebet für die Verstorbenen ist notwendig und hat einen tiefen Sinn,
weil wir wissen, dass wir Menschen durch die Freiheit, die Gott uns
geschenkt hat, am eigenen Heil mit der Gnade Gottes mitwirken, und dass wir
uns als Gemeinschaft in Gott uns gegenseitig unterstützen können. Unser
Gebet für Verstorbene ist besonders wirksam, wenn wir Unabgeschlossenes
großherzig vergeben, wenn wir bei schuldhaften Versäumnissen um Vergebung
bitten, am besten in der Beichte und wenn wir unsere Verstorbenen loslassen,
sie nicht besitzend festhalten, um sie auf der geistlichen Ebene im Blick
auf Gott neu zu lieben. Deshalb ist es eine gute Anregung, jeden
Friedhofsbesuch mit einem Besuch in der Kirche beim Tabernakel zu verbinden.
Hier sind wir in Gott den Verstorbenen noch näher und geistlich verbunden.
So gut eine geistliche Verbindung mit den Verstorbenen im Gebet ist, sosehr
sollten wir Abstand nehmen von jeder Versuchung zum Spiritismus, von allen
Versuchen, direkte Jenseitskontakte herzustellen. Alle diese Praktiken sind
gefährlich für das Heil der Seele und entschieden abzulehnen. Denn dabei
könnten wir Geister rufen, die wir dann nicht loswerden und es kann schwere
seelische Beeinträchtigungen wie Schwermut und Lebensüberdruss oder Defizite
in der religiösen Haltung wie einen Widerwillen gegen alles Geistliche zur
Folge haben.
Unsere Wünsche an die Verstorbenen
Jesus sagte den Jüngern, dass er gehen wird, um für sie einen Platz
vorzubereiten. Wir wünschen unseren Verstorbenen, dass sie eine ewige
Wohnung bei Gott bekommen. Dafür wollen wir beten und indem wir selbst
dieses Ziel entschieden vor Augen haben und anstreben, indem wir schon auf
Erden in der heiligen Kirche die ewige Beheimatung suchen, tun wir am
meisten für unsere Verstorbenen. So betrachten wir unser Leben als
Heimreise, die von der Vorfreude auf das ewige Ziel gekennzeichnet ist.
Mit diesen Wünschen im Herzen wollen wir für unsere heimkehrenden
Verstorbenen beten und die Heilige Messe feiern als Unterpfand der künftigen
Herrlichkeit, in der wir wieder vereint werden mit unseren Verstorbenen, in
der Gemeinschaft mit Gott, den Engeln und Heiligen. Amen.
Begräbnis von Pfarrkirchenrat Franz Fankhauser
Predigt Begräbnis Franz Fankhauser, 21. Oktober 2011
L.: Phil 3,20-21; Ev.: Joh 15, 1-11;
Liebe Gattin Frieda, liebe Söhne, Geschwister und Angehörige, Liebe Pfarremeinde- und Pfarrkirchenräte, liebe liebe Bruderschafter, liebe Schützen- und Feuerwehrkameraden, liebe Imker, liebe versammelte Trauergemeinde!!
Als ich am Mittwoch in der Früh die Nachricht hörte, dass Rauthäusl Franzal in der Nacht verstorben sei, da kam mir spontan der Gedanke: Der Franzal ist unauffällig gestorben, er ist eingeschlafen, er ist irgendwie so gestorben, wie er gelebt hat, er ist so gestorben wir er gewirkt.
Natürlich steht es einem Pfarrer nicht zu, über das Leben eines Menschen zu befinden oder gar darüber zu werten, weil wir als Christen wissen, dass vor dem Angesicht Gottes nur ER, Gott maßgeblich ist, dass wir Menschen vor IHM niemals mit Leistungen punkten können, weil wir von SEINER Barmherzigkeit leben.
Tief verwurzelt und beheimatet
Wenn ich trotzdem über unseren lieben Verstorbenen einige Dinge sagte, dann tue ich es, weil sein Leben, weil Aspekte seines Lebens eine wichtige Botschaft sind, gerade für unsere Zeit.
