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Aktuelle Neuigkeiten und Berichte aus der Pfarre

Ministrantenstunde in Ramsau

Gemeinsam mit Mesnerin Helene und mit tatkräftiger Hilfe von Pfarrhaushälterin Susanne bastelten die Ramsauer Ministranten kürzlich kleine Adventgestecke in der Ministrantenstunde.

Wenn auch du Lust hast, einen Dienst für Jesus zu versehen und Teil einer netten Gemeinschaft zu sein, dann bist du als Ministrant herzlich willkommen.

Schüler bereiten Flüchtlingen Weihnachtsfreude


Die Schüler der Klasse 1d mit Klassenvorstand Frau Brugger Karin und RL Ebster Gabi gestalteten fächerübergreifend zur Weihnachtsaktion „Weihnachten im Schuhkarton“, Geschenkpakete für Flüchtlinge im Flüchtlingsheim Landhaus in St. Gertraudi. Am 03. Dezember werden die Pakete im Rahmen einer Weihnachtsfeier den Flüchtlingen übergeben. Einige Schüler der Zillertaler Tourismuschulen mit FL Ebster Josef werden anlässlich dieser Feier die kulinarische Bewirtung übernehmen und für die Flüchtlinge vor Ort ein Menü kochen.

Einkehrtag Famille Solitude Myriam

Am Sonntag, 9. November fand von 14.00 bis 17.00 ein Einkehrtag für Menschen in Trennung, Scheidung, Wiederverheiratung und verwitwete Personen im Gemeindesaal Zell statt. Veranstalter war das Katholische Bildungswerk Zell in Zusammenarbeit mit dem Referat für Ehe und Familie in Salzburg, Referenten waren Bischofsvikar Dr. Helmut Prader aus der Diözese St. Pölten und zwei Vertreterinnen der katholischen Gemeinschaft Famille Solitude Myriam, welche 1981 von Danielle Bourgeois in Kanada gegründet wurde und mittlerweile in vileen Längern weltweit Fuß gefasst hat. Die Gründerin erfuhr in jungen Jahren das Schicksal einer gescheiterten Ehe, die Gemeinschaft begleitet Menschen, welche nach Trennung, Scheidung oder Wiederverheiratung um ein Leben nach dem christlichen Glauben ringen und ermutigt durch persönliche Zeugnisse der Mitglieder in Treue zum Ehepartner und im Gehorsam zum kirchlichen Lehramt zu leben. Beim Einkehrtag half der einführende Vortrag von Bischofsvikar Prader die kirchliche Ehelehre zu verstehen und brachte Klarheit auch in Bezug auf die Sakramentenpastoral für betroffene Personen.

Diese Veranstaltung sollte ein besonderes Zeichen sein, dass in der Seelsorge auch Menschen in Beziehungsformen außerhalb der Ehe nicht vergessen, dass es aber darum geht, in Liebe der Wahrheit treu zu bleiben. Die Teilnehmer waren durchwegs begeistert und berichteten von einer großen Ermutigung durch das Treffen.
Das Zeugnis der Gründerin und einige wesentliche Prinzipien der Gemeinschaft können hier nachgelesen werden.

In Salzburg hat sich bereits eine Gruppe der Familie Solitude Myriam gebildet. Interessierte Betroffene können Informationen beim Referat für Ehe und Familie der Erzdiözese Salzburg bei Maria Eisl erhalten.

Jungscharraum in neuem Glanz

Mit großer Freude luden die Jungscharkinder aus Ramsau mit ihren Betreuerinnen am Sonntag vor Allerheiligen Eltern und Interessierte zur Besichtigung des neu gestalteten Jungscharraumes ein. Mit viel Eifer und Kreativität gestalteten die Kinder "ihren" Raum als farbenfrohen Treffpunkt. Ein herzliches Vergelts Gott an Elisabeth Gruber für die zur Verfügung gestellte Farbe und an Bürgermeister Fritz Steiner für die wohlwollende Zusammenarbeit und Gastfreundschaft.

Sternsinger-, Ministranten und Jungscharausflug

In unserer Pfarre ist es schon lange Tradition, dass einmal im Jahr die Sternsinger, Ministranten und Jungscharkinder einen gemeinsamen Ausflug machen. Ziel des diesjährigen Ausflugs war Ellmau am Wilden Kaiser, wo die Kinder und Jugendlichen gemeinsam die von Dekan Steinwender zelebrierte Heilige Messe feierten.
Anschließend erzählte ihnen der örtliche Pfarrer Michael Pritz einiges Wissenswertes über die Kirche, welche dem heiligen Erzengel Michael geweiht ist. Danach folgte eine kurze Busfahrt den Berg hinauf zur Wochenbrunner Alm, wo alle Kinder einen Eisbecher erhielten, sich im noch liegen gebliebenen Schnee austoben konnten und das Wildgehege mit Rehen und Hirschen bestaunten. Gut gelaunt kehrten alle am frühen Abend wieder nach Zell und Ramsau zurück.

Fotos findet ihr in unserem Album.

Danksagersamstag - Erntedank

In der Pfarre Zell wird traditionell der Samstag nach den drei Goldenen Samstagen im Oktober als Erntedankfest begangen. Beim so genannten Danksager-Samstag wurden unter erfreulich zahlreicher Beteiligung der Landjugend und der Bäuerinnen in Tracht, die von der Jungbauernschaft vorbereitete Erntekrone gesegnet und anschließend im Rahmen eines feierlichen Einzuges in die Kirche getragen, wo die Seitenaltäre ebenfalls mit Erntegaben geschmückt waren. Auch der üppige Blumenschmuck, welcher von zahlreichen Blumenfrauen für das Erntedankfest zur Verfügung gestellt und von den Mesnerfamilie liebevoll arangiert worden war, drückte die Freude und Dankbarkeit über die gute Ernte aus.
In der Predigt betonte Dekan Steinwender besonders die Tugend der Dankbarkeit, mit welcher sich der gläubige Mensch bekleiden soll, im Wissen, dass alle guten Gaben und alle Talente vom Schöpfer kommen.
Ein ganz herzliches Vergelts Gott auch für die Spenden beim Opfergang.

Zahlreiche weitere Fotos, dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt vom Fotografen Geachberg Franz (Urheberrecht beim Fotografen), findet ihr in unserem Album.


Segnung der Erntekrone



Auch in den Schulen und Kindergärten wurde Erntedank gefeiert. Einige Eindrücke hier:

Ausflug des Pfarrbriefteams

Am 15. Oktober lud Dekan Steinwender das Pfarrbriefteam (Sekretärin Gerda Kröll, Redakteurin Bettina Rahm, Elfriede Eberharter, die für das Layout verantwortlich ist, sowie einige der fleißigen "Zusammenlegerinnen") zu einem Ausflug in den Zillergrund ein, wo die Teilnehmer gemeinsam die von Dekan Steinwender zelebrierte Heilige Messe feierten. Anschließend folgte ein köstliches Mittagessen im Gasthof Häusling bei angeregten Gesprächen über Gott und die Welt. Auf der Weiterfahrt zur Staumauer, machten wir Halt bei einem Steinbockgehege, wo die scheuen und erhabenen Tiere aus nächster Nähe betrachtet werden konnten. Beeindruckt vom Panorama oben bei der Staumauer, ließen wir den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen im Gasthof Adlerblick ausklingen.

20 Jahre EKIZ

Vor kurzem konnte die Bildungseinrichtung “Eltern-Kind-Zentrum Zell am Ziller” sein 20 jähriges Jubiläum feiern.

Mit einer Powerpointpräsentation und einem Film stellten die Leiterin des Eltern-Kind-Zentrums Zell am Ziller Carolin Steiner und Mitarbeiterin Gabi Ebster die Schwerpunkte und Leistungen in den vergangenen 20 Jahren vor. Ein besonderes Anliegen ist ihnen die Elternbildung, die Vermittlung christlicher Werte und die Stärkung der Familien. Die Zeller Gemeinderätin Anneliese Brugger betonte die Wichtigkeit dieser Einrichtung im Ort. Der Pflegedienstleiter des Wohn- und Pflegeheims, Klaus Rainer, in dem sich das Eltern-Kind-Zentrum befindet, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und schätzt das Miteinander von Jung und Alt. Auch Dekan Dr. Ignaz Steinwender gratulierte herzlich. Vom Eltern-Kind-Zentrum Salzburg war Frau Annemarie Neureiter-Krejsa anwesend, die dem Team des EKIZ Zell am Ziller von Herzen zu ihrer wertvollen Arbeit gratulierte und noch viele weitere tatkräftig Jahre wünschte.



Spenden beim Weltmissionssonntag

Alljährlich geht die Kirchensammlung beim Weltmissionssonntag an verschiedene Missionsprojekte in aller Welt, um einerseits dem missionarischen Auftrag der Kirche, die Botschaft des Evangeliums bis an die Enden der Erde zu allen Völkern zu tragen, gerecht zu werden und andererseits konkrete Projekte der Nächstenliebe in Missionsländern zu unterstützen.
Die Jungschar in Zell und Ramsau hat die Spendensammlung durch den Verkauf von fair gehandelten Pralinen und Studentenfutter unterstützt und dabei 855,20€ sammeln können, Religionslehrerin Gabi Ebster hat mit ihren Klassen in der VS Gerlosberg/Rohrberg und Hainzenberg, sowie der 1b und 2d der NMS Zell durch eine Aktion zum Weltmissionssonntag 179,53 gespendet, sodass insgesamt 1.800€ an die Mission überwiesen werden konnten. Im Rahmen der Beschäftigung mit dem Thema Mission besuchte ein Flüchtling aus dem Flüchtlingsheim in St. Gertraudi mit seiner Betreuerin Christine Eder-Haslehner die beiden Hauptschulklassen.

Allen Kindern DANKE für euren Einsatz und allen Spendern ein ganz herzliches VERGELTS GOTT!!

Weitere Infos zum Weltmissionssonntag gibt es hier.

Aufruf zum Gebet

Am 13. Oktober 1917 erschien die Muttergottes zum letzten Mal in Fatima, wo sie im Laufe der mittlerweile von der Kirche anerkannten Erscheinungen immer wieder zu Gebet, Umkehr und Buße aufrief. Das portugiesische Volk, dass diesem Anruf Folge leistete wurde von den Gräueln des Zweiten Weltkrieges verschont.
Auch in unserer Zeit gibt es viele Krisenherde, Kriegsgebiete und erschütternde Alarmsignale, die dem aufmerksamen Beobachter die Dramatik der derzeitigen Situation, sei es gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch deutlich vor Augen führen. Der Aufruf der Muttergottes zum Gebet ist also aktueller denn je.
Gerade in Krisensituationen ist die Besinnung auf den großen Gebetsschatz der Kirche angezeigt. Neben dem Gotteslob, gibt es auch einige sehr empfehlenswerte Gebetssammlungen, zB "Beten eine Quelle der Kraft" oder "Meine schönsten und kostbarsten Gebete" - eine Sammlung verschiedenster Gebete, zusammengestellt von Pfarrgemeinderätin Andrea Spitaler, welches bereits mehrere Auflagen erfahren hat, und beispielsweise das hochaktuelle Gebet zur Frau aller Völker enthält:

Herr Jesus Christus,
Sohn des Vaters,
sende jetzt deinen Geist über die Erde.
Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen
vor Verfall, Unheil und Krieg.
Möge die Frau aller Völker, die selige Jungfrau Maria,
unsere Fürsprecherin sein.
Amen.

