Jahresberichte

Jahresbericht 2017

Das Katholische Bildungswerk Zell am Ziller kann auf ein sehr ereignisreiches und erfolgreiches Jahr mit vielen gelungenen Veranstaltungen zurückblicken. Insgesamt wurden acht Vortragsveranstaltungen zum Großteil in Kooperation mit der Pfarre Zell am Ziller durchgeführt. Dabei konnten einige im gesamten deutschen Sprachraum renommierte Persönlichkeiten als Referenten gewonnen werden, wie zB der Psychiater DDr. Raphael Bonelli, der deutsche Politiker Willy Wimmer oder der Historiker Michael Hesemann. Inhaltlich wurde dem Gedenkjahr 100 Jahre Fatima durch einen Vortrag von Dekan Dr. Ignaz Steinwender (am 28.01.2017) Rechnung getragen und auch das so genannte Lutherjahr wurde durch den Vortrag „Der wahre Luther – wo der Reformator irrte“ (am 25.09.2017) berücksichtigt. Außerdem wurde die aktuelle Thematik des Bienensterbens in dem Vortrag von Rosi Fellner „Brauchen wir die Honigbiene noch“ (am 09.06.2017) aufgegriffen. Einen Besucherrekord gab es in der bestens gefüllten Aula der MMS bei der Veranstaltung „Perfektionismus – Wenn das Soll zum Muss wird“ mit DDr. Bonelli am 04.03.2017. Weiters gab es in einer Veranstaltung mit den Pfarrgemeinderäten des Dekanats Zell am Ziller einen Vortrag von Dr. Otmar Stefan zum Thema „Von der Betreuungskirche zur missionarischen Kirche“ am 13.05.2017. „Eine Mission auf den Philippinen“ ein Erfahrungsbericht des Vorarlberger Missionars P. Laurentius Bischof und der äußerst lebenspraktische Vortrag „O du stille Zeit – Weihnachten Wunsch und Praxis“ komplettierten das abwechslungsreiche Bildungsangebot des Katholischen Bildungswerkes. Am Ende dieses Bildungsjahres möchte ich mich besonders bei der Marktgemeinde Zell am Ziller, sowie bei der MMS Zell am Ziller für die hervorragende Zusammenarbeit und die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, sowie bei meiner Mitarbeiterin Magdalena Fankhauser und allen Helfern und insbesondere bei allen Besucher unserer Veranstaltungen ganz herzlich bedanken.



Gerlinde Fankhauser
Leiterin des Katholisches Bildungswerk Zell am Ziller

Bericht zum Vortrag von DDr. Bonelli

DDr. Raphael Bonelli begeisterte Publikum

Am 4. März gastierte der renommierte Neurowissenschaftler und Psychiater DDr. Bonelli in der mit über 260 überwiegend jungen Hörerinnen und Hörern gefüllten Aula der MMS Zell am Ziller. Bereits zum wiederholten Mal konnte Bildungswerkleiterin Gerlinde Fankhauser den Bestsellerautor und beliebten Referenten für einen Vortrag gewinnen.

Unter dem Titel „Perfektionismus – Wenn das Soll zum Muss wird“ beschrieb Bonelli auf gewohnt humorvolle und spritzige Art, wie sich Perfektionismus äußert, zeigte anhand von Beispielen aus seinem Praxisalltag innere Muster des vom Perfektionismus geplagten Menschen auf und gab wertvolle Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung von krankhaftem Perfektionismus, den er als häufige Vorstufe eines Burnouts identifizierte und von einem gesunden Perfektionismusstreben unterschied. Dr. Bonelli kam zu sprechen auf den Schlankheits-, Gesundheits- und Schönheitswahn und skizzierte den Perfektionismus bei der Erziehung durch „Helikopter- bzw. Curlingeltern“ (Überbehütung). Der Perfektionismus beim gesunden Essen zeige sich im Kreisen um dieses Thema, in Schuldgefühlen bei Abweichungen, im Überlegenheitsgefühl gegenüber anderen und im Missionseifer.