Wer Franzal kannte, der wusste: Er war ein Mann, der tief verwurzelt war, ein Mann der beheimatet warin seiner Familie, als treuer Gatte und Vater, in seiner Arbeit, als Bauer mit Leib und Seele, als verlässlicher geschickter Handwerker,im Vereinswesen als treuer Schütze, als einsatzbereiter Feuerwehrmann und als Imker und in der heiligen Mutter Kirche.
Franzal war besonders beheimatet in der Kirche. Schon als kleiner Bub war er als Ministrant tätig, begleitete den Dekan oder Kooperator wenn es sein musste auch bei Nacht auf Versehgängen auf den Gerlosberg hinauf, schon in jungen Jahren übernahm der den Dienst des Sammlers, den er an die 70 Jahre mit selbstverständlicher Treue ausgeübt hat, als Kirchenrat hat er seinen handwerklichen Hausverstand in den Dienst der Kirche gestellt, als Caritassammler hat er vieles bewirkt und als Bruderschafter hat er den Herrn angebetet, IHM die Ehre erwiesen. Ja, die Kirche war seine Heimat und ein besonderer Wesenszug Franzals war seine Treue, in unauffälliger Einfachheit und Beständigkeit da zu sein.
Als Kirche Rebzweige am Weinstock des Herrn sein
Und gerade das ist eine wichtige Botschaft für uns heute. Wir leben in einer Zeit, die sehr lautstark geworden ist. Manchmal hat es den Anschein, dass auch das kirchliche Leben in diesen Strudel des Zeitgeistes hineingerissen wird. Wer lauter schreit, scheint recht zu haben, wer dominanter auftritt, scheint sich durchzusetzen, viele treten mit Forderungen an die Kirche heran oder kritisieren sie hartherzig, während sie zugleich dreist behaupten, wir sind Kirche.
Und da stellt sich die Frage: Wer ist denn die Kirche, wer trägt die Kirche? Die heilige Mutter Kirche ist der Weinstock Christi mit den Rebzweigen. Der Heilige Vater hat im Olympiastadion in Berlin daran erinnert, dass Christus der Weinstock ist und wir die Reben sind (Joh 15,5). Wenn wir auf diese Weise wie die Reben am Weinstock in der Kirche mit Christus verbunden sind, dann sind wir auch untereinander verbunden. Deshalb ist es zuerst Christus, der die Kirche trägt und dann sind es die Reben, jene Glieder, die sich ganz von IHM leiten lassen, die sich immer wieder in Treue mit IHM verbinden, die nicht sich selbst verwirklichen wollen, sonder im Dienen ihre Erfüllung finden. Die stillen Beter, Menschen, die ihre Leiden Gott schenken, die einfachen, treuen Diener, wie unser Franzal einer war, sie vor allem tragen die Kirche mit, sie tragen die Kirche durch stürmische Zeiten, weil sie nicht an der Oberfläche bleiben, sondern weil sie im Geist des Dienens die tiefere Wirklichkeit, den Herrn vor Augen haben.
Unsere Heimat ist im Himmel
Der Apostel Paulus sagt uns heute besonders. Unsere Heimat ist im Himmel (Phil 3,20). Wenn wir Reben am Weinstock Christi sind, dann sind wir als Glieder SEINER Kirche schon jetzt verwurzelt in unserer eigentlichen Heimat, im Himmel. Die Rebe, die am Weinstock bleibt und sich vom Herrn ständig reinigen lässt, bringt reiche Frucht. Als lebendige Christen sind wir so Pilger die nach vorne und nach oben blicken, die Christus, den sie erwarten, entgegengehen. die Verbindung mit Christus wird schon jetzt gestärkt und vertieft in der Heiligen Messe, wo wir IHM wirklich begegnen dürfen.
Eine lebendige Opfergabe sein
Unser lieber Verstorbener Franzal war an die 70 Jahre lang ein treuer Sammler bei den Gottesdiensten, natürlich auch bei unzähligen Begräbnissen. Er hat die Opfergaben der Gläubigen eingesammelt, für SEINE Kirche, für die Kirche Christi. So sind die Opfergaben der Gläubigen letztlich Gaben für den Altar und zugleich Zeichen für die geistlichen Opfergaben der Gläubigen. Wenn wir heilige Messe feiern, dann sind wir als Rebzweige aufgerufen, geistige Opfer, vor allem unsere Bereitschaft, sich vom Herrn reinigen zu lassen und in IHM zu blieben, auf den Altar zu legen. Ja, wir sind gerufen uns selbst als lebendige Gabe darzubringen um dann die größte Gabe, den Herrn selbst geistlich in der Anbetung und leiblich in der Kommunion zu empfangen.