70. Geburtstag des Mesnerehepaares Bernardi

Am 15. September feierte Margarethe Bernardi und am 19. September Albert
Bernardi den 70. Geburtstag. Beide stehen seit Jahrzehnten mit Unterstützung
von Sohn Franz Josef im Dienst des Gotteshauses, der Pfarrkirche. So sei
diese Gelegenheit hier auch genützt, um ein herzliches Dankeschön zu sagen
für diesen einmaligen, gewissenhaften, verlässlichen und mit viel Liebe
versehenen Dienst.
Unser Mesner Albert ist schon seit seinem 13. Lebensjahr, also schon seit
1957 in der Sakristei im Dienst der Kirche und versieht seit über 30 Jahren
mit seiner Frau Margarethe hauptverantwortlich den Mesnerdienst. Er kennt
jeden Teil der Kirche, weiß nahezu alle Einzelheiten über verschiedene
Kunstgegenstände und kennt bis ins Detail die Baugeschichte der letzten
sechs Jahrzehnte. Er beobachtet jede Veränderung und sieht sofort
notwendige Reparaturen. Er macht hervorragende Kirchenführungen, die mit
einmaligen Detailkenntnissen ausgeschmückt sind, gerne geht er mit
Firmlingen auf den Kirchturm, um ihnen die einzelnen Glocken zu erklären.
Viele wertvolle Dinge in der Kirche hat er selbst gemacht oder restauriert,
wie z. B. die Rosenkrankönigin und manche Bilder. Mit seinem Gespür für den
Wert alter Dinge konnte er manche Gegenstände aufbewahren und damit retten.
Viele Reparaturen erledigt er mit seinem handwerklichen Geschick als
Tischler gleich selbst. Besonders schätzen die Leute auch den gewissenhaften
Dienst des Wetterläutens. Albert ist immer da und wacht über sein Haus des
Herrn.
Durch das außerordentliche Engagement der Mesnerfamilie dürfen wir in der
Pfarrkirche das Kirchenjahr auf einmalige Weise miterleben bzw. feiern,
viele Glaubensgeheimnisse kommen uns näher durch die aktuelle Gestaltung am
Hochalter (z. B. Rosenkranzkönigin im Oktober) oder an Seitenaltären
(Maikönigin), durch die gute Verwaltung der prächtigen Messgewänder, durch
das Anzünden einer Kerze bei Heiligenstatuen, deren Gedenktag gefeiert wird.
Die Mesnerfamilie reinigt wöchentlich die Kirche und sorgt für einen
liebevollen Blumenschmuck. So ist unser Mesner in seiner Eigenschaft
zugleich erstrangiger Kulturträger, Ortskonservator, Restaurator, Tischler,
Reiniger, Florist, erster Bruderschafter und vor allem Liturge in einem. Dafür möchte ich im Namen der Gläubigen und vieler
Gäste an dieser Stelle Albert, Margarethe und Familie ein ganz herzliches
Vergeltsgott sagen und zum 70-er Gottes Segen wünschen!

Familienwallfahrt zur Gerlosberger Kapelle

Am Sonntag, 14. September brach eine Gruppe von ca. 40 Erwachsenen und Kindern vom Klammegg auf, um entlang des von Simon Rahm geschnitzten und von Max Huber installierten Kreuzweges, dessen Stationen von verschiedenen Familien liebevoll gepflegt werden, zur Gerlosberger Kapelle zu wandern. Erfreulicherweise stießen während des gesamten Weges immer wieder Familien dazu, sodass schließlich weit über 100 Personen gemeinsam mit Dekan Steinwender eine kurze Andacht feierten, bei der Dekan Steinwender alle Kinder einzeln segnete. Der Anblick, der mit so vielen kleineren und größeren Kindern gefüllten Kirchenbänke war eine echte Freude. Anschließend waren alle Familien in den Turnsaal der VS eingeladen, um sich bei Kaffee und Kuchen zu stärken.

Ein herzliches Vergelts Gott allen, die zum Gelingen der Familienwallfahrt beigetragen haben. Der besondere Dank des Familienausschusses des Pfarrgemeinderates gilt Bürgermeister Josef Kerschdorfer für die Getränkespenden und die Gastfreundschaft, Max Huber mit seinem Sohn und seinen Enkeln für die Musik, sowie den fleißigen Kuchenbäckerinnen und Helferinnen vor Ort.

Weitere Bilder findet ihr in unserem Fotoalbum.

Prophetisches Interview

Angesichts der verzweifelten Lage der Christen in Syrien und im Irak, fragen sich vielleicht manche (vor allem jene, die durch die Syrienreise das Land kennengelernt haben; siehe Film), wie es so weit hat kommen können. Bereits vor mehr als einem Jahr sprach der syrisch-katholische Patriarch in prophetischer Weise über die fatalen Fehleinschätzungen der westlichen Regierungen bzw. darüber wie diese ihre Interessen auf Kosten der Menschen vor Ort durchsetzen wollen.
Aus aktuellem Anlass, das vollständige Interview (erschienen auf kath.net) hier zum Nachlesen:

SYRIEN:
Syrisch-katholischer Patriarch Ignatios Yousef III. erhebt schwere Vorwürfe gegen westliche Regierungen

Christen in Syrien sind seit der Entführung der beiden Aleppiner Metropoliten noch „ängstlicher und verzweifelter“ – „Konsequenz einer geopolitischen Strategie“

Damaskus-Beirut, 17.05.13 (poi) Der syrisch-katholische Patriarch Ignatios Yousef III. Younan hat in einem Interview mit der US-amerikanischen katholischen Nachrichtenagentur CNS neuerlich die Entwicklung in Syrien als Konsequenz einer „geopolitischen Strategie“ des Westens bezeichnet, die darauf abziele, Syrien und andere nahöstliche Staaten zu spalten. Es gehe nicht um die Förderung von Demokratie und Pluralismus, das sei „eine Lüge und Heuchelei“. Die westliche Politik habe nicht auf die Warnungen hören wollen und trage daher die Verantwortung für das, was in Syrien geschieht, so der Patriarch. Wörtlich meinte Ignatios Yousef III.: „Wir haben alle Beteiligten gewarnt, die regionalen und die westlichen Regierungen – vor allem die der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs -, dass diese Art von Gewalt zum Chaos führt und das Chaos zum Bürgerkrieg. Vor zwei Jahren haben sich diese Regierungen entschlossen, das nicht zu glauben“. Im Hinblick auf die Entführung der beiden Aleppiner Metropoliten Mar Gregorios Youhanna Ibrahim und Boulos (Paul) Yazigi sagte der Patriarch, dieser Vorfall sei als „klares Signal“ an die Christen in Syrien empfunden worden: „Sie sind jetzt noch ängstlicher und verzweifelter“. Er selbst habe keine Nachrichten über die Situation der beiden Bischöfe, „aber die US-Regierung wäre in der Lage, solche Nachrichten zu erhalten, wenn sie es wirklich wollte“.

Der Patriarch – der selbst als Bischof 14 Jahre lang von New Jersey aus die syrisch-katholische Diaspora in Nordamerika betreut hat – fügte hinzu, die westlichen Nationen hätten von Anfang an nur betont, dass das Assad-Regime fallen müsse. Mittlerweile seien 25 Monate vergangen und die Situation sei immer schlimmer geworden, schuldlose Menschen müssten den Preis für Fehleinschätzungen der internationalen Politik bezahlen. Ignatios Yousef III. unterstrich, dass die Kirche nicht auf der Seite des Assad-Regimes stehe, sie stehe vielmehr „auf der Seite des syrischen Volkes, ihre Sorge gilt der Frage, wie man Syrien wieder auf die Füße stellen kann“. Die Kirche habe von Anfang an betont, dass das Regime „echte Reformen“ im Bereich der Politik und der bürgerlichen Freiheiten durchführen müsse. Zugleich habe die Kirche aber immer davor gewarnt, eine Ablösung des Assad-Regimes als Lösung anzusehen, weil das bedeuten könne, das an die Stelle dieses Regimes islamistisch-fundamentalistische Gruppierungen treten, wie es in Ägypten und Libyen der Fall war.

„Wir sind keine Politiker“, stellte der syrisch-katholische Patriarch in dem CNS-Interview klar: „Wir wollen nur, dass unsere Leute in ihrem Land bleiben und friedlich mit anderen zusammenleben können, wir wollen gleiche Bürgerrechte und wahre Religionsfreiheit“. Die westlichen Regierungen sollten auf die Situation im Irak schauen, wo nach der westlichen Militäraktion 50 Prozent der Christen das Land verlassen mussten. Auch in seiner Heimatprovinz – der syrischen Djazira – sei die Situation „sehr kritisch“, Christen würden unter Druck gesetzt, um die Region zu verlassen. „Die Leute leben in Angst. Sie fürchten Entführungen und Mordanschläge, viele Christen wollen nur noch eines: das Land auf irgendeine Art verlassen“, sagte Ignatios Yousef III.

Der Westen habe im Namen des „sogenannten Erwachens der Völker zur Demokratie“ die Konflikte im Nahen Osten angeheizt, bedauerte der Patriarch. Die westlichen Regierungen würden nicht verstehen, was Religionsfreiheit für die orientalischen Christen bedeute. Wörtlich sagte Ignatios Yousef III.: „Die Christen im Nahen Osten sind nicht nur im Stich gelassen, sondern von den westlichen Regierungen – wie denen der USA und der Europäischen Union – auch belogen und verraten worden“. Er glaube, dass die orientalischen Christen in Zukunft nicht mehr auf die Unterstützung des Westens zählen, sondern nach Osten blicken werden, „nach Russland, Indien und China“.

Erinnerung an Völkermord 1915

Der Vorsitzende der „Syrisch-Aramäischen Föderation“ in den Niederlanden, Nurcan Yilmaz, hat in einer Erklärung darauf verwiesen, dass der Konflikt in Syrien mit der Entführung der beiden Aleppiner Metropoliten in eine „neue Phase“ eingetreten sei. Zugleich werde seine Bewegung tagtäglich von christlichen Flüchtlingen aus Syrien mit „herzergreifenden Erzählungen“ konfrontiert: „Mütter und Väter berichten von Entführungen, Folterungen und Zwangsbekehrungen zum Islam ihrer Söhne und Töchter“. In den sogenannten „befreiten Gebieten“ in Syrien herrsche bereits „der Terror der Scharia“. Für die Nachfahren der Opfer des „Seyfo“ (der Ausrottungskampagne der vom jungtürkischen „Komitee für Einheit und Fortschritt“ gestellten osmanischen Regierung gegen die Christen der syrischen Tradition ab 1915) würden die Erzählungen über Mordanschläge, Vergewaltigungen und Entführungen nur allzu bekannt klingen, betonte Yilmaz. Sein eigener Urgroßvater habe sich 1915 mit den Menschen seines anatolischen Dorfes wochenlang in einer Höhle versteckt. Als der damals 13-jährige, vom Hunger getrieben, doch ins Freie kam, sei er von einem hohen türkischen Offizier entführt und sieben Jahre als Sklave gehalten und zum Islam zwangsbekehrt worden. Mit vielen Christen der syrischen Tradition habe er den Eindruck, dass sich die Geschichte momentan wiederhole, sagte Yilmaz: „Was die Ittihadisten ab 1915 in der Türkei und dann die Al Qaida-Leute im Irak ab 2003 getan haben, das tun jetzt allerlei internationale Jihadisten in Syrien“.