Von der anschließenden Möglichkeit, dem Experten Fragen zu stellen, machte das begeisterte Publikum ausgiebig Gebrauch. Wieder einmal konnte das Katholische Bildungswerk Zell am Ziller seinem Ruf, Bildungsveranstaltungen auf sehr hohem Niveau anzubieten, gerecht werden und viele Zuhörer profitieren von dem hervorragenden Vortrag.

An dieser Stelle sei bereits auf die nächste Veranstaltung mit dem ehemaligen deutschen Verteidigungsstaatssekretär Willy Wimmer zum Thema „Die Zukunft Europas“ am 11. Mai 2017 verweisen.



Bettina Rahm, Zuhörerin

Zillertaler Heimatstimme Nr. 11/2017

Jahresbericht 2013

Auch 2013 kann das Katholische Bildungswerk Zell am Ziller auf ein sehr ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurückblicken. Bei insgesamt sechs Vortragsveranstaltungen konnten weit über 350 interessierte Zuhörer begrüßt werden. Aus Anlass des Jahres des Glaubens gab es zwei Vorträge des bekannten Referenten DDDr. Peter Egger aus Südtirol zum Thema „ Wie kann man heute über den Glauben reden“, in welchen er den Zuhörern im Festsaal des Wohn- und Pflegeheim viele praktische Impulse für Glaubensgespräche gab. Einen sehr interessanten Abend mit spannenden Einblicken in seine Missionstätigkeit bescherte der junge Südamerikamissionar Pater Alois Höllwerth von der Gemeinschaft der Diener der Armen der Dritten Welt einer kleinen Hörerschar im Gemeindesaal. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Eltern-Kind-Zentrum Zell am Ziller gab das Ehepaar Maria und Richard Büchsenmeister unter dem Titel „Erzähl mir von der Liebe“ wichtige Impulse für eine kindgerechte Sexualerziehung. Bei dieser Gelegenheit erfolgte die Übergabe der Leitung des KBW Zell an Gerlinde Fankhauser, die bereits seit 2008 beim Bildungswerk mitgearbeitet hatte. Der eigens aus Salzburg angereiste KBW –Direktor Dr. Andreas Gutenthaler, sowie Bürgermeister Robert Pramstraller, sowie Dekan Steinwender bedankten sich bei der scheidenden KBW-Leiterin Bettina Rahm für ihr Engagement und wünschten Gerlinde Fankhauser viel Freude und Motivation für ihre neue Aufgabe und die verantwortungsvolle Tätigkeit in der Erwachsenenbildung.
Am Beginn der Kräutersammelsaison erklärte die aus der Pfarre stammende Kräuterpädagogin Elisabeth Leitner die richtige Sammlung, Trocknung und Verwendung heimischer Kräuter dem zahlreich erschienenen Publikum und ermutigte dazu, die Heilkräfte der Natur zu nutzen. Den Höhepunkt des Veranstaltungsjahres bildete der Vortrag des renommierten Psychiaters und Psychotherapeuten DDr. Raphael Bonelli in der Aula der NMS Zell. Vor mehr als 170 Zuhörern sprach er über das „Selber-Schuld-Prinzip“ und veranschaulichte auf humorvolle Art und mit vielen Beispielen aus seiner Praxis die negativen Auswirkungen von Fremdbeschuldigung und Selbstmitleid und wie das Eingestehen der eigenen Schuld zur Überwindung der Opferrolle und zu mehr Freiheit führt. Viele Besucher nutzten auch die Gelegenheit, das vor Ort erworbene Buch zum gleichen Thema von DDr. Bonelli signieren zu lassen.
Zum Abschluss des Veranstaltungsjahres sei besonders den Hausherren von Wohn-und Pflegeheim, Gemeindeamt und Neuer Mittelschule für ihre Gastfreundschaft und die ausgezeichnete Zusammenarbeit gedankt. Vergelts Gott auch allen Vortragsbesuchern für ihr Interesse und die freiwilligen Spenden.

Gerlinde Fankhauser