Wenn wir jetzt die Heilige Messe feiern für unseren treuen Diener Franzal, für einen treuen Diener Seiner Kirche, dann wollen wir zum Altar gehen, dort wo unsere eigentliche Heimat ist, um uns neu in IHM, in Christus zu verwurzeln. Wir wollen dabei auch im Geiste unseren lieben Verstorbenen Franzal, sein Lebensopfer zum Altar mitnehmen. Der Herr möge sein Lebensopfer annehmen und ihm das schenken, was er denen verheißen hat, die IHN lieben, die vollkommene Freude bei IHM in der Ewigkeit, Amen.
» zur Parte
Predigt vom 14. September (Kreuzerhöhung)
Predigt Kreuzerhöhung in Maria Rast, 14. Sept. 2011 Radio Maria
Liebe Gläubige!
Es ist oft erstaunlich, wie aktuell sogar das Alte Testament erscheint. Das
Volk Israel ist von auf dem Weg durch die Wüste, als Volk, das von Gott
durch Mose befreit worden war. Da taucht plötzlich ein Problem auf, dass zu
allen Zeiten Menschen betraf. Das Volk Israel ist noch nicht in der Lage, in
Freiheit zu leben. Es ist zu anstrengend. Die Israeliten verlieren den Mut.
Sie sehenen sich zurück nach den Fleischtöpfen Ägyptens. Da machen sie einen
fatalen Fehler. Sie lehnen sich gegen Gott und Mose auf, sie werden
ungehorsam. Geschichtlich gesehen ist das, vielleicht etwas pointiert
ausgedrückt, das erste Kirchenvolksbegehren.
Der Ungehorsam hatte fatale Folgen. Gott schickte Giftschlangen unter das
Volk. Diese bissen die Menschen und viele Israeliten starben daran.
Aber und das ist das Frohe an dieser Botschaft - die Israeliten kehrten um
und sagten zu Mose: Wir haben gesündigt, denn wir haben uns gegen den Herrn
und gegen dich aufgelehnt. Bete zum Herrn, dass er uns von den Schlangen
befreit.
Mose erhöht dann im Auftrag Gottes eine Schlange auf einer Fahnenstange und
jene, die von einer Schlange gebissen worden sind und im Gehorsam gegenüber
Mose zur Schlange aufblickten, wurden gerettet.
An diese Stelle denkt Jesus, wenn er in Johannes 3,14 sagt: Wie Mose die
Schlange in der Wüste erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden,
damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat. Der am Kreuz
erhöhte Christus bringt Rettung.
Damit wird klar: Wie durch den Ungehorsam des Ersten Menschen das Gift der
Sünde in die Welt kam, so kam durch den Gehorsam Christi das Heil in die
Welt. Christus war gehorsam bis zum Tod, IHN hat Gott über alle erhöht. ER
ist die Rettung für alle, die im Gehorsam, im Glauben zu ihm aufblicken. Der
Ungehorsam bringt den Tod, der Gehorsam das Leben. Der Gehorsam Christi bis
zum Tod am Kreuz ist Ausdruck der höchsten Liebe Gottes.
Diese theologisch sehr bedeutsamen Schriftstellen sie enthalten eine wahre
Kreuzestheologie zeigen uns auch eine geistliche Wirklichkeit in der
Pastoral, im Alltagsleben auf, die Bedeutung und die Folgen von Gehorsam und
Ungehorsam gegenüber Gott und der Kirche.
Wenn der Mensch ungehorsam ist, wenn er in seinem Stolz aufbegehrt gegenüber
Gott und seiner Kirche, dann kommt es wie damals bei den Israeliten, es
kommen geistlich gesprochen - Giftschlangen, die tödlich sind. Der stolze,
ungehorsame Mensch fällt durch den Ungehorsam in die Sünde, die die Hl.