Feldmesse beim Bataillonsfest

Anlässlich des von der Schützenkompanie Zell am Ziller ausgerichteten Schützen-Bataillonsfestes des Bataillons Mittleres Zillertal fand am Sonntag, 3. August eine Feldmesse im "Bäckenfeld" statt, welche von Dekan Steinwender zelebriert und von der Regimentsmusik, der BMK Zell am Ziller, musikalisch umrahmt wurde. Im Rahmen des anschließenden Festaktes wurde Major Hermann Huber in Würdigung seiner Verdienste um das Zillertaler Schützenwesen zum "Ehrenmajor" und zum "Ehrenkommandanten des Schützenregimentes Zillertal" ernannt.

Fotos: Raimund Hollerer


Jungschar Ramsau beendet Jungscharjahr

Mit einer lustigen Schnitzeljagd ließen die Jungscharkinder und ihre Betreuerinnen das mit dem Schuljahr zu Ende gehende Jungscharjahr ausklingen.



Erzbischof Franz feiert Engelbert-Sonntag

Foto: R. Hollerer

Bericht vom Besuch des Erzbischofs zur Feier des seligen Engelbert in Ramsau, Pfarre Zell

Zu einem beeindruckenden geistlichen Volksfest wurde der erste Besuch von Erzbischof Franz Lackner im Zillertal am 13. Juli 2014. Der Erzbischof war gekommen, um den Gedenktag des seligen Tiroler Franziskanerpaters Engelbert Kolland (Engelbert-Sonntag) in dessen Geburtsort Ramsau zu feiern. Der Engelbert-Sonntag fiel diesmal auf den 163. Weihetag des Seligen (13. Juli 1851 in Trient). Neben Gästen aus der Öffentlichkeit wie LHStV Josef Geisler, Bezirkshauptmann Karl Mark und Zillertaler Bürgermeistern, zahlreichen Vereinen und Vereinsabordnungen waren auch viele Gläubige aus dem Zillertal und darüber hinaus sowie eine Abordnung aus Graz (Soldatenkirche Belgierkaserne zum Seligen Engelbert) zu dieser Feier gekommen. Nach dem landesüblichen Empfang durch die angetretenen Vereine mit Begrüßung durch Kinder, Bürgermeister Fritz Steiner, Pfarrgemeinderatsobfrau Bettina Rahm und einer Ehrensalve der Schützen mit Frontabschreitung zelebrierte der Salzburger Oberhirte die Festmesse zu Ehren seines Ordensbruders Engelbert Kolland.

In einer ergreifenden Predigt, in der Erzbischof Lackner auf das gegenwärtige Schicksal von Christen in Syrien und andern Ländern erinnerte, ermutigte er die versammelten Gläubigen zum Glaubenszeugnis, welches sich mehr durch das Tun und weniger durch Worte offenbare. Er verwies auch auf die Figur des heiligen Apostels Petrus, der trotz seiner Schwäche ein starker Zeuge für das Evangelium war, da er sich ganz vom Geist Gottes führen ließ.

In diesem Zusammenhang erinnerte der Erzbischof an die Bibelstelle, in der Jesus, welcher durch seine Worte über die Eucharistie viele seiner Anhänger gegen sich aufgebracht hatte und diese sich von ihm abwendeten, die Apostel fragt: "Wollt auch ihr gehen?", und an die Antwort des Petrus "Herr, wohin sollten wir gehen?", welche klar mache, dass es keine Alternative zur Wahrheit gebe, und der Mensch sich nirgends hinwenden könne, als zu Christus, zu Gott hin. Weiter zitierte Erzbischof Lackner nicht nur die drastischen Worte aus der Offenbarung: "Ach, dass du kalt oder heiß wärest! Also, weil du lau bist und weder heiß noch kalt, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde." Offb 3,15, und benannte die Oberflächlichkeit als größten Feind des Glaubens, sondern er erinnerte an die vielen verfolgten Christen in Syrien, dem Irak und anderen Ländern, die heute das Martyrium erleben, wie der seligen Engelbert im Jahr 1860.
Am Ende des Festgottesdienstes nahm Erzbischof Lackner einige neue Mitglieder in die Engelbert-Kolland-Gemeinschaft auf, darunter auch Pfarradjunkt Heinz Vieider von der Militärseelsorge aus Graz und eine Engelbertverwandte aus Ramsau. Er segnete eine von den Ramsauer Frauen angeschaffte Prozessionsfahne mit Marienbild und nahm als Geschenk von der Pfarre Zell eine Ikone entgegen. Brigadier Dr. Alois Hirschmugl von der Abordnung aus Graz überreichte der Pfarre Zell als Gastgeschenk ein von Schwester Wiltrud List gemaltes jugendliches Engelbertbild, das den Kinderfreund Engelbert Kolland mit einem Kind darstellt und nahm eine Marienikone als Geschenk der Pfarre Zell entgegen. Die 16-köpfige Reisegruppe aus Graz war bereits am Vortag angereist und hatte die Granatkapelle zum Seligen Engelbert auf dem Penken im hinteren Zillertal besichtigt. Sie zeigten sich zutiefst ergriffen und beeindruckt von der festlichen und andächtigen Atmosphäre beim Festgottesdienst und der Prozession.

Besondere Freude bereitete den Prozessionsteilnehmern die liebevolle Gestaltung der einzelnen Stationen, bei denen ein Evangelium verlesen wurde, aber auch viele kleine Altäre, Bilder oder Statuen vor Privathäusern entlang des Prozessionsweges, welche mit Blumen in den Kirchenfarben gelb und weiß geschmückt waren. Diese schönen Glaubenszeugnisse verstärkten die fromme Anteilnahme an der Prozession.

Dank des Fotografen Geachberg Franz dürfen wir uns über eine große Anzahl wunderschöner Momentaufnahme von diesem Glaubensfest freuen. Alle Bilder findet ihr hier.

Anmerkungen zur Verehrung des seligen Engelbert Kolland

Seit den Feierlichkeiten zum 150. Todestag des seligen Engelbert im Jahre 2010 in der Pfarre Zell am Ziller (der Selige erlitt das Martyrium am 10. Juli 1860 in Damaskus im Alter von 33 Jahren) gab es verschiedene Akzente zur Förderung der Engelbert-Verehrung.

Engelbert Kolland Gemeinschaft:

Die Engelbert-Kolland-Gemeinschaft wurde im Jubiläumsjahr 2010 begonnen und 2011 von Erzbischof Kothgasser errichtet bzw. genehmigt. Die Mitglieder bemühen sich um ein Streben nach Heiligkeit im Sinne der Berufung aller zur Heiligkeit nach dem II. Vatikanischen Konzil, treffen sich monatlich zur geistlichen Vertiefung, pflegen die Monatswallfahrt mit Nachtanbetung und fördern nach ihren Möglichkeiten die Verehrung des Seligen Engelbert. Zu den neu aufgenommenen Mitgliedern gehört auch Pfarradjunkt Heinz Vieider aus Graz sowie ein Verwandte des Seligen aus Ramsau.



Beziehungen zu Graz

In den letzten Jahren sind durch den seligen Engelbert Kolland besondere Beziehungen der Pfarre Zell zu Graz entstanden, die auch einen wertvollen Impuls zur Förderung der Engelbertverehrung beinhalten. Dekan Steinwender nahm 2012 in der Belgierkaserne an der Einweihung der Soldatenkirche zum Seligen Engelbert Kolland durch Militärbischof Christian Werner teil. 2013 machte die Pfarre Zell eine Wallfahrt nach Graz zur Soldatenkirche und nach Rachau bei Knittelfeld, wo die Eltern des Seligen begraben sind. Dabei lernten wir in Graz den damaligen Weihbischof und nunmehrigen Erzbischof von Salzburg, Dr. Franz Lackner kennen.
Die Mitfeier der Engelbertprozession durch die 16-köpfige Abordnung aus Graz mit Brigadier Dr. Alois Hirschmugl und den Militärseelsorgern Dekan Franz Auer und Dekan Dr. Christian Rachlee ist ein weiterer Meilenstein in diese Richtung.

Granatkapelle zum seligen Engelbert Kolland

2013 wurde auf dem Penken im hinteren Zillertal durch eine großzügige Privatinitiative die Granatkapelle zum seligen Engelbert Kolland auf über 2000 m Höhe errichtet. Erzbischof Franz zeigte sich begeistert von diesem Werk, das beeindruckend, architektonisch einmalig und für die Engelbert-Verehrung und auch für die Tourismuspastoral bedeutsam ist.

Fleißige Pfarrbriefhelferinnen

Anlässlich der 100. Pfarrbriefausgabe, die kürzlich erschienen ist, sei an dieser Stelle den treuen Helferinnen beim Zusammenlegen des Pfarrbriefes ganz herzlich gedankt. Es ist schon Tradition geworden nach getaner Arbeit, den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen (meist von Gassler Rosmarie) ausklingen zu lassen. Nach der Fertigstellung der Jubiläumsausgabe wurde mit einem Kuchen von Websner Anna ein wenig gefeiert. Auch dafür ein herzliches Vergelts Gott.

Abschlussmesse der Tourismusschule

Im Zuge eines gemeinsamen Wandertages feierten Schüler und Lehrpersonen der Tourismusschule Zell einen Abschlussgottesdienst in wunderbarer Bergkulisse am Gerlosstein, der von Dekan Steinwender zelebriert wurde. An dieser Stelle sei Direktor Hofrat Mag. Alfred Müller, der seit 40 Jahren an der Tourismusschule tätig war, 31 Jahre davon als Schulleiter, und welcher mit 1. September in den Ruhestand tritt, ein herzliches Vergelts Gott für die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen Schule und Pfarre gesagt.

Zahlreiche Bilder des Ausfluges mit Bergmesse findet ihr in unserem Album.

Ausflug der Anbeter

In unserer Pfarre ist in der Pfarrkirche jeden Donnerstag von 9.00 bis 17.00 und in Ramsau am ersten Samstag im Monat nach der Engelbertwallfahrt bis 6.00 in der Früh eucharistische Anbetung. Viele treue Beter sind für jeweils eine Stunde eingeteilt, damit der Herr im Allerheiligsten Altarsakrament niemals allein ist. Die Anbeter unternahmen kürzlich einen Ausflug zur Granatkapelle am Penken, wo Dekan Steinwender eine Heilige Messe zelebrierte und die Ausflugsteilnehmer anschließend bei Christas Schialm zu einer Stärkung einlud.


Weitere Bilder findet ihr in unserem Fotoalbum

Herz Jesu Feuer

Es gehört zur Tradition des Herz-Jesu-Festes, Bergfeuer zu entzünden, um an die brennende Liebe Gottes zu uns Menschen zu erinnern und ein weithin sichtbares Glaubenszeugnis abzulegen.
Das Herz Jesu Feuer am Zellberg (links) aus 145 Wachslichtern, die von Ewald Brindlinger vorbereitet und von Georg Lichtmannegger bei der Leite am Zellberg aufgebaut und entzündet wurden, das von der Schützenkompanie Ramsau vorbereitete brennende Herz Jesu am Ramsberg (rechts) und die traditionellen Feuer am Gerlosstein, welche der Zeller Alpenverein alljährlich am Vorabend der Gerlossteinmesse (in diesem Jahr auch der Vorabend zum Herz Jesu Sonntag) abbrennt, sind solche Zeichen des Glaubens. Ein herzliches Vergelts Gott allen, die für das Fortbestehen dieser schönen Tradition Sorge tragen und dem Fotografen Geachberg Franz, der die Feuer in Bildern festgehalten hat.