Katharina an mehreren Stellen das Gift nennt. Denn der Ungehorsam ist ja die
eigentliche Ursünde, die den Menschen von Gott, von der lebensspendenden
Kraftquelle trennt. Es entsteht eine Dynamik des Unheils. Geistliche
Giftschlangen wie der Geiz, Habsucht, Streben nach Ehre, selbstsüchtige
Sinnlichkeit, Streit, Neid und Tücke, die Untreue und das Misstrauen und
viele andere Laster stellen sich ein, die den Menschen hinunterziehen, ihm
die Lebenskraft rauben und den geistlichen Tod zur Folge haben.
Wenn der Mensch, wie damals die Israeliten, umkehrt, sich an die Heilsmittel
der Kirche und an Gott wendet, dann tritt die Dynamik des Heils ein. Das
Gift der Sünde ist nicht mehr tödlich, es verliert seine Wirksamkeit. Der
Mensch kann heil werden. Die Wunden, die die Sünden geschlagen haben, können
heilen. Die Taufe stellt den Menschen bereits in die neue Heilsordnung
hinein. Deshalb macht der Priester bei der Taufe dem Täufling ein
Kreuzzeichen auf die Stirn, das Zeichen Christi, des Erlösers.
Im Blick auf den Gekreuzigten Herrn und die Bereitschaft, im konkreten Leben
Christus nachzufolgen, liegt das Heil. So sind wir Getaufte Christen
berufen, mit dem Blick auf den das Kreuz Christus nachzufolgen. Der so
verstandene Gehorsam gegenüber Christus und seiner Kirche wird dann zu einer
Quelle des Lebens. Der Mensch findet Freude am Glauben, der Mensch bekommt
die Kraft zur Treue, im Menschen blühen die verschiedenen Tugenden auf wie
die Liebe, die Sanftmut, die Geduld, das Vertrauen, die Beständigkeit etc.
Das Ja des Gehorsams ist ein Ja zum Glauben, es wird zu einem Ja zum Leben,
zu einem Ja zum anderen, ja auch zu einem Ja zu allen Schwierigkeiten und
schließlich zu einem Ja zum Kreuz.
Dieses tiefe Geheimnis können wir Menschen erkennen, wenn wir uns auf den
Weg des Gehorsams einlassen. Dann wird uns bewusst, was wir tun, ja was ER,
Christus tut, wenn wir Messe feiern, wenn wir das Kreuzesopfer, seinen Tod
und seine Auferstehung feiern. Wir werden von IHM, Christus hineingezogen in
das Heilsgeschehen, erfahren Heiligung und sind schon mit einem Fuß im
Himmel. Amen.
Predigt vom 13. September (Notburga)
Predigt zum Fest der Heiligen Notburga, 13. September 2011 in Maria Rast
Liebe Gläubige! Liebe Hörerfamilie von Radio Maria!
Ein Seitenaltarbild in unserer Wallfahrtskirche Maria Rast zeigt und die
Heilige Notburga, geb. um 1265 in Rattenberg, gest. am 13. September 1313
auf Schloss Rottenburg, ein Zeichen, wie sehr diese Volksheilige in unserer
Gegend als Patronin der Dienstmägde und der Landwirtschaft vom Volk verehrt
wird.
Vor einiger Zeit hörte ich einen Vortrag eines Pastoraltheologen, der sagte
sinngemäß, in traditionellen Gesellschaften war das Gehör wichtig, heute ist
es das Geschrei.
Wir leben in einer Zeit des Geschreis. Wer lauter schreit hat recht. Wer die
Medien hinter sich hat, wird hochgejubelt. Wer mehr Geld hat, der gilt mehr.
Wer stärker ist so scheint es der setzt sich durch. Immer mehr wird das
Recht des Stärkeren zur ungeschriebenen Norm. Ist diese Entwicklung gut?
Werden wir durch diese Art von Fortschritt reicher, erfüllter, glücklicher?
Die heilige Mutter Kirche, die nicht nur am meisten Erfahrung hat sondern
die doch mehr ist als eine bloß menschliche Institution, eben SEINE Kirche,
die Kirche Christi, gibt uns wichtige, überzeitliche Maßstäbe, Gott, die
Wahrheit, das Heil des Menschen, die Heiligkeit.
Deswegen rückt die Kirche vor allem die Heiligen in den Mittelpunkt.
Man könnte sich Gedanken machen wie es der Heiligen Notburga ergehen würde,
wenn diese heute leben würde. In der Öffentlichkeit würde sie möglicherweise
gar nicht wahrgenommen werden, oder vielleicht sogar negativ auffallen, als
Betschwester, als Exotin, die den Feierabend und den Sonntag noch einhält,
als arme Frau, die neuere Entwicklungen verschlafen hat.
Die Kirche und wir als Gläubige verehren sie als große Heilige. Gerade sie
kann uns heute vieles sagen. Ich möchte versuchen, von der Heiligen
Notburga, von ihrem Leben einige Botschaften für uns abzuleiten.
1) Der Mensch wird reich, wenn er anderen gibt!
Die heilige Notburga hat, als sie auf der Rottenburg gedient hat, die
übriggebliebenen Speisereste an Arme verteilt. Als ihr das verboten wurde,
hat sie gefastet, viel von ihrem eigenen Essen eingespart, um es den Armen
zu geben. Dafür wurde sie von der Rottenburg schimpflich verjagt. Notburga
ist durch ihr Verhalten an den Armen innerlich reich geworden, sie hat in
den Armen Christus immer tiefer kennengelernt.
Die Rottenburg wurde durch den Abgang Notburgas ärmer. Es ging schnell
bergab, moralisch durch Streit, Zank und Unfrieden, und dann auch
wirtschaftlich. Eine Entwicklung, die wir heute global beobachten können.
Zuerst wird Gott auf die Seite gestellt, dann verkommt die Moral und
schließlich geht es auch wirtschaftlich bergab. Auf der Rottenburg hat man
diesen Zusammenhang erkannt und die heilige Notburga zurückgeholt. Bald ging
es dann wieder aufwärts. Der eigentliche Reichtum, der Glaube, der Friede
sind wieder eingezogen. Eine zweite Botschaft der Heiligen Notburga:
2) Dem Gottesdienst darf nichts vorgezogen werden!
Von der Heiligen Notburga ist das Sichelwunder überliefert. Sie diente bei
einem Bauern in Eben am Achensee. Als eines Tages die Glocken zum Feierabend
läuteten, wollte Notburga von der Feldarbeit aufhören, der Bauer versuchte
entgegen ursprünglicher Abmachung sie daran zu hindern. Notburga warf die
Sichel in die Luft, die dann an einem Sonnenstrahl hängen blieb zum Zeichen
dafür, dass Notburga recht hatte, dass sie Gott auf ihrer Seite hatte.
Notburga lehrt uns die Bedeutung des Sonntages und des Feierabends. Sie sagt
uns damit: Gott kommt zuerst. Wenn der Mensch Gott hat, dann ist er
unendlich reich, dann gewinnt er auch das richtige Maß für andere
Lebensbereiche. An Notburga wird deutlich, dass ihre Nächstenliebe, ihre
Hingabe an die Menschen aus der Gottesliebe kam. Wenn der Mensch bei Gott
einkehrt, das ist auch eine Botschaft aus dem Leben der Heiligen Notburga,
dann findet er inneren Frieden und kann auch zum Friedensstifter werden.
Eine dritte Botschaft.
3) Das wahre Glück des Menschen besteht in der Heiligkeit
Der Historiker Josef Gelmi berichtete von Kaiser Karl der während des ersten
Weltkrieges einmal in Innsbruck war, um eine Kaiserjägerausstellung zu
eröffnen. Auf der Heimfahrt nach Wien ließ er den Zug in Jenbach stoppen und
ging mit seinen Begleitern zu Fruß hinauf nach Eben, um dort bei der
Heiligen Notburga zu beten. Ein Monarch verehrt eine Dienstmagd, weil er
sich vor Gott verantwortlich wusste und sein Amt als Dienst betrachtete.
Notburga hatte eine große Anziehungskraft, weil sie eine Heilige war. Sie
sagt uns damit, dass die Heiligkeit das eigentlich erstrebenswerte ist.
Nicht das, was wir haben, was wir in den Augen der Menschen sind, sondern
was wir vor Gott sind ist wichtig.
Die heilige Notburga lehrt uns so, in einer Welt des Geschreis Gott zu
hören, die Ruhe und den Frieden bei Gott zu suchen.