Zum Herz Jesu Fest

1) Auf zum Schwur, Tiroler Land,
heb zum Himmel Herz und Hand!
Was die Väter einst gelobt,
da der Kriegssturm sie umtobt,
das geloben wir aufs neue, Jesu Herz, dir ewge Treue!
Das geloben wir aufs neue,Jesu Herz dir ewge Treue.



2) Wundermächtig immerfort,
warst du deines Volkes Hort,
stets in Not und Kriegsgefahr,
schirmtest du den roten Aar.
/; Drum geloben wir aufs neue,Jesu Herz, dir ewge Treue! /:



3) Fest und stark zu unsrem Gott
stehen wir trotz Hohn und Spott,
fest am Glauben halten wir,
unsres Landes schönster Zier.
/; Drum geloben wir aufs neue,Jesu Herz, dir ewge Treue! /:



4) Auf dem weiten Erdenrund,
gibt es keinen schönern Bund.
Lästern uns die Feinde auch,
Treue ist Tiroler Brauch.
/; Drum geloben wir aufs neue, Jesu Herz, dir ewge Treue! /:

Weihbischof als Firmspender in Zell

Weihbischof Andreas Laun kam am 22. Juni in unsere Pfarre um den Firmlingen das Sakrament des Heiligen Geistes zu spenden. Empfangen wurde er dabei von Pfarrgemeinderätin Herlinde Krucker, welche sich besonders um die Firmgruppen kümmerte, sowie einer Abordnung vom Pfarrgemeinderat, von Bürgermeister Robert Pramstraller und Bürgermeister Ferdinand Fankhauser, sowie von der Bundesmusikkapelle Zell am Ziller, welche auch den feierlichen Einzug der Firmlinge begleitete.

Bilder vom Empfang in unserem Album

Fronleichnamsprozession in Zell

Das Hochfest des Leibes und Blutes unseres Herr Jesus Christus, welches 2014 das 750. Jubiläum seiner Einführung für die Weltkirche erlebt, wurde in unserer Pfarre traditionsgemäß mit eine Festgottesdienst und anschließender eucharistischer Prozession gefeiert. Durch die Prozession soll der Segen, des im allerheiligsten Altarsakrament wahrhaft und wirklich als Gott und Mensch gegenwärtigen Herrn in den Ort getragen werden. Zur großen Freude der versammelten Pfarrgemeinde nahmen auch viele Erstkommunionkinder an der Prozession teil.

Anbei einige Impressionen. Danke dem Fotografen "Geachberg Franz".

Firmbeichte

Die heilige Beichte ist zweifellos wichtige Voraussetzung zum fruchtbaren Empfang aller anderen Sakramente. In unserer Pfarre ist es daher selbstverständlich, dass sich die Firmlinge gemeinsam auf die Beichte vorbereiten und diese einige Zeit vor der Firmung empfangen. Auch die Ramsauer Firmlinge, welche in Hippach die Hauptschule besuchen, haben in der Ramsauer Kirche gebeichtet und durch den Empfang des Sakraments der Versöhnung einen wichtigen Vorbereitungsschritt für die heilige Firmung gesetzt. Erfreulicherweise sind auch einige Firmeltern der Einladung zum Sakrament der Beichte gefolgt. Schließen wir alle unsere Firmlinge in diesen letzten Tagen vor der Firmung am 22. Juni ganz besonders in das Gebet ein.

Neues Feuer braucht das Land!

Unter diesem Motto versammelten sich am Pfingswochenende ca. 7.000 Jugendliche in Salzburg um zu Pfingsten das Fest der Jugend zu feiern. Wie schon in den Jahren zuvor machte sich auch dieses Jahr eine Gruppe aus unserer Pfarre auf den Weg um live dabei zu sein.

In Begleitung von unserem Kooperater Ferdinand Schnaiter ging es am Samstagmorgen für 34 Jugendliche und Junggebliebene nach Salzburg. Trotz des starken Reiseverkehrs schafften wir es gerade noch rechtzeitig in den Dom zur Hl. Messe, welche von Kardinal Christoph Schönborn zelebriert wurde. Eine wunderschöne Eröffnung für den vor uns liegenden Tag. Anschließend ging es zum Mittagessen und in die Mittagspause.

Am Nachmittag wurden Workshops angeboten, welche von einigen Jugendlichen unserer Gruppe besucht wurden. Der Rest besuchte das Loretokloster, wo wir den Segen mit dem Loretokindl erhielten. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir im Mirabellgarten und genossen die hochsommerlichen Temperaturen. Zum nächsten Programmpunkt, eine Katechese mit Kardinal Schönborn, versammelten wir uns wieder im Dom.

Nach einer Pause zum Abendessen fand das Highlight des Tages, der Abend der Barmherzigkeit, statt. Im bis zum letzten (Steh)platz gefüllten Dom wurde das Allerheiligste ausgesetzt und anschließend feierlich durch den Dom getragen. So kam Jesus zu jedem Einzelnen von uns und segnete uns.

BeGEISTert jedoch sichtlich erschöpft ging es spät in der Nacht auf die Heimreise. Ich denke es war für alle ein besonderes Erlebnis und der Heilige Geist hat uns mit großer Freude erfüllt. Man kann es nicht beschreiben, sondern muss selbst dabei gewesen sein!!

Ein Dank dem Herrn Dekan, dass er uns diese Reise immer wieder ermöglicht und auch dem Herrn Kooperator für die geistliche Begleitung.

Simon Ender

Das erste Mal die Kommunion empfangen

Das Fest der Ersten Heiligen Kommunion ist ein ganz besonderes Erlebnis für die Kinder. In den strahlenden Gesichtern wird die Freude über die Begegnung mit Jesus Christus, der im Altarsakrament zugegen ist als wahrer Gott und Mensch, sichtbar. Möge für alle Kinder in Zell, Gerlos und Ramsau die Erstkommunion der Beginn einer lebenslangen Freundschaft mit dem eucharistischen Herrn sein und mögen sie in ihren Familien Menschen finden, die sie auf diesem Weg begleiten.

(Danke für die Bereitstellung der Fotos an Fotograf NENO (Zell) und die anderen Fotografen)

Maiandachten in unserer Pfarre

Der Marienmonat neigt sich dem Ende zu und wir blicken dankbar auf die vielen Maiandachten zurück, bei denen wir der Gottesmutter besonders begegnen und ihren Schutz und Segen erflehen durften. Besonders fleißig waren wieder einmal die Kinder in Ramsau, von denen viele beinahe täglich die Maiandacht besuchten und Maria jedes Mal eine Blume brachten. Auch die Maiandacht in Haslach ist traditionell ein Treffpunkt für die kleinen Marienverehrer, die als Haslacher Kinderchor stets die musikalische Gestaltung der Maiandacht übernehmen.

Motorradweihe in Thurnbach

Am 4. Mai trafen sich wieder viele Motorradbegeisterte zur Motorradweihe in Thurnbach, um für die Ausfahrten Gottes Schutz und Segen zu erbitten. Mögen der heilige Christophorus und die heiligen Schutzengel die Begleiter aller sein.

Emmausgang

Emmausgang nach Maria Rast

Wie schon viele Jahre zur Tradition geworden, machten sich auch heuer wieder viele „Emmausjünger“ am Ostermontag um 4.30 Uhr bei wunderschönen Bedingungen von Ramsau auf den Weg nach Maria Rast, um dort um 6.00 Uhr die Heilige Messe zu feiern.
Anschließend gab es dann das Frühstück im Mesnerhaus, das dieses Jahr von den Zellerinnen vorbereitet wurde. Ab 5 Uhr wurde dort der Kachelofen eingeheizt, Kaffee und Teewasser gekocht und die schmackhaften Speisen angerichtet.

Auf diesem Weg ein herzliches „ Vergelt`s Gott“ den edlen Spendern und Helfern:

° der Bäckerei Andrea und Karl Strasser für die ganzen Semmeln

° der Sennerei Zillertaler Bergsenn für Milch, Butter, Käse und Kaffeesahne

° der Magdalena Fankhauser für die Beschaffungen und das mehrmalige Einheizen des Kachelofens

°den Zellern – Herta Rohrmoser, Annemarie Frontul, Maria Innerbichler, Ingrid Hanser, Hansjörg Haas, Martina Kohlhuber, Hotter Helmuth und Elisabeth Hauser für das köstliche Selbstgebackene Brot, den Honig, die selbstgemachten Marmeladen, den Kaffee und Zucker, den guten Kuchen, die BIO-Ostereier und den Schnaps

° dem Altersheim Zell am Ziller für das Geschirr, die XXL – Kaffeemaschine, Thermoskannen, Brotkörbe, Tischwäsche, Biertische und Bänke und der Kröll Elisabeth für die Bereitstellung

° dem Friedi Gstrein, Magdalena Fankhauser, Maria Innerbichler für die Mithilfe beim Transport Hin- und Retour

° der Jungschar Zell für das Geschirr

° allen, die beim Frühstück Geld gespendet haben – diese Spende kommt der Restaurierung von Maria Rast zugute

° und natürlich den fleißigen „ Frühstücksrichterinnen“ Herta Rohrmoser, Magdalena Fankhauser und Maria Innerbichler


in großer Dankbarkeit

Andrea Egger – PRG Zell am Ziller

Kreuzweg Gerlosberg

Der wunderbar geschmückte und von verschiedenen Anrainern liebevoll betreute Kreuzweg am Gerlosberg fand kürzlich sogar in einem Bericht des ORF über verschieden ausgeführte Kreuzwege Erwähnung. Hier nachlesen.

Danke allen, die für eine Kreuzwegstation Sorge tragen!

Regensburg, Konnersreut, Rakovnik - Kurzbericht

Besuch bei Prälat Domkapellmeister Georg Ratzinger

Am Montag, den 14. April machte ich mit meinem Buchhändler Christoph Hurnaus einen Besuch bei Prälat Georg Ratzinger in Regensburg. Ich hatte Georg und Joseph Ratzinger (Benedikt XVI) 1989 im Rahmen eines Chauffeurdienstes (Fahrt zur Palliumsverleihung an den neuen Erzbischof von Hofgastein nach Salzburg) und später noch besser bei Urlauben in Hofgastein kennen gelernt.
Georg Ratzinger, der inzwischen schon den 90. Geburtstag gefeiert hat und schon fast blind ist, war geistig sehr in Form, hatte ein blendendes Gedächtnis und erinnerte sich an viele Begebenheiten und Erlebnisse in Österreich. Er bot uns einen Schnaps an und es war ein sehr heiteres, interessantes Gespräch.

Fahrt nach Konnersreuth - Therese Neumann, Fritz Michael Gerlich und Liberat Weiß

Dann fuhren wir nach Konnersreuth, einen Ort mit knapp 2000 Einwohnern in der Region Opferpfalz-Nord, nahe der tschechischen Grenze der Stadt Eger in Westböhmen. Dort besichtigten wir das Geburtshaus der „Resl von Konnersreuth“, wie Therese Neumann genannt wird. Derzeit gibt es ein Seligsprechungsverfahren über die Therese. Hier seien einige biographische Angaben gemacht.

Therese Neumann wurde 1898, in der Nacht von Karfreitag auf den Karsamstag (8. auf 9. April) in Konnersreuth, Diözese Regensburg, geboren. Sie war das erste von elf Kindern einer Schneiderfamilie. Sie besuchte zunächst die Dorfschule, trat danach in den Dienst eines Bauern und äußerte den Wunsch, Missionsschwester in Afrika zu werden. Infolge eines Unfalles beim Löschen eines Brandes im Jahre 1918 wurde sie jedoch gelähmt und erblindete 1919. Sie nahm dieses Schicksal ergeben an und wurde von Pfarrer Joseph Naber seelsorglich begleitet. Am 29. April 1923, am Tag der Seligsprechung der Therese von Lisieux konnte sie plötzlich wieder sehen. Sie hatte von ihrem Vater, der im Ersten Weltkrieg in Frankreich Soldat war, ein Andachtsbild dieser Heiligen erhalten. Am 17. Mai 1925, am Tag der Heiligsprechung von Therese von Lisieux fühlte sie sich plötzlich von ihrer Lähmung geheilt und begann erste Gehversuche. Am Todestag der Heiligen Therese konnte sie erstmals allein gehen.
Im Jahre 1926 stellten sich Phänomene ein, die großes Aufsehen erregten. In visionären Schauungen gewann Therese Einblick in das Leben und Leiden Jesu, erhielt die Wundmale an ihrem Körper und durchlebte von da an bis zu ihrem Tod am eigenen Leibe die Passion, ein Ereignis, das Tausende von Menschen anzog und nach Konnersreuth führte. Ab August hatte sie kein Hungergefühl mehr und verweigert ab Weihnachten 1926 jegliche Nahrungsaufnahme. Sie nahm nur mehr die tägliche Heilige Kommunion zu sich. Von September 1927 an verzichtete sie auch auf einige Tropfen Wasser nach der Kommunion und blieb fortan bis zu ihrem Tode nahrungslos. Therese hatte viele Bewunderer und Verehrer, aber auch Kritiker. Sie hatte ein waches Gespür für den Zeitgeist und sammelte um sich einen Kreis von Antinationalsozialisten, die Widerstand gegen das Regime leisteten und von Therese beraten wurden. Zu diesem Kreis gehörte auf Fritz Gerlich, eines der ersten Opfer des NS-Regimes. Auch Bischöfe und Kardinäle suchten Rat bei Therese von Konnersreuth. Therese Neumann lehnte jedes Aufsehen um ihre Person ab, wendete ihre Aufmerksamkeit Kranken und Sterbenden und der Schöpfung Gottes zu, litt bereitwillig im Geist der Sühne für andere und initiierte das Spätberufenenseminar Fockenfeld und das Anbetungskloster Theresianum.
Resl starb am 18. September 1962, im Rufe der Heiligkeit und wurde am 22. September in Konnersreuth beerdigt. Es gab nach ihrem Tod zahlreiche Gebetserhörungen, die im Rahmen eines Seligsprechungsprozesses gesammelt und geprüft werden.

In Konnersreuth wurde am 4. Jänner 1675 der Selige Franziskanerpater Liberat Weiß geboren und auf den Namen Johannes Laurentius getauft. Mit 18 Jahren bat er um Aufnahme in die österreichische Franziskanerprovinz und wurde am 13. Oktober 1693 in Graz eingekleidet. Am 14. September 1698 wurde er in Wien zum Priester geweiht, wirkte zunächst als Prediger und Beichtvater und meldete sich dann für die Mission in Äthiopien, um nach dem Wunsch von Papst Clemens XI. eine Union der äthiopischen Kirche mit Rom vorzubereiten. Eine erste Missionsreise über Ägypten und den Sudan im Jahre 1705 scheiterte unter unglaublichen Strapazen, Verfolgungen, an denen einige Mitbrüder starben. Eine zweite Missionsreise, die im Jahre 1711 begann, war zunächst erfolgreich, führte jedoch wieder zu Verfolgungen, sodass Pater Liberat am 3. März 1916 mit seinen zwei Gefährten einen grausamen Märtyrertod durch Steinigung erlitt. Durch Bemühungen von Bischof Graber und Kardinal Groer konnte das bereits 1926 aufgenommene Seligsprechungsverfahren zu Ende gebracht werden. Die Seligsprechung erfolgte am 20. November 1988 in Rom. Pater Liberat Weiß ist gemeinsam mit Engelbert Kolland der zweite Provinzpatron der Franziskaner Provinz Austria.

In Konnersreuth besuchten wir in der Schule eine Ausstellung über Fritz Michael Gerlich, dessen Leben und Wirken eng mit Therese Neumann zusammenhängt. Fritz Gerlich wurde 1883 in Stettin in Pommern geboren und wuchs in einem calvinistisch geprägten Elternhaus auf. In München und Leipzig studierte er geisteswissenschaftliche Fächer und engagierte sich politisch. Später arbeitete er als Archivar und als liberaler Journalist, 1920 wurde er Chefredakteur der „Münchener Neuesten Nachrichten“. Nach dem Hitlerputsch am 9. November 1923 wandte sich Gerlich gegen Hitler. Als in den Münchener Neuesten Nachrichten 1927 ein Artikel über Therese Neumann erscheint und in 32 Sprachen übersetzt wird, reist Gerlich nach Konnersreuth, weil ihn Zweifel über die Echtheit plagen. Dieser Besuch bei Therese Neumann wird für den zeitlebens nach Wahrheit Suchenden zu einer Art Gebetserhörung. Jetzt hat der die Wahrheit gefunden und will diesen Weg gehen. Fritz Gerlich nimmt nach Meinungsverschiedenheiten mit dem Herausgeber zunächst Abschied von der Zeitung, gibt die Lebensgeschichte der Stigmatisierten von Konnersreuth in zwei Bänden heraus, konvertiert am 29. September 1931 in Eichstätt zum Katholizismus (erhält den Beinamen Michael) und wird gemäß einem Rat der Therese Neumann Herausgeber einen neuen Zeitung, die ab 1932 „Der Gerade Weg. Deutsche Zeitung für Wahrheit und Recht“ genannt wird. Gerlich wird in der Folge einer der kompromisslosesten, mutigsten und schärfsten Gegner Hitlers und des Nationalsozialismus.
Am 9. März 1933 stürmten SA-Mannschaften die Redaktionsräume des Geraden Weges, verhafteten Gerlich und misshandelten ihn schwer. Am 30. Juni 1933 wurde Fritz Michael Gerlich im Rahmen des sogenannten Röhmputsches ins KZ Dachau gebracht und am 30. Juni kaltblütig erschossen.


Fahrt nach Tschechien

Dann fuhren wir von Konnersreuth über Eger (Egerländer-Musik) nach Rakovnik, wo wir Dekan Adalbert besuchten, der mit Mitbrüdern und Jugendlichen in Maria Rast oft zu Gast ist und bei uns eine zweite geistliche Heimat gefunden hat. Er geleitete uns am nächsten Tag zu einem berühmten Wallfahrtsort in Svata Hora, am Heiligen Berg. Danach fuhren wir wieder nach Österreich zurück. Für mich war es eine sehr bewegende Fahrt mit tiefen Erlebnissen, eine Einstimmung auf die Heiligen Tage.
Dekan Steinwender

Eine umfangreiche Bilddokumentation findet ihr in unserem Fotoalbum.

Spendenfreudigkeit am Palmsonntag

Nach einer feierlichen Palmweihe und Palmsonntagsliturgie wurde nicht nur derjenige mit der größten Palmstange mit einer Schokolade und der mit kleinsten mit einem Trostpreis belohnt, sondern es gab noch weiteren Grund zur Freude. Beim Verkauf von Kaffee und Kuchen zugunsten der Kirchenrenovierung fanden die angebotenen Köstlichkeiten reißenden Absatz und es gingen auch zahlreiche Geldspenden ein.

Ein ganz herzliches Vergelts Gott allen Kuchenbäckerinnen, allen Helfern und allen Spendern!

Fotos von den beeindruckenden Palmstangen in unserem Album!

Aus den Spuren des Osterhasen

Bei einer Wanderung zur Josefskapelle fanden die Zeller Jungscharkinder allerlei kleine Süßigkeiten, die wohl der Osterhase eingelegt hat. Am gleichen Nachmittag konnten auch die selbst gebastelten Osterhasen mit Kresse-Haaren mit nach Hause genommen werden. Weitere Bilder in unserem Fotoalbum.

Wie jedes Jahr gestalten auch heuer wieder die Jungscharkinder die Andacht am Kinderkarfreitag, 18. April um 15.00 Uhr in der Pfarrkirche.

Endspurt zur Erstkommunion in Ramsau

Mit der Probe des Schulchores für die Erstkommunion und dem Treffen der Mütter der Erstkommunikanten zum gemeinsamen Putzen der Kirche in Ramsau sind zwei weitere wichtige Schritte der Vorbereitung getan. Allen ein herzliches Vergelts Gott für die Hilfe und Unterstützung.

Nun bedarf es vor allem noch des Gebets für die Erstkommunionkinder, einer guten Erstbeichte und einer guten Beichte der Mitfeiernden, damit neben dem äußeren Rahmen auch die innere Vorbereitung stimmt.

100 Jahre Felssturz in Maria Rast

4. April 2014, 13.00 Uhr – 100 Jahre Felssturz in Maria Rast am Hainzenberg

Der Felssturz am Hainzenberg:

Am 4. April 1914, um 13.00 Uhr stürzten gewaltige Felsblöcke vom Hainzenberg auf die Straße, wodurch ein Teil des schönen Bergwaldes wegrasiert und die Straße auf einer bedeutenden Strecke mit großen Steinblöcken verschüttet sowie die umliegenden Felder verwüstet wurden. Etwa 400 Arbeiter wurden für Aufräumarbeiten aufgeboten.
Die Wallfahrtskirche Maria Rast wurde dadurch stark in Mitleidenschaft gezogen. Linksseitig ihrer Stütze beraubt, wurde die Mauer nur durch die Eisenstangen, die schon vor vielen Jahren provisorisch eingefügt worden waren, vor dem gänzlichen Einsturz bewahrt. Der Turm auf der linken Seite hatte nur einen Halt an den Traversen, die ihn mit dem rechtsseitigen Turm verbanden. Diese Eisenstangen konnten jedoch nicht mehr genug Stütze bieten. Darum wurden die vielen schadhaften und stützlosen Teile des Baues unter Lebensgefahr der Arbeiter bald abgetragen, um einen völligen Zerfall der ganzen Kirche zu verhindern.
Diese Katastrophe war nicht plötzlich gekommen, sondern sie war schon befürchtet worden und Maria Rast war zu diesem Zeitpunkt bereits geschlossen. Möglicherweise hat aber auch ein Erdbeben den unmittelbaren Anlass zur Katastrophe gegeben. Daher sollen hier einige geschichtliche Aspekte zum Thema Felssturz angeführt werden.