Die heilige Notburga erinnert uns daran, dass der Christ in der
Verantwortung vor Gott, im Dienen, in den Tugendhaftigkeit seine Erfüllung
findet.
Sie lehrt uns Christen, dass wir als Getaufte, ja dass jeder Getaufte
berufen ist, nach Heiligkeit zu streben, dass darin die christliche
Selbtverwirklichung liegt.
Als Notburga auf die Rottenburg zurückkam, ging es dort, wie ich schon
erwähnt hatte, wieder aufwärts. Menschen haben sich versöhnt, Friede kehrte
ein, der Wohlstand kam zurück. Die Heilige Notburga übt ihren Dienst als
Heilige weiter aus. Wenn wir sie verehren, ist sie in unserer Mitte und
wirkt weiter.
So wollen wir jetzt mit der Heiligen Notburga zu Christus gehen, dem sie
gedient hat und dem sie in den Armen begegnete.
Predigt vom 12. September 2011 (Radio Maria)
Einleitung
Liebe Gläubige aus der Pfarre und aus der Umgebung!
Liebe Hörerfamilie von Radio Maria!
Ich darf sie heute willkommen heißen hier in der Wallfahrtskirche Maria Rast im Zillertal und an den Radiogeräten. Wir feiern heute die Heilige Messe mit dem Chor Magnificat. Der Namens dieses Chors Magnificat drückt die Spiritualität dieses Chors aus, Gott zu lobpreisen durch den Gesang im Gottesdienst aber auch durch das Leben im Alltag.
So sind wir auch heute versammelt am Festtag Mariä Namen, um in der Heiligen Messe mit Maria, mit allen Engeln und Heiligen einzutreten in den Lobpreis der Kirche durch die Feier der Heiligen Messe.
Der heutige Marienfesttag Mariä Namen geht zurück auf die Befreiung Wiens bei der zweiten Türkenbelagerung am 12. September 1683, die besonders der Fürsprache Marias zugeschrieben wurde. Besondere Bedeutung erlangt diese Gedenktag in Österreich nach Zweiten Weltkrieg. Damals, als Österreich von vier Besatzungsmächten besetzt war, schlossen sich 100.000e Menschen dem von Petrus Pavlicek ins Leben gerufenen Gebetsgemeinschaft für die Freiheit Österreichs, die später Rosenkranzsühnekreuzzug genannt wurde an und beteten für die Freiheit Österreichs und den Frieden in der Welt.
So ist es eine schöne Fügung, dass wir heute an diesem Marienheiligtum diesen für Österreich so bedeutsamen Gedenktag feiern dürfen. Wir wollen uns am Beginn des Gottesdienstes darauf besinnen, dass wir sündige Menschen sind und Gottes Erbarmen anrufen.
Predigt!
Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du es gesagt hast. Mit diesem Satz, liebe Gläubige, mit dieser Antwort Marias begann die Heilsgeschichte, das Erlösungswerk Jesu Christi. Dieser Satz drückt die Zustimmung Marias aus, zum Willen Gottes, zu seinem Heilsplan, zum Erlösungswerk, ja zu ihrer persönlichen Mitwirkung daran.
Fiat mihi, das Lebensprogramm Mariens
Mit diesem Satz ist Marias Lebensprogramm ausgedrückt. Fiat mihi, mir geschehe nach Deinem Worte. Dieser Satz ist nicht nur eine einmalige Entscheidung Marias, sondern er ist in Maria zur inneren Haltung geworden, Maria hat dieses Ja gelebt durch alle Lebenslagen durch alle Schwierigkeiten hindurch. Er ist Wirklichkeit geworden bei der Herbergsuche und bei der Geburt Jesu in Betlehem, bei der Weissagung Simeons im Tempel, bei der Flucht nach Ägypten, bei der Suche nach dem verlorenen Knaben im Jerusalem, im geistigen Mittragen der Sendung Jesu und der Erfahrung seiner Ablehnung bis hin zum Mitgehen des Kreuzweges und zum Stehen unter dem Kreuz.