Geschichtliche Aspekte des Felssturzes:

Auf Grund des brüchigen Felsens, auf dem Maria Rast ruhte, gab es bereits im Jahre 1793 notwendige Vorkehrungen am Kirchengebäude wegen drohenden Einsturzes. Es wurden Erneuerungsarbeiten an der Mauer durchgeführt.
1842 wurde das 100-jährige Jubiläum der Kirche Maria Rast (mit drei Jahren Verspätung, da der eigentliche Termin 1839 gewesen wäre) mit einem Triduum am 24., 25. und 26. Juli unter der Möglichkeit der Gewinnung eines vollkommenen Ablasses von der Zeller Pfarrbevölkerung und vielen Gläubigen aus der Umgebung gefeiert.
In der folgenden Zeit mussten wieder Maurer- und Spenglerarbeiten geleistet werden, da der Felsen, auf dem die Kirche ruhte, sich mehr abwärts neigte. Die Mauern und Kuppeln wurden mit Eisenstangen festgehalten.
Im Jahre 1867 wurden infolge eines Sprunges im Schiefersteinfelsen weitere Maßnahmen getroffen. Da sich die Kluft vergrößerte, machte der Gendarmerie-Postenführer von Zell am Ziller 1869 eine Anzeige an die Bezirkshauptmannschaft Schwaz, in der er berichtete, dass in der Filialkirche in der Grundmauer vom Boden bis zum Gewölbe eine „solche Kluft entstanden sei, dass die ohnehin geschleuderte Kapelle nun dem Einsturz nahe sei.“ Trotzdem kam es noch nicht zur Schließung der Filialkirche. 1879 wurde wieder Stütz- und Flickarbeiten gemacht.
Am 11. Juni 1901 berichtete Dekan Troger, dass der Bau der Kirche nicht zu halten sei und abgetragen werden müsse, die Konservatoren entschieden sich jedoch anders. Im Sommer 1901 wurde die Wallfahrtskirche behördlich geschlossen. Im Jahre 1902 begann die Restauration gefährdeter Teile.
Am 27. Februar 1914 erschien eine behördliche Kommission in Zell und entscheid, dass eine Erhaltung der Wallfahrtskirche nicht mehr möglich sei und die Kirche abgetragen werden müsse.
Das Gnadenbild hatte in der Nähe eine kleine Notkapelle erhalten, die von vielen Pilgern besucht wurde. Dann kam dann die Bergkatastrophe am 4. April 1914.

Gegenwärtiges und Künftiges

Über die dann folgende Abtragung eines Turmes und der Wiederherstellung der Kirche mittels einer soliden Tragekonstruktion wird in der nächsten Ausgabe des Zillertaler Glaubensbotens (100. Ausgabe, daher Jubiläumsausgabe) berichtet werden. Derzeit gibt es im Bereich der Kirche keine diesbezüglichen Gefahrenmomente, sie steht felsenfest.

Damit nicht zusammenhängend werden seitens der Landesvermessung und der Landesgeologie Beobachtungs- und Sicherungsmaßnahmen für die Straße vorbereitet, weil auf dem Hang taleinwärts der Kirche durch den Frost des vergangenen Winters Sprünge in Felsen entstanden sind.

Ein herzliches Dankeschön für die großzügigen Beiträge vieler zur Bausteinaktion Maria Rast. In nächster Zeit wird an der Kirche die Nordseite renoviert, die Tragekonstruktion wird überprüft, die Heizung erneuert und Adaptierungsarbeiten am Mesnerhaus werden vorgenommen. Weitere Bausteine können im Pfarrbüro erworben werden.

Ignaz Steinwender, Dekan

Fastenandacht am Hainzenberg

Kürzlich besuchte Kooperator Ferdinand Schnaiter die Volksschüler und Kindergartenkinder am Hainzenberg zu einem gemeinsamen Gebet und einer Fastenandacht.

Kirchenrenovierung in Ramsau

Nach zweimonatiger, intensiver Arbeit legt morgen der Restaurator zum letzten Mal Hand an, bevor die Kirchenrenovierung in Ramsau abgeschlossen ist. Nach einer aufwendigen Einrüstung konnte mit der Sanierung der Innenwände begonnen werden. Seit 3. Februar geschahen aber noch viele, viele weitere kleinere und größere Instandsetzungsmaßnahmen. In unserer Bildergalerie ist unter anderem festgehalten, wie der Restaurator ein Bild vergoldet, wie Mesnerin Helene gesichert mit einem Gurt in schwindelnder Höhe die Fenster reinigt, tatkräftigt unterstützt von ihrem Mann, der dem Schmutz auf den Fensterbrettern den Kampf angesagt hat. Auch die Tätigkeiten der Elektriker in der Sakristei, sowie (mit Hilfe der Feuerwehr) auf dem Dach wurden verewigt.
Die Mütter der Ramsauer Erstkommunionkinder werden am Montag gemeinsam mit der Mesnerin die Kirche putzen, sodass sie auf das Hochfest der Auferstehung unseres Herrn wieder in vollem Glanz erstrahlen kann.

Die Kollekte am Palmsonntag wird für die Kirchensanierung verwendet, anschließend gibt es Kaffee und Kuchen zugunsten der Kirchenrenovierung.

zu den Fotos

Vorher - nachher



Bäuerinnentag mit Hl. Messe begonnen

Rund 300 Bäuerinnen aus dem Bezirk Schwaz begannen des Bezirksbäuerinnentag am 26. März mit einem Festgottesdienst - musikalisch begleitet von den Haslacher Dirndln - um 16.30 in der Dekanatspfarrkirche Zell am Ziller. Für das Programm mit Grußwort, Tätigkeitsberichten der Bäuerinnen, dem Festvortrag „Gesundheit kauft man nicht im Handel, sie liegt in deinem Lebenswandel“, sowie interessanten Erzählungen von Bäuerinnen aus ihrem Leben zeichntete das Gebiet Mittleres Zillertal verantwortlich.

Die erbauende Predigt von Dekan Steinwender kann hier nachgelesen werden.

Einladung zu Beichte und Anbetung

Auf Initiative des Päpstlichen Rates für die Neuevangelisierung laden auch Österreichs Bischöfe zur Aktion 24 Stunden für Gott ein. Im Mittelpunkt stehen dabei die Beichte, da die persönliche Umkehr einen entscheidenden Schritt zur Neuevangelisierung darstellt, und die eucharistische Anbetung. Alle Pfarren sind eingeladen, sich daran zu beteiligen. Schon lange gibt es in unserer Pfarre regelmäßige Beichtgelegenheiten, zB am Freitag vor der Abendmesse, am Sonntag vor dem Pfarrgottesdienst und nach der Engelbertwallfahrt in Ramsau, und die Möglichkeit der eucharistischen Anbetung, wöchentlich am Donnerstag von 9.00 bis 17.00, am Freitag von 18.00 bis 19.00 und bei der Nachtanbetung nach der Engelbertwallfahrt in Ramsau von 20.00 bis 6.00. Damit entsprechen wir nicht nur dem Wunsch von Papst Franziskus, sondern auch dem seines Vorgängers, Papst Benedikt VXI.

Herzliche Einladung, sich besonders am Freitag, 28. März mit dem Papst und den Gläugiben auf der ganzen Welt im Gebet zur vereinen und durch die Beichte ein sichtbares Zeichen der Umkehr zu Gott zu setzen!

Bericht der Pilgerreise ins Heilige Land

Persönliche Eindrücke und Fotos von Marlies Fankhauser


Je öfter ich im Herbst das Programm der geplanten Israelreise der Diözese Salzburg im Pfarrbrief las, desto mehr kam mir der Gedanke, doch einmal so eine Reise zu machen. Es müsste sicher ein Erlebnis sein, diese bekannten Stätten zu besuchen. Da ich noch nie eine geführte Reise in dieser Form mit einem Bus voller Pilgern und so vielen Priestern gemacht hatte, trat ich diese Woche sehr gespannt und ohne große Erwartungen an.

1. Tag:

Am 8. Februar um 03:30 Uhr starteten wir am Bahnhof Zell am Ziller zum Flughafen nach München. Insgesamt waren wir 14 Teilnehmer aus unserer Pfarre, darunter Dekan Ignaz Steinwender und der Pfarrer von Ellmau. Nach einem ruhigen Flug, für einige von uns war es der erste, landeten wir am Nachmittag in Tel Aviv. Danach fuhren wir mit einem Bus nach Caesarea, die Stadt des Herodes, wo sich eine archäologische Ausgrabungsstätte befindet.

Hier stießen wir auf die Gruppe der Diözese Salzburg, darunter auch Erzbischof Franz Lackner, die mit uns gemeinsam für die kommende Woche unterwegs war. Die Leitung erfolgte durch das Reisebüro Moser. Nach dem Abendessen führte die Fahrt nach Galiläa zu unserer Unterkunft am See Genezareth.

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Gerlosberger Erstkommunikanten bereiten sich vor

Kürzlich überreichten die Gerlosberger Erstkommunikanten der Religionslehrerin ein Plakat, das sie aus eigenen Antrieb in ihrer Freizeit gebastelt haben.
Wir wünschen ihnen und allen unseren Erstkommunikanten noch viel Vorfreude auf die Begegnung mit Jesus Christus in der Heiligen Kommunion und dass die Liebe zu IHM in dieser Zeit der Vorbereitung immer größer wird.

Eheseminar in Zell

Am Samstag, 8. März veranstaltete das Referat für Ehe und Familie der Erzdiözese Salzburg ein Tagesseminar zur Vorbereitung auf das Sakrament der Ehe. Zehn Brautpaare, davon zwei aus Gerlos, eines aus Brixlegg, eines aus der Pfarre Stumm, der Rest aus Zell und Ramsau kamen im Wohn-und Pflegeheim zusammen, um den Ausführungen zu den Themenbereichen Ehe und Partnerschaft, Verantwortete Elternschaft und Sakrament der Ehe zuzuhören.
Wer noch einmal einige Inhalte auffrischen will, wer einen kleinen Einblick über die Vielseitigkeit der besprochenen Themen bekommen möchte oder wer einfach neugierig ist, wer dabei war, kann in unserem Fotoalbum blättern.

Möglichkeit zur Einlösung des "Hochzeitsschecks": Grundkurs für Natürliche Empfängnisregelung am Samstag, 29. März um 15.00 im Jungscharraum

Zum 100. Todestag von Kardinal Katschthaler

Geburtshaus von Kardinal Katschthaler in Hippach

Zum 100. Todestag des Zillertalers Kardinal Johannes Katschthaler (1832-1914)

Wenn wir zu Hause in Tamsweg als Kinder manchmal gerne etwas gehabt hätten und es war finanziell nicht möglich, dann pflegte die Mutter oder die Oma zu sagen: „Wer soll denn das bezahlen, der Katschthaler!“ Jahrzehnte später wurde mir erst klar, dass dieser Ausspruch auf die großzügige Hilfsbereitschaft eines Zillertalers zurückging, nämlich auf Kardinal Johannes Katschthaler, dessen Todestag sich am 27. Februar 2014 zum 100. Mal jährt.
"Nunquam te ipsum quaeras" ("Suche Dich niemals selbst") war der Wahlspruch des Salzburger Fürsterzbischofs Johannes Baptist Katschthaler, der neunte und letzte Salzburger Erzbischof, der auch die Würde eines Kardinals verliehen bekam.

Gut einen Kilometer vom Geburtshaus des seligen Engelbert Kolland (Lochhäusl in Ramsau) wurde am 29. Mai 1832 im Mesnerhaus in Hippach Johannes Katschthaler als achtes von neun Kindern seiner Eltern Jakob und Theresia Katschthaler geboren. Sein Vater war ein gebürtiger Dorfgasteiner, Schulleiter, Organist und Mesner, seine Mutter Theresia, geb. Gredler, stammte von Schwendau. Johannes kam nach dem frühen Tod seines Vaters im Jahre 1835 zum Lehrer Josef Thaler nach Brandberg.
Zwei von Katschthalers drei Brüdern schlugen später ebenfalls eine geistliche Richtung ein. Ignaz Katschthaler wurde Laienbruder, Organist und später Kanzleibeamter im Ordinariat Lavant und später in Marburg, Andreas Katschthaler (Bruder Amantius) wurde als Kapuziner Quardian in Brixen. Ein weiterer Bruder Andreas Katschthaler war Kapellmeister in Innsbruck.

Bei der Einweihung der wieder erbauten Kirche Maria Schnee im Zillergrund durch Kardinal Fürsterzbischof Schwarzenberg am 24. August 1845 fiel der junge Ministrant dem Kardinal positiv auf und er durfte noch im selben Jahr in Salzburg ins Knabenseminar gehen. Dort fand Johannes in Johann Zimmermann, den Präfekten und späteren Regens, der aus der Zillertaler Pfarre Stumm stammte, einen väterlichen Freund und Förderer. In dieser Zeit besuchte er das k. k. Staatsgymnasium, wurde Mitglied des Aloisiusvereines und entfaltete leidenschaftlich sein Talent für Gesang und Musik, das schon sein Vater und der Lehrer Josef Thaler in ihm gefördert hatten. Der Plan des begeisterten Musikanten, der eine Reihe von Instrumenten beherrschte, mit der Nationalsängergruppe Hollaus auf Tournee durch Amerika zu gehen, wurde durch einen Unfall im Jahre 1848 vereitelt, offenbar hatte die Vorsehung andere Pläne mit Johannes. In dieser Zeit dürfte Johannes Katschthaler auch mit dem Zillertaler Nachbarn Michael (später Engelbert) Kolland bekannt geworden sein. Im Gegensatz zu Michael Kolland, der im Gymnasium zunächst mit großen Schwierigkeiten und Unterbrechungen zu kämpfen hatte, war Johannes Katschthaler geradezu ein Musterschüler. Engelbert Kolland entfaltete erst später vor allem sprachliche Talente, wurde Franziskaner und starb 1860 den Märtyrertod. Johannes Katschthaler trat nach der Reifeprüfung im Jahre 1852 und einem Jahr Geschichtestudium in Wien ins Priesterseminar in Salzburg ein und studierte Theologie. 1856 wurde er vom gebürtigen Schwazer, Fürsterzbischof Tarnoscy zum Priester geweiht und feierte mit seinem Bruder Amantius in Hippach die Primiz.

Nach kurzer seelsorglicher Tätigkeit kam Katschthaler auf die Universität als Studienadjunkt, hielt bald Vorlesungen, machte ein Doktorat und wurde schließlich Professor für Dogmatik. Er lehrte in Salzburg und zeitweise auch in Innsbruck. Sein bedeutendstes Werk war eine fünfbändige Dogmatik, die "Theologia dogmatica catholica specialis", deren Bände in der Zeit von 1877 bis 1888 in lateinischer Sprache erschienen und später auch in ungarisch übersetzt wurden.
Neben seiner professoralen Tätigkeit übte Katschthaler viele weitere Ämter aus, er saß für den Salzburger Erzbischof im Tiroler Landtag, wo er sich z. B. im Jahr 1878 sehr für das Zillertal verdient machte, das durch eine Hochwasserkatastrophe arg in Mitleidenschaft gezogen worden war. 1880 wurde Katschthaler Domkapitular in Salzburg, 1882 wurde er Direktor des Priesterseminars und übte diese Schlüsselrolle 18 Jahre lang mit Strenge und Liebe aus.
Johannes Katschthaler wurde 1876 als möglicher Bischofskandidat genannt und galt 1890 als wahrscheinlicher Bischofskandidat. Doch es kam anders. Er wurde 1891 zum Weihbischof ernannt und 1900 dann zum Erzbischof von Salzburg. Im Jahre 1903 ernannte ihn Papst Leo XIII. zum Kardinal.

Kardinal Katschthaler im Salzburger Landtag (Periode 1902 - 1908), Vorne Mitte: Der spätere Landeshauptmann Prälat Alois Winkler; links dahinter Fürsterzbischof Kardinal Katschthaler; links hinter Katschthaler: Leonhard Steinwender und Alois Fürschnaller
Kardinal Katschthaler

Die Amtszeit Katschthalers als Fürsterzbischof von Salzburg (1900 bis 1914) deckte sich nahezu mit der Zeit des Pontifikates Pius X. (1904 bis 1914) und war auch für Salzburg im Hinblick auf die Entwicklung von Kirche und Gesellschaft eine prägende Ära.
Die Amtszeit Katschthalers war gekennzeichnet von weltanschaulichen Auseinandersetzungen mit den liberalen « Freisinnigen », die später mehr im Nationalen bzw. Deutschnationalen Lager aufgingen und dem sozialistischen Lager, das damals entstand. Vor allem die von Georg von Schönerer ins Leben gerufene Los-von-Rom-Bewegung, die in Salzburg um die Jahrhundertwende die erste Kirchenaustrittskampagne initiierte, bewirkte eine Verschärfung der geistigen Auseinandersetzung. In dieser Zeit kristallisierten sich schon allmählich die drei klassischen politischen Lager, die Deutschnationalen, die Sozialdemokraten und die Katholischen bzw. die Klerikalen, später die Christlichsozialen heraus.
In diesem geistigen, gesellschaftlichen und politischen Spannungsfeld versuchte Katschthaler durch Klarheit in der Diktion, durch Festigkeit im Auftreten und durch großen pastoralen Eifer die Kirche zu festigen und die weltanschauliche Bildung zu fördern.
Durch eifrige Visitationen auch in die kleinsten Dörfer, durch Hirtenbriefe und die Förderung von Volksmissionen intensivierte er die Seelsorge. Er kümmerte sich besonders um die Priester und war für soziale Anliegen immer zu sprechen.
Besondere Marksteine in seinem Wirken waren das Provinzialkonzil, zu dem er seine Suffraganbischöfe 1906 nach Salzburg rief und der marianische Weltkongress, den Katschthaler im Juli 1910 in Salzburg leitete. Kardinal Katschthaler stellte auch seine musikalische Begabung in den Dienst der Kirche und setzte viele Impulse. 1886 hatte er eine kirchenmusikalische Vierteljahresschrift ins Leben gerufen und redigierte diese Zeitschrift, er setzte sich für kirchenmusikalische Reformen ein, schrieb eine kurze Geschichte der Kirchenmusik und betätigte sich auch als Komponist.
Viele soziale Initiativen und die überaus große Freigebigkeit Katschthalers bei Nöten aller Art blieb über Generationen im Bewusstsein des Volkes verankert.

Johannes Katschthaler war zweifellos eine besondere Bischofsgestalt. Fromm, asketisch, beharrlich und ausdauernd in der Verwirklichung seiner Ziele, geradlinig, opferbereit, lauter und freigiebig. Er war sich der Verantwortung für die Seelen vor Gott bewusst. Wenige Monate vor seinem Tod kam er noch einmal ins Zillertal und begab sich in den Zillergrund, wo er 1908 die Neuerrichtung der Kirche Maria Schnee initiiert und eine Expositur errichtet hatte.
Wenn Katschthalers Persönlichkeit trotz seiner großen Schaffenskraft, seiner vielfältigen Talente, seiner edlen sozialen Haltung und seines hohen kirchlichen Amtes eher im Hintergrund blieb, so ist das wohl ein Stück weit Ausdruck seines bescheidenen Wesens, aber vielleicht mehr noch Ausdruck seiner übernatürlichen Haltung, die nicht das Lob der Menschen, sondern die Ehre Gottes vorzieht. Als Katschthaler am 27. Februar 1914 starb, hinterließ er eine praktisch leere Kasse. Auch das spricht für die Treue zu seinem Wahlspruch. „Numquam seipsum quaeravit“, er suchte sich niemals selbst.

Ignaz Steinwender

Eine Kurzbiographie von Kardinal Katschthaler ist in „Geistliche im Weinberg des Herrn. Missionare, Bischöfe … aus dem Zillertal“ enthalten und im Pfarrbüro Zell am Ziller erhältlich.

Nachdenkliches zur Faschingszeit

Zölibatsdiskussion

Frau Klatschetratsch weiß es genau:
"der Pfarrer mit der Pfarrhausfrau...
Zumindest gibt es dies Gerücht,
woher ich's hab, das sag ich nicht.“

Ganz Ohr ist nun die Damenrunde
in der Skandalenthüllungsstunde.
Frau Grüchteküch ergänzt mit Lust:
„Ich hab's ja immer schon gewusst!“

Frau Gschichterldruck ergreift das Wort,
weiß Neues aus dem Nachbarort:
„Von einer Übertrüberfrommen
hat Pfarrer Z ein Kind bekommen.“

Am Männerstammtisch, gar nicht schüchtern,
behandelt man das Thema nüchtern:
„Er tuat net saufn und net rauchn,
jo irgendwos wird er holt brauchn.“

Herr Allesweiß fühlt seine Stunde
als Bibelkenner in der Runde:
„Wir lesen ja des Himmels Lehren,
die Menschen mögen sich vermehren.“

Da hakt Herr Siebengscheit nun ein,
die Nase rot vom guten Wein:
„Es ist doch klar, wenn Pfarrer sterben,
da will die Kirche alles erben!“

Herr Senfdazu meint überdrüssig:
„Der Zölibat ist überflüssig.“
Die Kellnerin ruft von der Bar:
„Bei´d Evangölla geht’s jo a!“

„Da Lutha - hob i a mol g´lesn -
is gor ka Wöltvarächta gwes´n.
Er hot si gunnt die Fleischeslust
als Ausgleich für sein Kirchenfrust.

Obwohl ansonsten alkoholisch,
spricht nun der Wirt ganz streng katholisch:
"Wos ihr do red's, doss i net loch,
da Popst, der gibt do niemols noch!"

So wogt sie nun Jahrzehnte schon,
die ewiggleiche Diskussion.
Doch wohl der Kirche, die ihn hat:
den Gott geweihten Zölibat!

Gedicht von Pf. Roger Ibounigg (Pöllau), veröffentlicht auf kath.net

Wortgottesnotfallstropfen

Wenn Glaubenszweifel dich bekriechen,
wenn Angst und Kleinmut heftig klopfen,
wenn alle Kraft aus dir gewichen,
dann nimm Wortgottesnotfallstropfen.

Denn Jesu Wort allein ist Wahrheit,
bezeichnet dich als Gottes Kind,
schenkt Sicherheit und gibt dir Klarheit,
führt dich durchs Lebenslabyrinth.

Ein Medien-Tsunami rollt,
scheint alles mit sich fortzuspülen,
von manchen ganz bewusst gewollt,
die auch die Kirche unterwühlen.

Den Schwall von Worten, Bildern, Schriften
genießen viele ungezügelt,
sie laben sich an Talkshow-Giften
bis jede Meinung gleichgebügelt.

Sie wollen Gottes Wort nicht hören,
gefangen von den eig´nen Trieben.
Und wehe, wenn die Christen stören …
Warum nicht gleichgeschlechtlich lieben?

Vom Mainstream sind sie mitgerissen
sie fördern die Kultur des Todes
und gleichen, ohne es zu wissen,
dem kindermordenden Herodes.

Gesellschaftsfundamente wanken,
wenn still das Christentum entweicht,
statt Liebe wird den Alten, Kranken
ein Todescocktail dargereicht.

Sie gehen eiskalt über Leichen,
ja, luziferisch ist ihr Plan:
Die Wahrheit muss der Sünde weichen;
sie sind berauscht vom „Gender-Wahn“.

Familie gilt als verpönt,
als Unterdrückungsapparat,
und ist der Mensch davon entwöhnt,
erzieht die Kinder „Vater Staat“.

In Bildungsplänen für die Schulen
wird deren Lehre eingeträufelt
man spricht von „Lesben und von Schwulen“
die Kirchenlehre wird verteufelt.

Auch so genannte „gute Christen“
sind tief vom Zeitgeist infiziert,
von angepassten Journalisten,
verbildet und indoktriniert.

Wenn dies Gedicht den Nagel trifft,
kehr heute noch zu Jesus um,
nimm Gottes Wort als Gegengift,
es rüstet zum Martyrium!