Deshalb verkörpert Maria in einmaliger Weise das Fiat, das Mir geschehe, das Ja zu Gott, das Ja zum Leben, die Tugend des Gehorsams. Als Mutter der Kirche lehrt und zeigt uns Maria: Dort, wo dieses Ja gesprochen wird, dort, wo wir sterbliche, fehlbare Menschen in dieses Ja hineintreten, wenn wir ja zu Gott sagen, wenn wir ja sagen zu den Aufgaben, die uns gestellt sind, wenn wir in guten und bösen Tagen unser Ja zum Partner oder zur Berufug leben und erneuern, wenn wir ja sagen zum Ruf Gottes nach Heiligkeit, dort geschieht der Wille Gottes, dort beginnt das Reich Gottes auf Erden, dort öffnen sich die Quellen der Gnade, dort wächst der Glaube und es entsteht Einheit, es wird der Raum für die wahre Freiheit der Kinder Gottes geschaffen.
So selbstverständlich das klingt, so einfach es aussieht, so sehr scheint heute das Gegenteil propagiert zu werden. Ja, leben nicht geradezu in einem Klima des Ungehorsams, des Neins. Schon in der Heiligen Schrift wird uns vom Gegenteil des Gehorsams berichtet, vom Non serviam des Lichtengels Luzifer, der eine Karriere machen wollte, der selbst wie Gott sein wollte und daher nein gesagt. Sein Programm hieß:
Ich will nicht dienen. Mein Wille geschehe.
Das non serviam: Klerikalistische Versuchungen des Ungehorsams
Viele Medien versuchen heute mit viel Aufwand, aus einem Aufruf einiger weniger Pfarrer, dem offenbar ein Konflikt zwischen zwei Klerikern zugrunde liegt, einen Aufstand des Kirchenvolkes gegen die Hierarchie herbei zu schreiben oder an die Wand zu malen. In Wirklichkeit geht es dabei mehr um eine Versuchung, die vor allem Menschen betrifft, die in der Kirche zu Ämtern, Diensten und Aufgaben berufen sind, früher hätte man gesagt eine Versuchung zum Klerikalismus. Das Volk, die einfachen Gläubigen scheinen hier mehr Opfer einer besonderen Art von kirchlichem Missbrauch zu sein.
Diese Versuchung des Neins, der Tendenz des Mein Wille geschehe, die es durch alle Zeiten hindurch gab und uns letztlich alle betreffen kann, äußert sich vor allem ein zwei Formen, die ich jetzt, unabhängig von der gegenwärtigen kirchlichen Situation darstellen möchte.
Einerseits ist es die Versuchung der Macht, der Selbstmächtigkeit, d. h. der Mensch möchte den Willen Gottes, wie er uns durch die Kirche gelehrt wird, abändern, zurechtzubiegen, letztlich dem eigenen Willen ein- oder sogar unterzuordnen. Es beginnt damit, dass der Mensch versucht, nicht dem wahren lebendigen Gott in der Kirche zu begegnen, sondern sich ein Bild von ihm zu machen, das ihm genehm ist, damit macht er aber Gott zum Götzen. Die Versuchung geht weiter in dem Willen, die Kirche umzugestalten nach dem eigenen Willen, aus der Kirche Christi eine selbstentworfene, bloß soziologische Gemeinschaft zu machen, die Versuchung setzt sich fort im Bestreben, die Lehre des Glaubens und der Sitte (Gebote) dem eigenen Gutdünken zu unterwerfen und sie dementsprechend zu verändern. Dann ist es aber nicht mehr Wort Gottes, der Wein des Evangeliums, sondern das Wasser menschlicher Satzungen, das die lebensbestimmende und lebensverändernde Kraft eingebüßt hat.