Gedicht von Pf. Roger Ibounigg (Pöllau), veröffentlich auf kath.net

Mit Maria Magdalena Christus begegnen

Predigt von Dekan Steinwender in Magdala, Galiläa am 11. Februar 2014
(Hohelied 3,1-4; Joh. 20,1-18)


Lieber Herr Erzbischof, liebe versammelte Pilger im Heiligen Land!

Unser Herr Erzbischof hat bei der ersten Messe von der Geographie der Heiligen Orte gesprochen. So sind wir auf dem Weg durch das Heilige Land heute in Magdala angelangt, einem Ort, der durch eine große Heilige, der Heiligen Maria Magdalena, eine tiefe Bedeutung hat. Prälat Reißmeier hat gestern auf dem Berg der Seligpreisungen die Aussage in den Raum gestellt, dass der Mensch glücklich werde, wenn sich erfüllt, was er will, um dann der Frage nachzugehen, was denn der Mensch wollen soll, damit er wirklich glücklich werde. So möchte ich heute diese Gedanken im Lichte der heutigen Lesungen und am Beispiel der Heiligen Maria Magdalena weiterführen.

Gerade an den heiligen Orten wird uns noch mehr bewusst, dass der Glaube auch Begegnung ist, vor allem ein Liebesverhältnis zwischen Verliebten, zwischen Braut und Bräutigam. Schon im Alten Testament wird dieses Verhältnis zwischen dem Gott Israels und seinem Volk wie ein Verhältnis zwischen Braut und Bräutigam dargestellt.

Die leidenschaftliche Suche Gottes nach dem Menschen
In der Lesung aus dem Buch Hohelied haben wir gehört von der Verliebten, die den sucht, den sie liebt, die nachts aufstehen will, um durch die Stadt zu streifen, und den zu finden, den sie liebt (Hohelied 3, 1f). Und an anderer Stelle spricht die Verliebte von ihm, dem Geliebten: „Sie da, er kommt. Er springt über die Berge, hüpft über die Hügel (…) draußen steht er (..) er blickt durch die Fenster, späht durch die Gitter. Der Geliebte spricht zu mir: Steh auf, meine Freundin, meine Schöne, so komm doch! Denn vorbei ist der Winter.“ (Hohelied 2,8f)

Es ist ein Bild für Gott, der als Bräutigam um die Braut, um das Volk Gottes, um die Kirche, um die einzelne Seele wirbt, der uns aus der Stube des Winters in den Frühling des Glaubens locken möchte, ein Bild für Gott der uns aus der Glaubenskälte, aus dem Winter der Oberflächlichkeit und Lauheit in die Wärme der gläubigen Verliebtheit führen möchte. Die ganze Menschwerdung Christi, von Nazareth bis Betlehem, sein Wirken in Galiläa, die Berufung der Jünger, die Heilungen, die Wunder und das Lehren Jesu sind Bestandteil dieser Suche des Verliebten nach jeder einzelnen Seele. Die Suche Gottes wird deutlich in der hingebenden, schenkenden Liebe des Herrn, mit der er sich in sein Leiden begibt. Sie findet ihren höchsten Ausdruck in seinen Worten „mich dürstet“, die er am Kreuz spricht. Es dürstet ihn nach jeder einzelnen Menschenseele, die ER an sich ziehen möchte.

Maria Magdalena – eine Liebesgeschichte mit Gott
In diesem Lichte können wir auch die Gestalt Maria Magdalena betrachten, eine faszinierende Glaubens- und Liebesgeschichte, so faszinierend, wie es eben ist, Christ, oder sagen wir, katholisch zu sein. Maria Magdalena war sicher von der Suche nach Glück beseelt, von der Sehnsucht nach Erfüllung, die Gott in jedes Menschenherz gelegt hat. Aber sie hat zunächst das Glück am falschen Ort, abseits von Gott gesucht. Sie sündigte, und weil sie keine Erfüllung fand, sündigte sie noch mehr, aus den Sünden wurden sündige Gewohnheiten, Laster. Die Last wurde so noch größer, bis ihre Seele schließlich zur Wohnstätte von Dämonen wurde. In dieser Situation traf sie den Herrn, Jesus Christus. ER trieb sieben Dämonen aus ihr aus, schenkte ihr eine Umkehr und rief sie zu einem neuen Leben. Ihre Laster begannen sich Tugenden zu verwandeln, der Herr lenkte ihre Sehnsucht nach Fülle dorthin, wo die Quelle des Lebens ist, wo der Mensch wirklich Erfüllung findet. So gelangte sie zu einer leidenschaftlichen, hingebenden Liebe zum Meister und gehörte nun zu den Frauen, die Jesus folgten und ihn unterstützten mit allem, was sie hatten. So wurde sie begnadet, dem Herrn mit wenigen Getreuen im Leiden bis unter das Kreuz zu folgen. Und es war Maria Magdalena, die auserwählt wurde, als Erste dem auferstanden Herrn zu begegnen, Zeugin der Auferstehung zu werden.

Zunächst hatte Maria Magdalena den Auferstanden nicht erkannt, ihr Blick war durch die große Trauer getrübt. Der Herr öffnete ihren Blick, indem er sie beim Namen ansprach. Dann sagte er zu ihr: „Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen.“ Mit diesen Worten führte er sie noch einmal ein Stück weiter. Maria Magdalena darf Jesus nicht in der irdischen Weise festhalten, sondern sie wird auf die neue Ebene, auf die neue Seinsweise geführt. Jetzt entsteht die neue Beziehung in der neuen Ordnung, in der Ordnung der Erlösten, sie gehört nun ganz zur neuen Schöpfung, von der der Apostel Paulus sprechen wird. In dieser neuen Ordnung wird sie den Herrn im Glauben berühren und von IHM berührt werden.



Botschaft dieser Kirche und Maria Magdalenas an uns

Lieber Feiergemeinde! Die Lesungen und das Beispiel Maria Magdalenas erinnern uns daran, dass unser Leben eine Liebesgeschichte zwischen Gott und uns sein kann. Durch die Taufe hat uns der Herr als neue Schöpfung aufgenommen, durch jede Beichte wird uns diese Würde immer wieder neu geschenkt. ER berührt uns in den Sakramenten, an heiligen Orten, bei Begegnungen, damit unser Leben eine Antwort auf seine Liebe werden kann.

Kehren wir zurück zur Geographie der Heiligen Orte. Betrachten wir es als eine besondere Gnade, dass wir im Heiligen Land sein dürfen, öffnen wir unser Herz, damit er uns an verschiedenen Orten berühren kann. Denken wir daran, wenn wir jetzt Messe feiern, dass der Altar der heiligste Ort ist, weil ER, der Allerheiligste wirklich, wahrhaft und dem Wesen nach gegenwärtig wird.

Dieser Altar ist in Form eines Bootes ausgeführt. Er ist Symbol des Herrn und Seiner Kirche. ER hat uns durch die Taufe in dieses Boot geholt. Dieses Boot hat einen Mast in Kreuzform mit einem weißen Seidentuch als marianisches Zeichen. Dies kann uns daran erinnern, dass die Kirche durch Sein Kreuz und durch unsere Kreuzesnachfolge vorankommt, dass wir mit Maria, der Mutter Gottes Rückenwind haben.

Wenn ihr auf den Altar blickt, so könnt ihr gleichzeitig über den Altar hinausschauen in die Weite des Sees Genesareth. Denkt dabei an die Worte, die am Eingang dieser wunderschönen Kirche stehen: „Duc in altum.“ Es sind die Jesusworte an Petrus, die Johannes Paul der II. für die Enzyklika Novo Millennio ineunte als Leitsatz genommen hat: „Fahr hinaus auf den See. Dort werft Eure Netze zum Fang aus. (Lk 5,4).

Der Herr hat uns in sein Boot, in seine Kirche geholt. ER möge uns heute neu berühren, damit wir in der Kreuzesnachfolge hinausfahren können, als Geliebte und Liebende.

Zum Fest des hl. Valentin

Bausteinaktion für Maria Rast

In der Wallfahrtskirche Maria Rast wurden in den letzten Jahren viele Sanierungsarbeiten am Dach, bei den Türmen, an der Außenfassade etc. vorgenommen sowie die Restaurierung der Immakulatastatue und der Ölbergstation beim Kreuzweg etc. vorgenommen, was einen Ge-
samtaufwand von ca. 50.000 Euro ausmachte. Heuer steht die Renovierung der Nordseite so- wie eine Adaptierung der Heizung an. Weiters soll heuer auch die Tragekonstruktion, die nach dem Abbruch eines Turmes vor 100 Jahren, gemacht wurde, neu überprüft werden, was ei-
nen bedeutenden Aufwand erfordert (hohes Gerüst). Darüber hinaus sollen auch am Mesnerhaus erste Adaptierungen vorgenommen werden. So hat der Pfarrkirchenrat beschlossen, eine Bausteinaktion für Maria Rast zu initiieren.
Ich bitte um großzügige Unterstützung! Vergelts Gott!

Kirchenrenovierung in Ramsau

Am 3. Februar wurde mit den Vorbereitungsarbeiten zur Innensanierung der Kirche in Ramsau begonnen. Die Arbeiten werden rund zwei Monate dauern. Die Gottesdienste und Rosenkränze finden jedoch wie gewohnt statt.


Ministranten und Jungscharkinder auf Wallfahrt

Die Jungscharkinder und Ministranten aus Ramsau trafen sich nach einer gemeinsamen Zugfahrt von Ramsau nach Zell bei der Volksschule mit den anderen Fußwallfahrern, darunter auch einige Zeller Jungscharkinder, um gemeinsam zum seligen Engelbert zu wallfahrten. Nach dem fröhlichen Fußmarsch versammelten sich alle beim Pavillon in Ramsau zur Lichtfeier, mit der die Liturgie zum Fest Maria Lichtmess eröffnet wurde. Die Singgemeinschaft Ramsau umrahmte die Wallfahrermesse mit festlichen Liedern. Die fleißigen Wallfahrer konnten sich nach dem Gottesdienst im Gemeindehaus bei Würstln und Pommes stärken.

Ein herzliches Vergelts Gott der Zillertalbahn für die kostenlose Beförderung der Ramsauer Kinder und ihrer Begleitpersonen, sowie für die Spender und Köchinnen der Jause.

Weitere Bilder findet ihr auf der Engelberthomepage.

Sternsinger unterwegs

Zum 60. Mal wurde heuer in Österreich die Sternsingeraktion durchgeführt. Unter dem Motto "Hilfe unter gutem Stern" machten sich auch 2014 wieder viele Kinder aus unserer Pfarre auf den Weg, um durch ihr Singen die Botschaft der Geburt unseres Heilands in die Häuser zu bringen, den Menschen - vor allem älteren Personen und Kindern - durch ihren Besuch eine Freude zu bereiten, Gottes Segen für das Neue Jahr zu wünschen und Spenden für Hilfsprojekte in Ländern der Dritten Welt zu sammeln. Insgesamt konnten in Zell und Ramsau 17.200 € ersungen werden. In Gerlos sammelten die fleißigen Sternsinger 5.129 €.

Wir sagen ein ganz herzliches Vergelts Gott


+unseren Sternsingern
+den Begleitpersonen
+allen, die die Sternsingeraktion organisiert und mit den Kindern geprobt haben
+den Verantwortlichen für die Gewänder
+denjenigen, wo die Sternsinger zum Mittagessen einkehren durften
+ALLEN SPENDERN!!!