Andererseits gibt es die Versuchung, das Hirten- Lehr- bzw. Wächteramt zu verweigern. Auch das ist letztlich ein Ungehorsam. Wir Priester, aber auch Religionslehrer, Professoren und auch Eltern sind oft in Gefahr, dadurch ungehorsam zu sein, dass wir unsere Pflichten aus mangelnder Hingabe und egoistischer Selbstliebe nicht erfüllen. Dass wir z. B. den Gehorsam nicht mehr einzufordern, um unsere Ruhe zu haben, dass wir die brüderliche Zurechtweisung unterlassen, um nicht anzuecken, dass wir
Glaubensverfälschungen zulassen, um sich durch Korrekturen nicht unbeliebt zu machen, dass wir schweigen, wo wir reden sollten. Geradezu verderblich wirkt sich diese Haltung aus, wenn berufene Wächter sich den Wölfen anbiedern oder mit ihnen heulen, unter den Schafen Irrtümer verbreiten, Zweifel säen oder sogar zum Ungehorsam ermutigen. Sie verweigern damit den Menschen (Schafen) das wahre Brot des Evangeliums und geben ihnen die Steine des Dissenses. Die schlafenden Wächter sind die eigentlichen Förderer des Ungehorsams, der sich wie ein Gift ausbreitet.
Gehorsam und Ungehorsam nach der Heiligen Katharina
Die Heilige Katharina von Siena, die die Kirche abgrundtief geliebt hat,
spricht vom heiligen Gehorsam gegenüber Gott und der heiligen Kirche. Der
Gehorsam, so sagt sie, hält die Schuld der Todsünde fern und sichert uns das
Leben der Gnade. Für die Gehorsamen werden die Mühen zur Freude, die Seufzer
zur Speise und die Tränen zum Trank. Die Gehorsamen suchen die Ehre Gottes
und das Heil der Seelen. Indem sie der Lehre und den Spuren des gekreuzigten
Christus folgen, trinken sie dadurch gleichsam aus dem Herzen der Liebe die
Milch der göttlichen Süßigkeit.
Vom Ungehorsam sagt die heilige Katharina, kommt alles Übel. Er beraubt die
Seele der Gnade, nimmt dem Menschen die Liebe und die Demut, jene Flügel,
die uns in die Ewigkeit tragen. Die Ungehorsamen sind sich selbst
unerträglich, ohne jegliche Bruderliebe, gefangen in der Eigenliebe und sie
kosten schon in diesem Leben das Unterpfand der Hölle. Die Frucht des
Ungehorsams ist der Tod.
Liebe Gläubige: Maria, die Mutter Gottes, verkörpert den liebenden Gehorsam,
sie führt uns zu Jesus hin, der gehorsam war bis zum Tod. Es ist der Weg zur
Freiheit der Kinder Gottes, der Weg zur wahren Kindschaft Gottes, der Weg
des Heiles. Wenn wir Messe feiern, Kreuz und Auferstehung unseres Herrn,
dann feiern wir die größte Gehorsamstat und die Frucht davon, die
Auferstehung und das neue Leben. Lassen wir uns jetzt von Maria in das
heilige Geschehen der Messe hineinführen, zur Vereinigung mit unserem Herrn.
Amen.
Anregung: Rosenkranzsühnekreuzzug für die Freiheit Österreichs von den vier
Besatzungsmächten.
Heute schlittern wir immer mehr in eine geistige Unfreiheit hinein. Der Materialismus, die Esoterik, die Überbetonung der Sinnlichkeit, die ungeordnete Selbstliebe sind Mächte, die uns Menschen immer mehr gefangen halten. Deshalb ist das Gebet in dieser Lage sehr wichtig, das Gebet um die Einheit der Kirche Österreichs, das Gebet und die geistige Freiheit.
Fürbitten:
Wir beten zu Jesus, der Maria als Werkzeug seines Heilsplanes auswählte:
1) Für unseren Papst Benedikt: Stärke ihn und gib, dass seine bevorstehende Reise nach Deutschland viele geistliche Früchte bringt.
2) Für alle, die den Namen der Gottesmutter tragen, dass sie auf ihre Fürsprache Deinen Schutz erfahren
3) Für alle Völker, die in Unfrieden leben, besonders für die Menschen in Syrien. Schenke ihnen Einheit und Frieden.
4) Für die Kirche Österreichs: Gib dass die evangelischen Räte, die Sakramente, das Wort Gottes und das Gebet wieder als Quelle der Erneuerung besonders geschätzt werden.
5) Für uns alle die wir hier oder an den Radiogeräten versammelt sind. Schenke uns Mut zum Glauben, Freude am Christsein und lass uns Dich durch unser Leben preisen.
Barmherziger Gott, am Namensfest der Jungfrau Maria bitten wir dich um deine
Gnade durch Christus, unseren Herrn. Amen.
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